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Tipps für die Recherche

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen allgemeine Suchtipps vor, die Ihnen bei der Recherche in den meisten Suchmaschinen, Fachdatenbanken, Bibliothekskatalogen und anderen Suchdiensten helfen.

Das Personal an der Servicetheke des Bibliotheksdienstleistungszentrums hilft Ihnen bei allen Fragen zur Nutzung der Bibliothek, zur Suche nach Literatur, zur Ausleihe, zu Fernleihbestellungen, zum Zugriff auf E-Medien, zum Ausweis oder zu Gebühren - auch online im Chat oder per E-Mail. Melden Sie sich bei uns, wenn Sie nicht weiterkommen!

Allgemeine Suchtipps

  • Wenn Sie Informationen über eine Person suchen, geben Sie den Namen der Person in der Form "Vorname Nachname" ein und nutzen Sie die Phrasensuche (z.B. "albert einstein").
  • Wenn Sie dagegen alle Titel von einem Verfasser finden möchten, geben Sie den Autor in der Form "Nachname, Vorname" ein (einstein, albert) und wählen Sie das Suchfeld "Autor" oder "Person".
  • Wenn Sie ein ganz bestimmtes Werk eines Verfassers suchen, beschränken Sie sich auf den Nachnamen des Verfassers und ergänzen Sie die Suche um Worte aus dem Titel, z.B. einstein relativitätstheorie und nutzen Sie das Suchfeld "Alle Felder" oder "Freitext".
  • Geben Sie bei der Suche nach einem Titel 2-3 Stichwörter ein. Dies reicht meistens, um die Treffermenge einzugrenzen.
  • Je mehr Wörter Sie eingeben, desto kleiner wird zwar die Treffermenge, aber desto schneller kann es auch passieren, dass Sie den gesuchten Titel nicht finden, weil sich die Schreibweise unterscheidet oder Sie sich vertippt haben.
  • Wählen Sie das Suchfeld "Titel" um die Treffermenge einzugrenzen.
  • Alternative: Ergänzen Sie ggf. den Nachnamen des Autors, um die Treffermenge zu reduzieren. Suchen Sie in diesem Fall im Suchfeld "Alle Felder" oder "Freitext".
  • Wenn Sie keinen konkreten Titel suchen, sondern ein Thema, dann geben Sie 2-3 Stichwörter ein und benutzen Sie die "Einfache Suche" oder Suchfelder wie "Alle Felder", "Freitext", "Thema" oder "Schlagwort". Suchen Sie nicht direkt im Feld "Titel".
  • Nutzen Sie Platzhalter oder die Synonymensuche, um auch ähnliche Begriffe oder verschiedene Schreibweisen zu finden.
  • Einige Datenbanken oder Bibliothekskataloge bieten Funktionen wie "Browsing", "Systematik" oder "Stöbern". Sie können hier ein allgemeines Thema wählen und sich dann zu spezifischen Themen durchklicken. Vorteil: Sie finden – unabhängig vom eigentlichen Titel eines Dokuments – Literatur zu einem bestimmten Thema, ggf. auch in verschiedenen Sprachen.
  • Groß- und Kleinschreibung müssen Sie bei der Recherche nicht berücksichtigen. Es werden immer alle Schreibformen gefunden.
  • Verwenden Sie bei Suchbegriffen mit Sonderzeichen, wie den Akzent bei mathématique oder das Å bei Årsbok, die Grundform des Buchstabens (im Beispiel also e oder a).
  • Umlaute (ä, ö, ü) und das ß werden in der Regel auch in aufgelöster Form (ae, ue, oe, ss) gefunden. Eine Suche nach Erlass findet also auch den Erlaß mit ß.
  • In manchen Fachdatenbanken – vor allem aus dem englischsprachigen Raum – werden die Umlaute z.B. im Titel eines Aufsatzes nicht in die Grundform umgewandelt, sondern in den "passenden" Buchstaben ohne Umlaut (statt ä also a und nicht ae). Dies ist dann auch bei der Recherche zu berücksichtigen.

Sind Sie sich bei der Schreibweise eines Wortes unsicher, gibt es verschiedene Schreibweisen oder möchten Sie alle Begriffe mit einem bestimmten Wortstamm finden, verwenden Sie das Fragezeichen (?) oder das Sternchen (*) als Platzhalter. Das Fragezeichen ersetzt genau ein Zeichen, das Sternchen ersetzt beliebig viele Zeichen.

