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Citizen Science

© Universität Bielefeld
© Nelina Neumann, Chemische Ökologie, Universität Bielefeld

Citizen Science Projekt

Verborgene Vielfalt - Sichtbare Wirkung?

Geruch und Geschmack beeinflussen, wie attraktiv eine Pflanze für Insekten ist. Pflanzen derselben Art können sich in diesen Eigenschaften unterscheiden. Erkunde in Deinem Garten: Wie wirkt sich die Geruchs- und Geschmacksvielfalt der Pflanzenart Rainfarn auf die Insektenwelt aus?

Worum geht es in diesem Projekt?

© Theresa Rohrberg, Chemische Ökologie, Universität Bielefeld
Bestäuber und andere Blütenbesucher werden von Geruchsstoffen der Rainfarn-Pflanze angelockt

Pflanzen derselben Art können sich in Geruchs- und Geschmacksstoffen unterscheiden. Diese chemische Vielfalt beeinflusst, wie attraktiv jede einzelne Pflanze für Bestäuber und andere Insekten ist. Als Forschungsgruppe untersuchen wir unter anderem diese Auswirkungen. Dabei erforschen wir auch die Pflanzenart Rainfarn, die für ihre chemische Vielfalt bekannt ist. Abhängig von ihrem Geruchs- und Geschmacksstoffprofil können Bestäuber, Blattläuse und ihre Fressfeinde angelockt oder abgeschreckt werden. Umweltbedingungen wie Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit können jedoch die chemische Vielfalt beeinflussen. Unklar ist: Wie wirken sich unterschiedliche Umweltbedingungen auf die Geruchs- und Geschmacksstoffvielfalt von Rainfarn aus? Unterscheidet sich die Wirkung der Pflanzen auf die Insektenbesucher je nach Umweltbedingungen bzw. Standort? Dies zu erforschen ist eine große Aufgabe, die nur als großes Team machbar ist. Werde Teil des Teams. Forsche mit uns mit! Erkunde in Deinem Garten: Wie beeinflusst die Geruchs- und Geschmacksvielfalt von der Pflanzenart Rainfarn die Insektenwelt?

Wie kannst Du mitforschen?

© Theresa Rohrberg, Chemische Ökologie, Universität Bielefeld
Zählen von Blattläusen auf Rainfarn-Pflanzen mit unterschiedlichen Geruchs- und Geschmacksprofilen

Mitte April 2026 bekommst Du von uns drei Rainfarn-Pflanzen mit unterschiedlichen Geruchs- und Geschmacksprofilen zugeschickt. Diese pflanzt Du in Deinem Garten ein (1 m x 1 m Fläche nötig). Die Umweltbedingungen in Deinem Garten beschreibst Du in einem Online-Fragebogen und schickst eine Bodenprobe zur Analyse zu uns. Von Mitte Mai bis Ende August beobachtest Du auf den Rainfarn-Pflanzen Bestäuber, Blattläuse und ihre Fressfeinde. Diese Beobachtungen teilst über einen Online-Fragebogen mit. Der Zeitaufwand wird alle zwei Wochen ca. 30 min betragen. Zudem bitten wir Dich, im September Blattproben von den drei Versuchspflanzen aus Deinem Garten und von Rainfarn-Pflanzen aus der Umgebung zu sammeln und uns zuzuschicken.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Du bekommst ein kleines Buch mit Informationen zum Hintergrund und Vorgehen. Notwendige Materialien wie Briefumschläge mit Porto stellen wir. Du benötigst ein eigenes Smartphone oder Tablet, um Fotos von den Insekten zu machen und Beobachtungen zu übermitteln.

Was passiert mit Deinen Beobachtungen?

Die per Online-Fragebogen übermittelten Daten erscheinen direkt in einer Karte und entsprechende Ergebnisgrafiken auf unserer Projekt-Website. Dies ermöglicht eine schnelle Übersicht wie zum Beispiel zu der Frage: Gibt es Unterschiede zwischen den Standorten, auf welchem Pflanzen-Geruchstypen die meisten Blattläuse gefunden wurden? Dabei wird nur die Stadt für die Ortsangabe genutzt (keine genauen Koordinaten oder Adressen).

Zudem erfolgt eine detaillierte Auswertung durch uns. Was genau wir dabei machen, erfährst Du in Erklärvideos. Die Ergebnisse und die Erkenntnisse werden in einem weiteren Buch zusammengestellt, dass Du erhältst, sobald es fertig ist. Auch ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung geplant, in der Du genannt wirst (wenn das gewünscht ist).

Warum ist es wichtig, dass wir gemeinsam forschen?

Chemische Vielfalt ist ein Teil der biologischen Vielfalt – „Chemodiversität“ also ein Teil der Biodiversität. Durch Forschung können wir chemische Vielfalt besser verstehen und können dazu beitragen biologische Vielfalt besser zu schützen. Chemische Vielfalt an ganz unterschiedlichen Standorten, also unter unterschiedlichen Umweltbedingungen zu erforschen, ist nur als großes Team möglich. Wir freuen uns daher, wenn Du unsere Forschungsgruppe als Citizen Scientist unterstützst und so einen Teil zum Schutz von biologischer Vielfalt beiträgst.

Anmeldung (Warteliste) und Fragen

Interesse? 

Wir haben erfreulicherweise bereits sehr viele Anmeldungen. Du kannst Dich gerne auf die Warteliste setzen lassen.

Hier geht es zur Warteliste. Du bekommst eine automatische E-Mail nach der Registrierung. Leider ist dort der Text noch nicht abgepasst, weil dies eine andere Person machen muss, die noch nicht erreicht werden konnte. Wir melden uns, sobald Plätze freiwerden.

 

Falls Du Fragen hast, melde Dich bei Ruth Jakobs unter vielfalt_erforschen@uni-bielefeld.de.

 

© Rohit Sasidharan, Chemische Ökologie, Universität Bielefeld
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