skip to main contentskip to main menuskip to footer Universität Bielefeld Play Search

Herr Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal

Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Prof. em. Dr. Klaus-Michael Bogdal - Kontakt

Mail: klaus_michael.bogdal@uni-​bielefeld.de

Telefon Sekretariat: 0521 / 106 3702 (Frau Schrottenloher)

Sprechzeiten: Bitte per E-Mail Kontakt aufnehmen

Lebenslauf

Bogdal wurde als Sohn des Bergarbeiters und späteren Journalisten und Überlebenden des NS-Regimes Hermann Bogdal in Gelsenkirchen geboren. Sein Abitur machte er 1967 am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Marl/Westf. An der Ruhr-Universität Bochum, wo er 1976 promoviert wurde, studierte er Germanistik, Slavistik und Philosophie. Danach arbeitete er als Lehrer am Bert-Brecht-Gymnasium, als Fachleiter in Dortmund und als Dozent an der Universität-GHS Essen. 1991 hat sich Bogdal an der Universität Essen habilitiert. 1992 wurde er auf eine Professur an der Pädagogischen Hochschule Freiburg berufen. 1996 folgte er einem Ruf auf einen Lehrstuhl an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Seit Ende 2001 hatte Bogdal die Professur für Germanistische Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Neue deutsche Literatur inne. In dieser Zeit übernahm er verschiedene Funktionen im Deutschen Germanistenverband und im DAAD.

1995 war er Gastprofessur an der Universität Graz. Seit 1990 hielt er an zahlreichen europäischen und nord- und südamerikanischen und asiatischen Universitäten, u.a. Brown, Princeton, Columbia, NYU, Amherst, Duke Vorträge.

Nach seiner Emeritierung 2017 war er bis 2021 Senior Research Professor und Chair der Bielefelder Norbert Elias-Lectures. Seit 2024 ist er Senior Adviser der DFG-Forschungsgruppe Antiziganismus und Ambivalenz in Europa (1850–1950).

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Gegenwartsliteratur, Literaturtheorie, Wissenschaftsgeschichte und den europäischen Dimensionen kulturhistorischer Entwicklungen. Zu diesen Themen hat er zahlreiche Publikationen vorgelegt. Er leitete die DFG-Projekte „Die Rezeption deutscher Gegenwartsliteratur auf dem Theater in Frankreich“ (2006–2009) und „Europakonstrukte und Konstrukte des Europäischen zwischen 1930 und 1960“ (2009–2012). Zwischen 2007 und 2009 wurde im Opus-Magnum-Programm der Initiative Pro Geisteswissenschaften sein Forschungsvorhaben „Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte kultureller Gewalt“ gefördert. Für das daraus hervorgegangene Buch „Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung“ erhielt er 2013 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Es wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Es gehört zu den meistrezensierten Sachbüchern der letzten Jahre und gilt international als Standardwerk.

Bogdal war stellvertretender Vorsitzender im Advisory Board des RomArchive, das 2019 den Großen Preis der European Heritage Awards und 2020 den Grimme Online Award erhielt. Außerdem war er Mitglied der Unabhängigen Expertenkommission Antiziganismus der deutschen Bundesregierung (2019-21).

Publikationen

Aktuelle Veröffentlichungen

Perspektivwechsel. Nachholende Gerechtigkeit. Partizipation.

Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus, hrsg. vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Berlin 2021

Cover der Broschüre Perspektivwechsel, Nachholende Gerechtigkeit, Partizipation

https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen/perspektivwechsel-nachholende-gerechtigkeit-partizipation--1944614

 

Broschüre, 608 Seiten
Stand: 21. Juli 2021
Sprachen: Deutsch
Artikelnummer: BMI21028

Europa erfindet die Zigeuner - eine Geschichte von Faszination und Verachtung

Buchcover Europa erfindet die Zigeuner

Forschung

back to top