  • Sie suchen nach: kind*
    Sie erhalten Ergebnisse, die Wörter enthalten, die mit "Kind" oder "kind" beginnen (Kind, Kinder, Kindheit, Kinderbetreuung, kindlich, kindisch usw.)
  • Sie suchen nach: gra*ik
    Sie erhalten Ergebnisse, die die Wörter Grafik oder Graphik enthalten (allerdings finden Sie auch Wörter wie Grammatik)
  • Sie suchen nach: katze?
    Sie erhalten Ergebnisse, die die Wörter Katze oder Katzen enthalten, aber nicht Katzenfutter (da das ? nur ein Zeichen ersetzt)

Achten Sie darauf, das Sternchen nicht zu weit am Anfang des Wortes oder zu weit am Ende zu setzen. Setzen Sie das Sternchen zu weit am Anfang, werden Sie auch irrelevante Ergebnisse finden. Setzen Sie das Sternchen zu weit am Ende, werden Sie Begriffe ausschließen, die für Sie relevant sind.

Beispiel: Sie suchen Begriffe zum Thema "Medienkompetenz". Sie möchten aber auch die Pluralform (Medienkompetenzen), Komposita (Medienkompetenzvermittlung) oder ähnliche Wörter (Medienkompetent) finden.

  • Suchen Sie z.B. nach medienkom* finden Sie auch für Sie viele irrelevante Treffer zur "Medienkommunikation" oder "Medienkombination"
  • Suchen Sie nach medienkomp* werden Sie immer noch einige irrelevante Titel z.B. zu "Medienkomponisten" oder "Medienkomparatistik" finden
  • Setzen Sie den Platzhalter erst hinter dem z (medienkompetenz*) finden Sie dagegen keine Titel, die nur das Wort "Medienkompetent" beinhalten
  • Die beste Position für den Platzhalter ist in diesem Fall medienkompeten*

In aller Regel können Sie einen Platzhalter nur einmal in einem Wort setzen. Eine Suche wie gra*ik*, um die Wörter Grafik, Graphik, Grafiken, Graphiken usw. zu finden, ist also nicht möglich. In manchen Suchdiensten können Platzhalter überhaupt nicht oder nur am Ende eines Wortes verwendet werden oder es kann das Sternchen verwendet werden, aber nicht das Fragezeichen. Am Anfang eines Wortes können Sie Platzhalter in aller Regel nicht verwenden.

Bei einigen Suchdiensten werden bei der Recherche automatisch weitere Wortformen oder ähnliche Begriffe mit abgesucht. Voraussetzung dafür ist, dass das Wort und alle anderen Wortformen in einem Wörterbuch hinterlegt sind. Dies ist bei nicht-englischsprachigen Begriffen oft nicht der Fall. Wenn Sie einen Platzhalter verwenden, wird die automatische Suche nach weiteren Wortformen oder ähnlichen Begriffen ausgeschaltet. Es kann daher sein, dass Sie beim Setzen eines Platzhalters weniger Treffer finden als ohne Platzhalter.

Viele Suchdienste – insbesondere Suchmaschinen wie Google – setzen bei der Recherche KI-Systeme ein oder führen eine unscharfe Suche durch.

So können Sie in Suchmaschinen wie Google inzwischen einfach Fragen stellen (von "Wie schreibe ich eine Hausarbeit?" bis "Wo kann ich einen Zeitschriftenartikel veröffentlichen") und erhalten häufig direkt eine passende Antwort. Häufig muss man gar nicht mehr auf einen Treffer klicken, da die KI die Antwort liefert. Internetanbieter haben bereits festgestellt, dass die Zugriffszahlen auf das eigene Internetangebot aus einer Google-Trefferliste heraus deutlich zurückgegangen sind, seitdem Google nach einer Suche direkt mit Hilfe seiner KI Antworten anzeigt. Was allgemein bei der Recherche mit KI-Tools zu beachten ist, darauf erhalten Sie Antworten auf unserer Webseite Literaturrecherche mit KI. Dort finden Sie auch Schulungen zum Thema "KI".

Bei der unscharfen Suche werden – anhand des Abgleichs mit Wörterbüchern, Suchanfragen anderer Nutzer oder dem Einsatz von KI – auch "ähnliche" Suchbegriffe gefunden. Tatsächliche oder vermeintliche Rechtschreibfehler werden automatisch korrigiert, es werden automatisch Platzhalter ergänzt oder weitere Wortformen (Plural, Genitiv etc.) gesucht.

Die unscharfe Suche lässt sich je nach Suchdienst auf verschiedenen Wegen abschalten: entweder durch das Setzen von Anführungszeichen oder eines + vor dem Wort oder durch die Auswahl besonderer Suchfelder oder Anhaken einer Checkbox ("exakte Suche"). Suchdienste, die eine unscharfe Suche durchführen, ermöglichen häufig nicht das Setzen von Platzhaltern oder Sie schalten durch das Setzen eines Sternchens die automatische Suche nach Wortformen aus und finden daher am Ende sogar weniger Treffer als ohne Platzhalter.

