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Fakultät für Gesundheitswissenschaften

Das Ehemaligen-Netzwerk

Uni-Halle
© Universität Bielefeld

Interview mit Dr. Malte Haring

Vorstellung: Was machst du heute?

Ich bin Geschäftsführer der inav GmbH – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung in Berlin. Die inav GmbH gehört zu den führenden Forschungs- und Beratungsinstituten im Gesundheitswesen. In unserem 25-köpfigen Team bündeln wir Kompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Unsere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Versorgungsforschung, innovative Versorgungskonzepte, Evaluation und Studien, Data Analytics und Outcomes Research, Digital Health, Projektmanagement und Marktzugang. 
Zudem leite ich die Regionalinitiative Mitte/Ost des Bundesverbandes Managed Care e. V. (BMC) und bin Gastdozent an der Technischen Universität Dresden sowie an der FU Berlin.

Beschreibe bitte deinen Werdegang: Was waren deine Stationen?

Nach meinem Bachelor-Studium in Health Communication an der Universität Bielefeld habe ich an der Uni Duisburg/Essen ein Master-Studium in Medizinmanagement absolviert. Anschließend habe ich bei der Unternehmensberatung KPMG im Bereich Public Sector Consulting gearbeitet. Dort habe ich mich u. a. mit Fragen zur digitalen Transformation im öffentlichen Sektor sowie mit Prozessverbesserungen und Change Management auseinandergesetzt. Nach dieser spannenden Zeit bin ich dann 2019 zur inav GmbH gewechselt, um dort als Projektleiter Innovationen im Gesundheitswesen wissenschaftlich und beratend zu begleiten. 2021 wurde mir dort eine Position als stellvertretender Geschäftsführer angeboten und seit 2023 bin ich Geschäftsführer, gemeinsam mit dem Institutsgründer Prof. Dr. Volker Amelung. Parallel zu meiner Tätigkeit am inav habe ich eine Promotion in Public Health an der Medizinischen Hochschule Hannover begonnen und 2024 abgeschlossen.

Was waren Herausforderungen?

Die Komplexität des Gesundheitssystems ist schon eine Herausforderung in sich, insbesondere wenn es darum geht, Innovationen und ihren Effekt bzw. Erfolg zu bewerten. Gleichzeitig benötigt man einen langen Atem, da Veränderungsprozesse viel Zeit und Engagement erfordern. Zudem sind die unterschiedlichen Perspektiven der Akteure, die an der Versorgung beteiligt sind, von immenser Bedeutung. Es ist wichtig, diese zu verstehen und moderieren zu können, um Themen voranzubringen.

Was hat dich motiviert, an die Fakultät für Gesundheitswissenschaften zu kommen?

Dazu fallen mir viele Gründe ein, die zwei wichtigsten sind vermutlich: 
1) Die interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung: Heterogene Teams erreichen mehr und insbesondere das Thema Gesundheit erfordert das bewusste Einbinden von unterschiedlichen Erfahrungen und Persönlichkeiten, 
2) Teil einer Disziplin zu sein, die einen positiven Wandel für die Menschen erzeugen möchte: Konzepte, Gesetze und Strukturen zu unterstützen, die Menschen gesünder leben lassen, ist eine großartige Motivation und fühlt sich auch nach 15 Jahren immer noch wichtig an.

Was würdest du deinem Erstsemester-Ich raten und sagen wollen – mit deiner Erfahrung von heute?

Ich würde meinem Erstsemester-Ich raten, die Balance zu finden: Erfolg kommt nicht nur durch die ständige Auseinandersetzung mit den Inhalten, sondern auch durch Pausen und neue Erfahrungen. Sei engagiert und fokussiert, aber gib dir auch Raum, um das Leben zu genießen und Kontakte zu knüpfen. Man muss nicht alles sofort wissen: Vertraue darauf, dass sich der Weg mit der Zeit zeigt.

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