
Der Klimawandel bringt zunehmend spürbare Veränderungen mit sich, die auch den Hochschulbetrieb beeinflussen. Unter dem Begriff Klimafolgenanpassung werden alle Maßnahmen verzeichnet, die darauf abzielen, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und die Universität widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen zu machen. Während Klimaschutz darauf ausgerichtet ist, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, geht es bei der Klimafolgenanpassung darum, sich auf bereits eingetretene und künftige Klimaveränderungen vorzubereiten.
Die Universität Bielefeld befasst sich im Rahmen ihrer Aufgaben an verschiedenen Stellen mit diesem Thema und arbeitet daran, den Campus insgesamt klimaresilienter zu gestalten und Arbeitsabläufe an geänderte klimatische Bedingungen anzupassen. Dabei werden verschiedene Handlungsfelder berücksichtigt, die von der Begrünung der Außenflächen über bauliche Aspekte bis hin zu organisatorischen Anpassungen reichen.
Die Universität ergreift Maßnahmen, um mit steigenden Temperaturen und häufigeren Hitzeperioden umzugehen. Mögliche Maßnahmen sind die Anpassung von Arbeitszeiten während extremer Hitzeperioden, die Bereitstellung von Informationen zu gesundheitsgerechtem Verhalten bei Hitze, die Prüfung von Kühlungs- und Belüftungsmöglichkeiten sowie die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung für Studierende und Mitarbeitende. Mehr Information zum richtigen Verhalten bei Hitze findet sich auf dem Hitzeportal der Universität.
Ein Beispiel dafür, wie die Universität die sich ändernden klimatischen Bedingungen in ihrer Arbeit berücksichtigt, sind die Neupflanzungen von Bäumen und Gehölzen auf dem Campus. Dabei wird darauf geachtet, Arten auszuwählen, die voraussichtlich besser mit den veränderten Bedingungen zurechtkommen. Bevorzugt werden hitze- und trockenheitstolerante Arten, die auch bei längeren Trockenperioden ohne intensive Bewässerung auskommen und sich somit auch langfristig bei weniger Regen behaupten können.