In manchen Suchdiensten können Sie durch Eingabe eines Zeichens hinter einem Wort explizit angeben, dass Sie auch ähnliche Suchbegriffe finden möchten. Geben Sie z.B. in unserem Bibliothekskatalog haus~ ein (das Zeichen ~ am Ende nennt sich Tilde) finden Sie auch Titel, die – neben dem Wort Haus - z.B. das Wort Hause oder Häuser enthalten.

Suchbegriffe kombinieren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um mehrere Suchbegriffe innerhalb eines Suchfelds oder Begriffe in verschiedenen Suchfeldern miteinander zu kombinieren. In vielen Datenbanken, Bibliothekskatalogen und Suchmaschinen gibt es folgende Kombinationsmöglichkeiten:

Verwenden Sie das Wort AND (in Großbuchstaben), das Pluszeichen oder einfach das Leerzeichen, um Treffer zu erhalten, in denen alle Suchbegriffe vorkommen.

  • medizin AND ki
  • medizin +ki
  • medizin ki

Bei Verwendung des Leerzeichens werden zum Teil zuerst die Treffer angezeigt, in denen alle Suchbegriffe vorkommen, und dann die, in denen nur einige oder einer der eingegebenen Suchbegriffe vorkommt.

Verwenden Sie Anführungszeichen, um Treffer zu erhalten, in denen die gesuchten Begriffe direkt hintereinanderstehen. Dies ist sinnvoll bei feststehenden Begriffen oder Namen.

  • "star trek"
  • "raumschiff enterprise"
  • "james t. kirk"

Beachten Sie, dass Sie durch die Phrasensuche das Suchergebnis sehr stark einschränken können und Sie bei der Phrasensuche alle Wörter einer Phrase eingeben müssen. Heißt der Titel z.B. "Werke von Schiller und von Goethe" würden Sie ihn bei der Suche nach "werke von schiller und goethe" nicht finden, wenn Sie die Phrasensuche verwenden, da zwischen dem Wort "und" und "Goethe" noch das Wort "von" steht.

Möchten Sie gleichzeitig nach verschiedenen Wörtern mit der gleichen Bedeutung suchen, nach Abkürzungen und aufgelöster Form oder in verschiedenen Sprachen, verwenden Sie OR (in Großbuchstaben) oder runde Klammern, um Treffer entweder mit dem einen oder dem anderen (oder beiden Suchbegriffen) zu erhalten. Teilweise müssen Sie auch beides verwenden.

  • ki OR "künstliche intelligenz"
  • (ki "künstliche intelligenz")
  • (ki OR "künstliche intelligenz")

Da der Suchbereich bei einer ODER-Verknüpfung stark erweitert wird, finden Sie häufig sehr viele Treffer. Daher ist es sinnvoll, die Suche um einen Begriff oder Begriffe zu ergänzen, die vorkommen müssen

  • medizin AND ki OR "künstliche intelligenz"
  • medizin AND (ki OR "künstliche intelligenz")
  • medizin (ki "künstliche intelligenz")

Beachten Sie hierbei, ob und wie eine Suchmaschine die Begriffe miteinander kombiniert, da die Suche nach medizin AND ki OR "künstliche intelligenz" von einer Suchmaschine auch so interpretiert werden könnte, dass nach den Begriffen medizin und ki gesucht wird oder nach der Phrase "künstliche intelligenz".

Verwenden Sie das Wort NOT (in Großbuchstaben) oder das Minuszeichen, um Treffer zu erhalten, die zwar den ersten Suchbegriff beinhalten, jedoch nicht den zweiten.

  • ki NOT risiko
  • ki -risiko

Beachten Sie, dass manche Suchmaschinen das Wort NOT nicht als Suchkombination "verstehen" und stattdessen nach dem deutschen Wort "Not" suchen.

Bitte beachten Sie auch, dass Sie mit NOT evtl. Seiten ausschließen, die eigentlich zu Ihrer Suchanfrage passen, und Seiten finden, die Sie eigentlich ausschließen möchten. Eine Seite mit dem Titel "Hier geht es die Chancen von KI, nicht um das Risiko" würde mit der Suche nach ki -risiko nicht gefunden werden, weil auf der Seite das Wort risiko auftaucht. Dagegen finden Sie Seiten, in denen das Wort, das Sie eigentlich ausschließen möchten, lediglich in einer anderen Form (Synonym, Plural) steht, z.B. "Die Risiken von KI" oder "Die Gefahren von KI".

Da es aufgrund dieser Probleme sehr schwer ist, einen ganzen Themenbereich auszuschließen, ist es daher oft besser, die Suche über AND oder Phrasen stärker einzuschränken, statt Begriffe auszuschließen. Ausnahme sind Fachdatenbanken, bei denen man z.B. gezielt einzelne Themengebiete ausschließen kann.

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