
AdamS ist ein vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördertes Verbundprojekt, das der Fragestellung nachgeht, wie Grundschullehrkräfte ihren Unterricht adaptiv gestalten können, um möglichst allen Kindern in heterogenen Lerngruppen gerecht zu werden. Das Ziel des Projekts besteht in der Entwicklung einer Adaptionsmatrix für den Sachunterricht, sie basiert auf der Analyse von 235 Unterrichtsvideografien aus einem Vorgängerprojekt. Die Adaptionsmatrix soll für (angehende) Lehrkräfte einen praxisnahen Orientierungsrahmen für den systematischen Einsatz adaptiver Handlungsstrategien im Unterricht bieten und zugleich zu besseren Bildungschancen für alle Lernenden beitragen. In der anschließenden Implementationsphase des Projekts findet eine Erprobung des Produkts statt, in der Grundschullehrkräfte die Matrix im Sachunterricht anwenden und im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitstudie die fachlichen und überfachlichen Wirkungen adaptiver Strategien untersucht werden sollen.
Zur Erreichung dieser Zielstellungen wird über den gesamten Projektverlauf hinweg auf eine enge Wissenschafts-Praxis-Kooperation gesetzt. Hierfür wurde ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftler*innen der Universitäten zu Köln, Bielefeld und Paderborn Fachleiter:innen der Zentren für schulpraktische Lehrer:innenausbildung in Bielefeld und Minden sowie erfahrenen Grundschullehrkräfte aus dem Kreis Paderborn.
Das Projekt knüpft an die erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis im vorausgegangenen Verbundprojekt "Didaktisch-diagnostische Potenziale des inklusionsorientierten Sachunterrichts" (DiPoSa) an, das von 2021 bis 2024 durchgeführt und vom BMBF gefördert wurde. Darüber hinaus greift das Projekt die Idee des Fokusbereiches REFLECT der Universität Bielefeld auf, der kritisches Denken erforschen und fördern will, um Schüler:innen auf die Teilhabe als kritische Bürger:innen in Demokratien vorzubereiten.
