skip to main contentskip to main menuskip to footer Universität Bielefeld Play
skip breadcrumb navigation to main content
  • Projektseminare ("Praxis der Geschichtsvermittlung")

    Praxis der Geschichtsvermittlung
    © Universität Bielefeld

Das Modul "Praxis der Geschichtsvermittlung"

Modulbeschreibung

Projektseminare sind Kooperationen mit Praktiker*innen aus Institutionen der regionalen oder überregionalen außeruniversitären Geschichtskultur, die im Co-Teaching unterrichtet werden. Die Studierenden erarbeiten geschichtswissenschaftliche Fragestellungen, die sie in konkrete Produkte übersetzen und einem nicht-wissenschaftlichen Publikum vermitteln. Dies kann eine Ausstellung, eine App oder ein Stadtrundgang sein, Radiobeiträge, Workshops, Verzeichnung von Archivalien u.vm. sind möglich. Die Studierenden erlernen in diesem Modul eine professionelle Arbeitsweise, indem sie ihr Produkt im Team erarbeiten und als Projekt managen. Hierdurch erlangen sie praktische Kompetenzen wie Grundlagen des Projektmanagements, des zielgruppengerechten Schreibens und Präsentierens etc. und lernen konkrete Arbeitsweisen, Abläufe und Anforderungen eines konkreten potentiellen Berufsfeldes in der Praxis kennen.

Voraussetzungen: Von den am Projekt teilnehmenden Studierenden wird persönliches Engagement, Flexibilität und Verantwortungsbereitschaft für das zu erarbeitende Produkt erwartet. Das Projektseminar wird ab dem dritten Fachsemester empfohlen.

Das Projektseminar erstreckt sich über zwei Semester mit mindestens jeweils zwei SWS und deckt das Modul 22-2.6 Modul „Praxis der Geschichtsvermittlung“ ab. Das Modul wird und mit einem von der Seminargruppe gemeinsam erarbeiteten Produkt abgeschlossen. Die Prüfungsleistung ist eine Dokumentation des individuell von dem*r einzelnen Studierenden erarbeiteten Anteils an diesem Produkt (Bericht von bis zu 20.000 Zeichen mit beigegebenen Materialien).

 

Zur Modulbeschreibung "Praxis der Geschichtsvermittlung": https://ekvv.uni-bielefeld.de/sinfo/publ/modul/325006641

Projektseminar im Museum

Ausstellungsprojekt „Preußen und Kolonialismus“ mit dem LWL-Preußenmuseum Minden (laufend)

Das Projektseminar bereitet die Sonderausstellung „Schwarz weiß. Preußen und Kolonialismus“ vor, die im Herbst 2022 im LWL-Preußenmuseum Minden eröffnet wird. Bereits seit dem 17. Jahrhundert betrieb Brandenburg-Preußen Kolonialpolitik und preußische Akteure errichteten an der Westküste Afrikas koloniale Niederlassungen. Debatten im preußischen Landtag Mitte des 19. Jahrhunderts zeigen, dass Preußen erneut ein Selbstverständnis als kolonialer Akteur entwickelte. Neue Dynamiken entstanden mit der Gründung des Kaiserreichs und des deutschen Kolonialreichs 1884. Seitdem verdichteten sich die Verbindungen zwischen den kolonisierten Regionen und Deutschland. Deutschlands Herrschaftsanspruch ging einher mit der Konstruktion von Weltbildern, die das Selbstbild einer höher entwickelten „deutschen Nation/Kultur“ rechtfertigte und komplexe afrikanische Gesellschaften zu primitiven Stämmen degradierte. Einer Realität von kolonialer Landenteignung, Zwangsarbeit und Kriegen standen hierzulande exotisierte „Kolonialwaren“, „primitive Kunst“ oder sog. Völkerschauen gegenüber, die v.a. von einer aufkommenden bürgerlichen Schicht konsumiert wurden. Durch Handel, Migration und Alltagskultur war auch die westfälische Provinz Teil kolonialer Zusammenhänge.

Im Seminar fragen wir zunächst, wo sich im Preußenmuseum und in Westfalen sowie in den anderen preußischen Provinzen heute noch Spuren der Kolonialgeschichte Preußens und des Kaiserreichs finden. Den Ausgangspunkt der Recherchen wird die Frage bilden, welche Rolle der preußische Militär- und Verwaltungsstandort Minden in der Kolonialzeit spielte. Auf der methodischen Ebene werden wir nach Lösungen suchen, wie mit Objekten umgegangen werden kann, die eine koloniale, rassistische Intention haben und fragen, inwiefern eine transregionale Kontextualisierung zu multiperspektivischen Betrachtungen führen kann. Damit werden wir versuchen, einen Beitrag zu aktuellen Debatten über den Umgang mit der kolonialen Vergangenheit und über antirassistisches, postkoloniales Kuratieren zu leisten.

Menschen, Schiffe und Maloche. Lebenswelt - Arbeitswelt. Geschichten der Mindener Häfen mit dem Mindener Museum

"Schönheit der Arbeit" Körperkultur und Arbeit im Nationalsozialismus mit dem Ziegeleimuseum Lage

"Wir sind Bielefeld" - Eine Ausstellung im Rahmen des Stadtjubiläums über bürgerschaftliches Engagement und Bürgerinitiativen von der Frühen Neuzeit bis heute


back to top