
7. Bundesweiter Moot Court im Strafrecht 2026 – Universität Bielefeld
Erstmalig nahm das Team der Universität Bielefeld -bestehend aus Ahmad El-Haj Moussa, Liam Lagdao, Eric Strato, Friederike Wacker, und Wim Fenimore Wiegmann begleitet von Professor Dr. Martin Asholt, Nicolas Hofmann und Sophie-Marie Otto - am 7.bundesweiten Moot Court im Strafrecht teil und erreichte im ersten Anlauf eine Platzierung unter den besten drei. Es handelt sich bei dem Wettbewerb um eine Verfahrenssimulation vor einer Strafrechtskammer des Landgerichts, bei der die Teams die Aufgabe haben, in die Rollen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung zu schlüpfen und jeweils ein Abschlussplädoyer wie auch eine Replik und Duplik vorzutragen.
Der diesjährige Fall warf umfangreiche Probleme aus dem Strafprozessrecht wie auch aus dem Medizinstrafrecht auf. Insbesondere stellte sich in strafprozessualer Hinsicht die Frage, ob das zwangsweise Entsperren des Smartphones einer Beschuldigten, um die darauf befindlichen beweisrelevanten Daten zu beschlagnahmen, durch Ermächtigungsgrundlagen der Strafprozessordnung gedeckt ist. Bei den medizinstrafrechtlichen Fragestellungen kam es vor allem darauf an zu erörtern, wann ein Arzt nicht mehr darauf vertrauen darf, dass ein mitbehandelnder Arzt seine Aufgaben sorgfältig bewältigen wird, und welche Konsequenzen aus diesen Zweifeln gezogen werden müssen.
Die Vorbereitung umfasste neben der Ausarbeitung der Plädoyers zahlreiche Probeverhandlungen sowohl untereinander als auch vor erfahrenen Richtern, Strafverteidiger, Professoren sowie anderen Moot-Court-Teams der Universität Bielefeld, durch welche wir ein umfangreiches und konstruktives Feedback zum weiteren Ausbau unserer rhetorischen wie auch juristischen Fähigkeiten erhielten. Zudem hatten wir die Gelegenheit, in zwei Probepleadings auf die Teams der Universität Münster und Bochum zu treffen und gegen diese zu verhandeln.
Am Tag des Wettbewerbs in Düsseldorf konnte das Team in der Vorrunde mit 14 Universitäten bei Verhandlungen gegen die Universität des Saarlandes und die Universität zu Köln überzeugen und sicherte sich damit einen Platz unter den sechs Halbfinalisten. Im Halbfinale, welches am altehrwürdigen Oberlandesgericht Düsseldorf ausgetragen wurde, vermochte sich die Bielefelder Staatsanwaltschaft gegen die Verteidigung der Universität Bonn zu brillieren und erreichte so die Platzierung unter den Top 3.
Wir gratulieren dem Team der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum zweiten Platz und insbesondere demjenigen der Humboldt-Universität zu Berlin zum ersten Platz. Die Universität Bielefeld freut sich bereits auf den nächsten Wettbewerb, der im nächsten Jahr in Berlin ausgetragen wird und bei dem das Bielefelder Team wieder vom Lehrstuhl Asholt betreut wird.
Das Bielefelder Team bedankt sich herzlich bei seinen Unterstützenden – insbesondere bei Herrn Strato, Herrn Wacker, den Herren Kutschaty und dem Vis Moot Team der Universität Bielefeld, die sich die Zeit genommen haben, die Plädoyers anzuhören und uns wertvolle Tipps für die weitere Vorbereitung gegeben haben, sowie bei der Kanzlei Reichling Corsten für die freundliche Unterstützung als Sponsor. Darüber hinaus bedanken wir uns bei Frau Prof. Dr. Anne Schneider, LL.M., und ihrem Team von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für die großartige Organisation des Wettbewerbs.

7. Bundesweiter Moot Court im Strafrecht 2026 – Universität Bielefeld
Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Martin Asholt nimmt in diesem Jahr erstmalig mit einem fünfköpfigen Team am 7. bundesweiten Moot Court im Strafrecht teil.
Die Studierenden Ahmad El-Haj Moussa, Liam Lagdao, Eric Strato, Friederike Wacker und Wim Fenimore Wiegmann bereiten sich derzeit intensiv auf die simulierten Gerichtsverhandlungen vor, in denen sie ihr Wissen in den Themenbereichen des Medizinstrafrechts und Strafprozessrechts praktisch anwenden werden. Die Vorbereitung umfasst die vertiefte Auseinandersetzung mit komplexen materiell- und prozessrechtlichen Fragestellungen, die den Studierenden alles abverlangen, was ein modernes Strafverfahren an Kenntnissen und rhetorischem Geschick erfordert.
Begleitet und betreut wird das Team von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Lehrstuhls, Nicolas Hofmann und Sophie-Marie Otto, die die Vorbereitung maßgeblich gestalten und die Übungseinheiten leiten. Die Gesamtleitung des Projekts obliegt Prof. Dr. Martin Asholt. Das Finale des Moot Court findet am 14. und 15. Mai 2026 in Düsseldorf statt - der Lehrstuhl drückt dem Team fest die Daumen!