Studieren an der Fakultät für Soziologie


Das Bachelor-Studium der Sozialwissenschaften ist als ein zugleich fachspezifisches und fächerübergreifendes Studium der Soziologie, der Politikwissenschaft und der Wirtschaftswissenschaften angelegt. Die Studierenden erwerben grundlegendes Wissen über Fragestellungen, Theorien und Methoden der drei genannten Bezugsdisziplinen sowie die Fähigkeit, dieses Wissen in verschiedenen Berufsfeldern anwenden und vermitteln zu können. Damit ist Interdisziplinarität der zentrale Aspekt der Studiengangsvarianten. Die Fähigkeit, Sachverhalte sozialwissenschaftlich theorie- und methodengeleitet aus mehreren Perspektiven zu betrachten, ist ein zentraler Teil des Studiums, das Sozialwissenschaftler*innen für unterschiedliche Berufsfelder interessant macht.
Visualisierungen der Empfehlungen zur Planung des Studienverlaufs, inkl. Hinweise für bestimmte Fächerkombinatioen
Sozialwissenschaften kann fachwissenschaftlich als Kombi-Bachelor im Kernfach oder Nebenfach studiert werden.
Es besteht auch die Möglichkeit den Studiengang mit Lehramtoption für Gymnasium und Gesamtschule (Kern- oder Nebenfach) oder als Fach für Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen zu studieren.
Im fachwissenschaftlichen Kombi-Bachelor wird an der Universität Bielefeld ein Kernfach (90 Leistungspunkte) mit einem Nebenfach (60 LP) studiert. Kernfach und Nebenfach unterscheiden sich durch den Umfang und Inhalt des Studiums. Ergänzt werden die Fächer zur Stärkung des persönlichen Profils mit dem Individuellen Ergänzungsbereich (30 LP). Eindrücke vom Fach können auch durch das aktuelle Lehrangebot gewonnen werden.
Wir bieten folgende Varianten an:
Sozialwissenschaften als Kernfach
In den ersten Semestern wird in soziologische, politikwissenschaftliche und ökonomische Grundlagen sowie Methoden der empirischen Sozialforschung eingeführt. In den folgenden Semestern werden die Betrachtungsweisen der sozialwissenschaftlichen Disziplinen integriert und in einem Praktikum analytisch angewendet. Das dritte Studienjahr dient der individuellen Schwerpunktsetzung durch Fachmodulwahl. Die Fakultät bietet bei der Spezialisierung im Fachmodul eine konkurrenzlos breite Optionsvielfalt. Zur Wahl stehen dabei unter anderem folgende Themenfelder:
Sozialwissenschaften als Nebenfach
Diese Variante kann in Kombination mit einem Kernfach einer anderen Disziplin studiert werden. Den Studierenden werden soziologische, politikwissenschaftliche und ökonomische Grundlagen vermittelt. Sie haben die gleiche Wahl der Themenfelder wie im Kernfach.
Im Kombi-Bachelor mit Lehramtsoptionwird an der Universität Bielefeld ein Kernfach (90 Leistungspunkte) mit einem Nebenfach (60 LP) studiert. Kernfach und Nebenfach unterscheiden sich durch den Umfang und Inhalt des Studiums. Ergänzt werden die Fächer zur Stärkung des persönlichen Profils mit dem Individuellen Ergänzungsbereich (30 LP).
Wir bieten folgende Varianten an:
Das Bachelorstudium der Sozialwissenschaften ist als ein zugleich fachspezifisches und fächerübergreifendes Studium der Soziologie, der Politikwissenschaft und der Wirtschaftswissenschaften angelegt. Studierende des Studiengangs Sozialwissenschaften an der Universität Bielefeld profitieren von der enormen Vielzahl an aktuellen Forschungsthemen wie Globalisierung, Armut, neue Medien, Gleichstellung und Migration. Die Fakultät bietet Hilfen zur beruflichen Perspektivenbildung durch vorbereitende Praktika und Begleitveranstaltungen.
Die Masterphase dient zum einen dem Erwerb vertieften sozialwissenschaftlichen Fachwissens und seiner interdisziplinären Integration. Zum anderen steht die Entwicklung berufsqualifizierender Fähigkeiten, Handlungskompetenzen und Kenntnisse im Zentrum. Dazu trägt das fachdidaktische Modul Vorbereitung/Reflexion des Praxissemesters bei. Das Praxissemester verbindet die fachwissenschaftlichen und die fachdidaktischen Studienanteile.

