Bielefelder Lehrer*innenbildung

Im Laufe der Geschichte sind viele verschiedene Definitionen und Verständnisse von Demokratie formuliert worden. Diese lassen sich in einem historischen Spektrum von klassischen bis zu (post)modernen Theorien ansiedeln oder in den beiden Lagern einteilen normative oder empirische Theorien. Demokratie gehört zu einer Reihe von Begriffen, die offen und stark umkämpft sind – dazu zählen u.a. Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Identität.
Für die einen ist Demokratie eine „Projektionsfläche für politische Wünsche, die mit [ihr] wenig zutun haben“ (Möllers 2008); für andere ist sie die Einladung darin, sich selbst Fragen zu stellen und dazu in Begegnung mit anderen zu treten:
Wer bin ich? Wie nehme ich mich und die Welt wahr? Warum genauso und nicht anders? Wo komme ich überall vor und mit wem? In welchen sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen, institutionellen, technischen, ökologischen und sonstigen Verhältnissen bin ich eingebettet? Wie wirken sich diese auf mich und andere aus? Wie möchte ich mit anderen umgehen und wie sollen anderen mit mir umgehen? Wie stellen wir Würde, Rechte, Teilhabe und Mitbestimmung für alle sicher? Wie können wir die Welt im Kleinen und Großen so gestalten, dass es allen besser geht?