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Lehrveranstaltungen

Vorlesungen im Sommersemester 2022

Soziologie und Psychologie des Strafverfahrens

Die Vorlesung „Soziologie und Psychologie des Strafverfahrens“ unterscheidet sich von Ihren bisherigen Vorlesungen. Im Zentrum steht nicht Normwissen zum Straf- und Strafprozessrecht, vielmehr werden diese Rechtskenntnisse vorausgesetzt und nur noch partiell ergänzt. In der Vorlesung geht es stattdessen um die Vermittlung der nicht-dogmatischen Schlüsselqualifikationen und um die interdisziplinären Grundlagen des Strafprozesses.
Die nicht-dogmatischen Schlüsselqualifikationen sollen Sie auf Ihre spätere Berufstätigkeit vorbe-reiten. Behandelt werden die Themen „Verhandlungsmanagement und Verständigung“, „Kommunikation und Interaktion im Strafverfahren“, „Mandantengespräch“, „Zeugenvernehmung“ (auch: Glaubhaftigkeitsbeurteilung von Zeugenaussagen) sowie „Plädoyer“. Diesbezüglich werden theoretische Grundlagen vermittelt, die für die spätere Praxis des Strafverfahrens und für ein besseres Verständnis der praktischen Rechtsfindung von Bedeutung sind.
Die Vorlesung ist als wöchentlich stattfindende Präsenzveranstaltung konzipiert. Vorlesungsbeginn ist nach Ostern (20.4.2022). Die Veranstaltung wird im Team-Teaching von Frau Prof.‘in Dr. Schmitt-Leonardy sowie Herrn Prof. Dr. Barton durchgeführt.
Es werden SPB-Hausarbeiten sowie eine Klausur angeboten (SPB 8, Bereich 3).
 

Bitte beachten Sie, wenn Sie eine Themenhausarbeit schreiben wollen, die nachfolgenden Empfehlungen (Formalien) und Ratschläge:

Vorlesungen im Wintersemester 22/23

Fehlurteile im Strafverfahren (Vorlesung)

Was sind die Ursachen für Fehlurteile? Lassen sie sich verhindern? Kann man Justizirrtümer korrigieren? Das sind die zentralen Fragen für die Vorlesung, auf die nach Antworten aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten gesucht wird. Es geht erstens um typische Fehlerquellen im Strafverfahren (also um die kriminalistischen Ursachen von Justizirrtümern), zweitens um Möglichkeiten, diese Fehlerquellen im tatgerichtlichen Verfahren auszuschalten (also um die Prävention von Fehlurteilen durch entsprechende Ermittlungen bzw. effektive Verteidigung) sowie drittens um das Wiederaufnahmeverfahren gem. §§ 359 ff. StPO (also um etwaige strafprozessuale Korrekturmöglichkeiten). Die Vorlesung steht in enger Verbindung mit dem Seminar „Fehlurteile im Strafverfahren II – Praxis“. Wer an der Vorlesung teilgenommen hat, kann im darauffolgenden Semester eigenständig an realen Wiederaufnahmeverfahren mitwirken.

Eine 150minütige Klausur (SPB 8 Bereich 3) sowie Hausarbeiten werden angeboten.

Fehlurteile im Strafverfahren II - Praxis (Seminar)

In der Lehrveranstaltung „Fehlurteile im Strafverfahren II – Praxis“ geht es um die Untersuchung von rechtskräftigen Strafurteilen auf etwaige Fehler sowie um die Bearbeitung konkreter Wiederaufnahmeverfahren.
Das Seminar richtet sich speziell an Studierende, die an der Vorlesung „Fehlurteile im Strafverfahren“ im Sommersemester 2021 teilgenommen haben; andere Interessierte können nur ausnahmsweise teilnehmen.
Schon in den beiden letzten Semestern hat sich eine Gruppe von Studierenden zusammengefunden, die damit begonnen hat, erste konkrete Fälle zu bearbeiten.
In diesem Semester soll die Arbeit an den in Angriff genommenen Wiederaufnahmefällen fortgesetzt werden; zusätzlich werden neue Fälle aufgegriffen und ggf. konkret bearbeitet. Die Lehrveranstaltung findet je nach Bedarf (in Abhängigkeit von den Fortschritten bei der Fallbearbeitung) in Präsenz statt. Die Einladungen zu den jeweiligen Terminen erfolgt per E-Mail-Verteiler.
Kontakte mit Praktikern und Strafgefangenen – sofern die Corona-Regeln dies gestatten – sind vorgesehen. Die Veranstaltung bildet die dritte Säule der studentischen Rechtsberatung an der Universität Bielefeld (neben der Rechtsberatung im Zivilrecht sowie der Refugee Law Clinic).
Es werden keine Leistungskontrollen angeboten. Auf Wunsch kann ein Teilnahmezertifikat ausgestellt werden.


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