• Fortbildungen für Forschende und Lehrende

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Online-Workshop:

Zusammen lernt man weniger allein: Kollaborative Arbeitsaufträge für Selbstlernphasen in digitalen Lehr-Lernsettings gestalten

Melanie Fröhlich & Marko Wenzel | 10.3.2021, 13.00-14.00 Uhr (Kick-Off-Meeting) & 19.3.2012, 9.00-15.00 Uhr (Online-Workshop) | Die Zugangsdaten zum Zoom-Meeting erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung.

Wir blicken bereits auf zwei Online-Semester zurück: Für Studierende sind die Anforderungen im Selbststudium gestiegen, viele fühlen sich überfordert oder allein gelassen. Insbesondere der Peer-Kontakt wird vermisst. Lehrende hingegen vermissen Rückmeldung von Studierenden und wünschen sich mehr Resonanz und Beteiligung in den Zoom-Meetings. Vor diesem Hintergrund planen wir das digitale Sommersemester 2021.

Aus didaktischer Sicht bieten kollaborative Arbeitsaufträge für Studierende vielversprechende Lösungsansätze auf die geschilderte Problemlage. Allerdings ist es nicht einfach mit mehr Gruppenarbeiten getan. Die Konzeption von kollaborativen Arbeitsaufträgen ist anspruchsvoll, wenn diese lernförderlich, motivierend und herausfordernd sein sollen. Worauf beim Aufgabendesign zu achten ist, gehen wir im Workshop in einem Fünfschritt nach:

  • Herausfordern: Was zeichnet einen herausfordernden Arbeitsauftrag aus, der nicht einfach allein oder arbeitsteilig (kooperativ) bearbeitet werden kann, sondern bei dem sich ein Mehrwert in einem arbeitsgleichen (kollaborativ) Vorgehen ergibt? Was sollen die Studierenden dabei lernen, welche Kompetenzen erwerben? Welche Formen von Gruppenarbeitsaufträgen (problem- oder projektorientiert, einmalig oder wiederkehrend, …) eignen sich für meine Lehrveranstaltung in meinem Fach?
  • Anleiten: Wie können Studierende zum kollaborativen Arbeiten angeleitet werden? Welche Punkte sollten transparent gemacht werden? Wie kleinschrittig oder offen sollten die Arbeitsaufträge formuliert werden? Was passt zur jeweiligen Lerngruppe und den Lernzielen?
  • Begleiten: Wie könnte eine Unterstützung während der Arbeitsgruppenprozesse aussehen? Welches Material wird benötigt? Lässt sich (Peer-)Feedback auf Zwischenstände einplanen? Wie erhalte ich als Lehrende*r Einblick in die Lern- und Gruppenprozesse?
  • Integrieren: Wie ist die kollaborative Arbeit in die Lehrveranstaltung integriert, insbesondere in Präsenzzeiten (Zoom-Meetings)? Wie werden Ergebnisse präsentiert oder damit weitergearbeitet?
  • Tools verwenden: Welche Tools sind für die Bearbeitung der Arbeitsaufträge nötig? Welche können die Zusammenarbeit der Studierenden unterstützen? Wie werden die Studierenden auf den Umgang mit diesen Tools vorbereitet? Welche Tools werden vorgegeben, an welchen Stellen müssen sich die Studierenden selbst organisieren?

So kann die gut durchdachte Konzeption kollaborativer Arbeitsaufträge zur Gewohnheit werden (HABIT).

Die Idee des Workshops ist, dass Sie selbst eine Erfahrung mit einer Gruppenarbeit machen und sich so theoretisch und praktisch mit den besonderen Herausforderungen von Gruppenprozessen auseinandersetzen können. Voraussetzung für den Workshop am 19.03. ist die Teilnahme an einem Kick-Off-Meeting am 10.03. Dort werden wir Gruppen bilden und einen Arbeitsauftrag als Vorbereitung für den Workshop geben. Diesen Perspektivwechsel wollen wir für die Konzeption eigener Arbeitsaufträge nutzen. Kürzere Inputs werden dann immer wieder von Arbeitsphasen ergänzt, in denen Sie im kollegialen Austausch Ideen für kollaborative Arbeitsaufträge entwickeln können. Begleitend setzen wir den LernraumPlus ein.

Dabei nehmen wir auch das Zusammenspiel von asynchronen und synchronen Elementen in den Blick, so dass attraktive Blended-Learning-Formate vorbereitet werden können. Wenn eine Rückkehr zur Präsenzlehre möglich wird, kann auf diesen Vorarbeiten aufgebaut werden.  

Zielgruppe:

Dieser Workshop richtet sich an Lehrende der Universität Bielefeld und Teilnehmende des Qualifizierungsprogramms "Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule".

Diese Veranstaltung wird im Bielefelder Zertifikat für Hochschullehre mit 7 AE für das Methodenmodul Themenfeld A (Didaktische Methoden) angerechnet.

Diese Veranstaltung wird im Zertifikat "Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule" mit 7 AE für das Erweiterungsmodul (II) im Themenfeld Lehren und Lernen (1) oder Innovation in Studium und Lehre entwickeln (5) angerechnet.

Kontakt & Anmeldung

Anke Schayen

+49 (0)521 / 106-3367
pep_lehre@uni-bielefeld.de

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