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Bielefeld School of Education

Bielefelder Lehrer*innenbildung

Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Angebote: Vorträge, Workshops, Fortbildungen

Die Koordination und fachliche Begleitung der DePoLe-Initiative ist angesiedelt in der Geschäftsstelle der Bielefeld School of Education und bietet allen DePoLe-Mitgliedern und Angehörigen der Universität Bielefeld Qualifizierungen (Vorträge, Workshops, Fachtage) zu den nachfolgenden Themenfeldern/ Konzepten an. Diese Angebote können auch von externen Akteur*innen (u.a. Schulen, Zentren für schulpraktische Lehrkräftebildung – ZfsL und anderen Bildungspartner*innen) angefragt werden.

Angelehnt an den Qualitätsrahmen Demokratiepädagogik als Konzept zur demokratischen Qualitätsentwicklung (insbesondere für Schulen) werden Grundlagen zur Demokratiepädagogik, demokratischen Handlungskompetenzen und Qualitätsentwicklungsprozessen vermittelt. Die Besonderheit dieses Ansatzes liegt u.a. darin, dass er verschiedene Ebenen umfasst: Übungen und Methoden für Schüler*innen, Leitlinien für die Unterrichtsgestaltung von Lehrkräften und das Demokratie-Audit als Methode zur partizipativen Schulentwicklung im Sinne der Demokratieförderung, Diversitätsstärkung und Diskriminierungskritik. (de Haan/Edelstein/Eikel, 2007)

“Betzavta” ist Hebräisch und heißt auf Deutsch „Miteinander“. Das israelische Demokratietrainingsprogramm wurde in den 1990er Jahren von einem jüdisch-arabischen Team entwickelt. „Betzavta“ geht davon aus, dass Demokratie vor allem eine Lebensform ist. In verschiedenen Übungen (mal spielerisch, mal diskursiv) wird dieser Frage nachgegangen, was demokratisches Handeln ist. Das Ziel jeder Methode ist es, gesellschaftspolitische Fragestellungen auf gruppendynamischer Ebene sichtbar zu machen. Teilnehmende werden in verschiedenen Themenfeldern (Demokratie, Gleichheit, Freiheit, Rechte, Mehrheitsentscheid, Rechtsstaatlichkeit, Zivilgesellschaft) in ein Dilemma geführt, müssen als Gruppe handeln, sollen im Anschluss daran das eigene Tun gemeinsam reflektieren und erörtern, was für ein demokratischeres Miteinander wichtig ist. (Maroshek-Klarmann/Rabi 2015) 

In diesem Training erarbeiten Teilnehmende in einzelnen Modulen verschiedene Diskriminierungsformen (Ableismus, Adultismus, Ageismus, Antiromaismus/ Antisintiismus, Antisemitsmus, Diskriminierung Ost, Klassismus, Lookismus, Rassismus/ Migratismus, Sexismus, Homo- und Transmiseoismus), stellen die Wechselwirkungen heraus, machen sich den strukturellen Gehalt von Diskriminierung als Verwobenheit von individueller, institutioneller und kultureller Dimension bewusst und entwickeln Handlungsoptionen zum Einsatz gegen und Abbau von Diskriminierung. Eine wesentliche Methode des Trainingsprogramms ist die „Mahloquet“ als „dialogisches Streitgespräch und ethisch-dialogische Haltung“, bei der es darum, Perspektivenvielfalt und wechselseitiges Verständnis zu stärken und sich auf antidiskriminierende Weise über strukturelle Diskriminierung auszutauschen. (Czollek et al., 2019) 

Dieses Konzept ist für Schulen entwickelt, lässt sich aber in allen Bildungssparten adaptieren: Kita, Grundschule, allgemeinbildende weiterführende Schule, Förderschulen, Berufsschulen, Hochschulen und andere Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Teilnehmende setzen gemeinnützige Projekte mit Engagement-Partner*innen um, indem sie aktiv werden für soziale, ökologische, politische oder kulturelle Themen, die sie bewegen. Sie engagieren sich aber nicht losgelöst von oder bloß zusätzlich zur jeweiligen Bildungseinrichtung, sondern als Teil von Unterricht, Seminar oder Lehrgang. Das Engagement wird darin nämlich gemeinsam geplant und die Erfahrung der Teilnehmenden außerhalb der Bildungseinrichtung wieder zurückgeholt, um hier Probleme und Herausforderung zu reflektieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln. Dadurch werden fachliche Inhalte, kooperative Arbeitsformen und demokratische Mitgestaltung der Lebenswelt ineinander verwoben. (Gloe/Mauz, 2019) 

„Kommunalpolitik findet vor der Haustür statt“ und „Kommunen sind Schulen der Demokratie“, diesen beiden Leitsätzen folgend zielt das Konzept darauf ab, insbesondere junge Menschen in sechs Modulen zur kommunalpolitischen Einflussnahme und Mitbestimmung zu verhelfen. Teilnehmende erwerben Wissen über die kommunale Ebene, entwickeln ein eigenes Anliegen, trainieren demokratische Handlungskompetenzen, bringen ihr Anliegen in die Politik ein und verarbeiten die Reaktionen darauf. Das Konzept wurde 2008 entwickelt und 2020 in seinen Materialien überarbeitet. Es lässt sich sehr gut einsetzen auch für andere Zielgruppen. (Becker, 2020)

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