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    Sammlung von alten Medikamenten
    Foto: Gina Maria Klein / Krankenhausmuseum Bielefeld e.V. - Sammlung Dierk Rosemeyer

Team

Lara Keuck

 

Die Professur für Geschichte und Wissenschaftstheorie der Medizin ist eine Brückenprofessur und an der Abteilung Philosophie, der Abteilung Geschichtswissenschaft sowie der Medizinischen Fakultät OWL angesiedelt. Gemeinsam mit Kolleg:innen der Wissenschaftsphilosophie, Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftssoziologie bin ich an der Ausgestaltung des Institute for Interdisciplinary Studies of Science (I²SoS) beteiligt. Zusammen mit der Professur für Ethik in der Medizin und den Rechtswissenschaften leite ich die interdisziplinäre Profilierung „Medical Humanities“. Ich unterrichte Geschichte und Wissenschaftstheorie der Medizin im Medizinstudiengang und leite die gleichnamige AG15 an der Medizinischen Fakultät OWL. An der GePhTh Fakultät (ko-)betreue ich wissenschaftshistorische und -philosophische Promotionen, die einen Bezug zur Medizin haben. 

Meine Forschung kreist um die historische und epistemologische Frage, wie sich Wissen über Krankheit verändert hat. Ich habe ein großes Interesse an Methoden—sowohl im Hinblick auf die medizinische Forschung als auch auf die Philosophie der Medizin und Geschichtsschreibung. Neben meiner Professur an der Uni Bielefeld leite ich eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, die sich mit „Praktiken der Validierung in der biomedizinischen Forschung“ auseinandersetzt (https://www.mpiwg-berlin.mpg.de/research/departments/max-planck-research-group-biomedical-sciences).

Daniel R. Friedrich

Begonnen habe ich meine akademische Reise mit dem Studium von Philosophie und Physik an der Universität Leipzig. Nachdem ich beide Fächer mit dem Magister Artium abgeschlossen hatte, nahm ich die Gelegenheit für einen Abstecher in die Afrikanistik und Informatik wahr, ohne hier einen Abschluss anzustreben. Nach ca. einem halben Jahr begann ich dann meine Dissertation zur deliberativen Rechtfertigung von solidarischer Gesundheitsversorgung, ebenfalls an der Universität Leipzig. Parallel zur Dissertation wurde ich wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Universität Münster. Dort arbeite ich zu Themen wie Priorisierung in der Medizin, wissenschaftstheoretische und ethische Fragestellungen der modernen Neurowissenschaft und Psychiatrie, dem Unterschied zwischen wissenschaftlicher Medizin und alternativen und komplementären Ansätzen und der Frage, was medizinische Notwendigkeit bedeuteten kann und soll.

Mein aktuelles Hauptbeschäftigungsfeld an der Universität Bielefeld ist die Philosophie der Medizin, in der ich mich sowohl wissenschaftstheoretischen als auch normativen Fragestellungen widme. Zusätzliche nehme ich die historische Perspektive auf medizinphilosophische Fragestellungen ein, um diese zu kontextualisieren und auch um Teile der Motivation für den medizinischen Status quo besser zu verstehen.

Einen besonderen Schwerpunkt in meiner Forschung und Lehre nimmt die Frage nach der Wissenschaftlichkeit von Medizin ein. Dabei interessiert mich vor allem das Wissenschaftsparadigma und -ziel der besten Erklärbarkeit von Phänomen, denn dieses ist auch für die patientenversorgende Medizin von besonderer Bedeutung: Erst wenn sich komplexe Krankheitsphänomene möglichst präzise und prognostizierbar erklären lassen, können für Patienten hilfreiche Behandlungsmethoden zielgerichtet entwickelt werden. Werden hingegen Krankheiten unzureichend erfasst, ist ihre erfolgreiche Behandlung erstens schwer belegbar und zweitens, sollte sie trotzdem gelingen, eher ein Glückfall als bewusst herbeigeführte Hilfe. Insofern erscheint es mir plausibel, dass Wissenschaftsorientierung, d.h. die Ausrichtung an wissenschaftlichem Vorgehen und Erkenntnissen, eine der Voraussetzungen patientendienlicher Medizin ist.

Folgende Fragestellungen interessieren mich aktuell in besonderem Maße:

·        Was ist der Status von evidenzbasierter Medizin innerhalb der Wissenschaften?

·        Was macht Medizin im obigen Sinne wissenschaftsorientiert? Wo bestehen Unterschiede zu einer rein wissenschaftlichen Disziplin?

·        Was sind die normativen Rahmenbedingungen der Medizin, durch die sich Interventionen bei Patienten und Studienteilnehmern rechtfertigen lassen?

·        Wie lassen sich wissenschaftliche Genauigkeit und Gründlichkeit unter Bedingungen von Dringlichkeit realisieren?

Gina Klein

Seit Anfang 2024 bin ich Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Geschichte und Wissenschaftstheorie der Medizin. In meinem von Prof. Dr. Lara Keuck betreuten Promotionsprojekt befasse ich mich mit dem Wissen über Haut und Hautpflege an der verschwommenen Grenze zwischen Schönheit und Gesundheit.

Mein Forschungsinteresse liegt besonders in der historischen Erkundung der unklaren Grenze von persönlichen Handlungen der Schönheitspflege, der Hygiene und der medizinisch notwendigen Behandlungen der Haut. Allgemeiner interessiere ich mich für das Wissen, welches alltäglichen Praktiken zugrunde liegt und dessen Abgrenzung zu „Fachwissen“, speziell naturwissenschaftlichem Wissen.

Nach einem Studium der Biologie und Geschichtswissenschaft in Bielefeld (B.Sc.), habe ich History, Economics and Philosophie of Science / Interdisciplinary Studies of Science (M.A.) in Bielefeld und Wien studiert. In meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Geschichte industrieller Kosmetikprodukte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Westdeutschland befasst.

Forschungsinteressen

  • Hygiene- und Medizingeschichte
  • Geschichte der Kosmetikindustrie
  • Wissensgeschichte des Alltäglichen
  • Objektgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhundert

Friedrich Kleffmann

Ich habe zunächst Philosophie (Heidelberg, B.A.) und History and Philosophy of Science and Medicine (Cambridge/UK, MPhil) studiert und absolviere seit 2022 ein Studium der Humanmedizin an der Universität Leipzig. Seit 2023 bin ich wissenschaftliche Hilfskraft in der AG Geschichte und Theorie der Medizin.

Mein fachlicher Fokus ist die Wissenschaftstheorie der Medizin und Psychiatrie. Insbesondere interessieren mich Debatten über legitime und illegitime Funktionen von nicht–epistemischen Werten in medizinischer Forschung und klinischer Praxis. Meine Masterarbeit habe ich zu diesem Thema in Bezug auf finanzielle Fehlanreize im deutschen Fallpauschalensystem der Krankenhausfinanzierung geschrieben.

Derzeit befinde mich in der Vorbereitung für eine wissenschaftstheoretische Promotion in der AG Geschichte und Wissenschaftstheorie der Medizin.

Jovana Moldenhauer

Sekretariat

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