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Fakultät für Erziehungs­wissenschaft

Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Kernpraktiken der MINT-Sinnbildung im Miteinander von Grundschulkindern, Eltern und Lehrpersonen

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Logo MINTeinander

Projektleitung: Prof. Dr. Kerstin Gerlach

Teilprojektleitungen: Prof. Dr. Andres Acher und Prof. Dr. Saskia Bender

Projektmitarbeiterinnen:

Eda Lenz

Nina Penner

Sonja Gehrke

Logo BMFSFJ gefördert

Kurzbeschreibung des Vorhabens „MINTeinander“

Zentrale Idee des Projekts MINTeinander ist es, Grundschulkinder, ihre Eltern und eine MINT-Lehrperson nach internationalem Vorbild am Lernort Schule zusammenzubringen und dort im Rahmen von MINT-Nachmittagen gemeinsam an MINT-Impulsen zu arbeiten. Die größte Innovation des Projekts besteht darin, die MINT-Impulse nicht allein an den bundesdeutschen Lehrplänen für den Mathematik- und naturwissenschaftlichen Sachunterricht und damit am Lernort Schule auszurichten, sondern sie gleichermaßen aus der rekonstruktiven Analyse von MINT-Sinnbildungsprozessen in soziokulturell diversen Familien heraus zu entwickeln („MINT-Stories“). Wissenschaftlich entsteht dadurch die Möglichkeit, an den MINT-Nachmittagen qualitativ-rekonstruktiv Kernpraktiken der MINT-Sinnbildung (kurz: MINT-Kernpraktiken) zu identifizieren, die für Familie und Schule gleichermaßen anschlussfähig sind. Auf diese Weise trägt das Projekt zu einer, MINT-bezogenen Vernetzung von Familie und Schule im Kontext soziokultureller Vielfalt und zur Förderung von Chancengerechtigkeit bei. In soziokulturell möglichst diversen Familien, also auch in solchen mit sozialen oder finanziellen Risikolagen, mit Migrations- und Fluchterfahrung, sprachlichen Hürden und diversen Förderbedarfen aufseiten der Kinder, werden MINT-bezogene Sinnbildungsprozesse niedrigschwellig angeregt, multiperspektivisch analysiert und beispielhaft aufbereitet. Die didaktisch aufbereiteten Beispiele familialer MINT-Sinnbildung werden als MINT-Stories bezeichnet und als Grundlage für die weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit genutzt. Aus den familialen MINT-Stories werden neun lehrplankonforme MINT-Impulse als evidenzbasiertes Material für Familie und Unterricht entwickelt. 

Für eine wechselseitige, fachbezogene Vernetzung von Familie und Schule werden an sechs soziokulturell diversen Grundschulen im Laufe eines Schuljahres mehrere MINT-Nachmittage gestaltet. Die Innovation von MINTeinander besteht zugleich darin, auch Lehrpersonen dabei zu unterstützen, thematisch und diskursiv an die MINT-Bildungspraxis der Familien anzuknüpfen. 

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