Der Bachelorbaukasten bietet eine Übersicht über die möglichen Studiengangskombinationen und ermöglicht es, das Bachelorstudium Schritt für Schritt individuell zusammenzustellen – besonders nützlich bei unterschiedlichen Bewerbungsfristen.
Die hier dargestellten Studiengangsvarianten richten sich an Bewerber*innen, die die Sozialwissenschaften als Geschichte, Wandel und Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Individuen darin in einem integrativen Modell, in der Zusammensetzung aus Soziologie, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft für sich entwickeln, erschließen und dabei eigene Schwerpunkte setzen wollen. Zielgruppe sind Schul- und Ausbildungsabsolvent*innen, die für ein Bachelorstudium die Hochschulzugangsberechtigung erworben haben.
Gemäß BPO § 4 erhält zum Bachelorstudium Zugang, „wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt. Zulassungsbeschränkungen (Festsetzung von Höchstzahlen von Studienplätzen) bleiben unberührt. Die Einschreibung wird ebenfalls versagt, wenn die Studienbewerberin oder der Studienbewerber in dem gewählten Studiengang oder in einem verwandten oder vergleichbaren Studiengang eine nach der Prüfungsordnung erforderliche Prüfung endgültig nicht bestanden hat (§ 50 Absatz 1 lit. b) HG). Verwandt oder vergleichbar sind Studiengänge dann, wenn das Modul in welchem die Prüfung endgültig nicht bestanden wurde, in dieser oder einer gleichwertigen Form ebenfalls Bestandteil des Studiengangs ist, für den die Einschreibung begehrt wird.“ Nach den Fächerspezifischen Bestimmungen für das Fach Sozialwissenschaften gibt es über die Zugangsvoraussetzungen gemäß BPO keine weiteren Bestimmungen. Im Turnus kann das Studium nur im Wintersemester aufgenommen werden.
Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelorstudiums können Absolventinnen und Absolventen entweder unmittelbar eine Berufstätigkeit aufnehmen oder die Hochschulausbildung ergänzen und vertiefen. Studierende mit dem Berufsziel Lehramt absolvieren nach dem Bachelor den viersemestrigen Master of Education (M.Ed.), der für den Lehrerberuf Voraussetzung ist.
Der Master of Education Studiengang ist als Fortsetzung der einschlägigen Bachelorstudiengänge mit Lehramtsausrichtung konzipiert. Zielgruppe sind daher Studierende mit dem Berufsziel Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen und einem erfolgreichen Abschluss der entsprechenden Bachelorstudiengänge.
MA-Studiengänge der Fakultät, MA Studiengänge der Uni
Der Studiengang ist jedoch auch offen für Studierende mit einer anderen Ausrichtung (Berufsziel eines anderen Lehramtes, andere Fächerwahl oder Studierende mit fachwissenschaftlicher Ausrichtung). Voraussetzung ist, dass weitergehende Leistungen nachgewiesen werden, mit der die inhaltlichen Abweichungen zu den Bachelorabschlüssen in den Lehramtsvarianten kompensiert werden. So wird u.a. die in den Zielsetzungen genannte Durchlässigkeit zwischen den im Bachelor wählbaren Profilen von Lehramt und Fachwissenschaft hergestellt.

Der fachwissenschaftliche Bachelor Sozialwissenschaften bereitet auf eine Vielzahl höchst unterschiedlicher Berufsfelder vor. Klassische Aufgabenfelder für Sozialwissenschaftler*innen sind (1) Wirtschaft: Unternehmen, PR- und Werbeagenturen, (2) Politik/Administration: Verwaltung, Verbände, Kammern, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, (3) Medien: Rundfunk-/ Fernsehen, Zeitungen, Verlage sowie (4) Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Dabei sind Aufgabenfelder und Erwartungen oft nicht genau definiert, sie variieren und verlangen, ermöglichen aber auch, Flexibilität. Gerade für die Analyse und Entwicklung praxisorientierter Handlungsanweisungen mögen Erkenntnisse unterschiedlicher Sozialwissenschaften dienlicher sein als ein monodisziplinärer Blickwinkel.
Führungspositionen, spezialisierte Aufgabenstellungen oder Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung erfordern i.d.R. ein Masterstudium, für die Forschung i.d.R. auch die Promotion. Die Branchen in denen Sozialwissenschaftler*innen tätig werden sind breit gefächert, da das Studium nicht auf ein spezifisches Berufsbild hin qualifiziert, sondern den Absolvent*innen mit ihren Kompetenzen verschiedene Berufsfelder erschließt. Die Studierenden entwickeln im Verlauf des Studiums ein individuelles Profil. Die während des Studiums angeeigneten Schlüsselqualifikationen tragen zu einem späteren beruflichen Erfolg bei: einerseits werden diese durch die unterschiedlichen Prüfungsformen forciert, andererseits wird ein hohes Maß an Eigenleistung und Engagement erwartet sowie die Fähigkeit, schwierige Sachverhalte möglichst einfach darzustellen.

Der BA Sozialwissenschaften soll in den Studiengangsvarianten, die zum Lehramt führen dazu dienen, fachdidaktisches Orientierungswissen zu vermitteln, das einerseits durch die Studieninhalte auf eine Tätigkeit in der außerschulischen politischen Bildung und Jugendarbeit vorbereitet, andererseits in schulischen Bildungseinrichtungen gefragt ist. Für die Lehrer*innenbildung ist ein anschließendes Studium des Master of Education notwendig.
Für den Master of Education sind neben den eigentlichen Berufsfeldern an Regelschulen (staatliche Gymnasien, Gesamtschulen, Realschulen, Hauptschulen, Grundschulen) sind Städtische Schulen und Privatschulen wie auch eine Vielzahl von Institutionen des zweiten Bildungsweges, aber auch Institute der Erwachsenenbildung sowie außerschulische Angebote als primäre Arbeitsfelder zu nennen. Die sehr gute fachliche Qualifikation kann jedoch auch sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder in der freien Wirtschaft erschließen. Zudem qualifiziert der Masterabschluss zu einer einschlägigen Promotion, die wiederum weitere Arbeitsfelder erschließt.