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  • Fakultät für Erziehungswis­senschaft

    Campus der Universität Bielefeld
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AG 1

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Kontakt

Diana Uffmann

Sekretariat

Telephone
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-109

Anschrift

Gebäude Z
Konsequenz 41a
33615 Bielefeld

Allgemeine Erziehungswissenschaft

Die AG 1 befasst sich mit grundlagentheoretischen Fragestellungen der Erziehungswissenschaft. Die Mitarbeiter*innen setzen sich in historisch-systematischer Perspektive und entlang sozial- und kulturwissenschaftlicher Zugänge mit pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Grundbegriffen auseinander. Ihre Forschungsarbeiten sind vor allem in der Kindheits-, Jugend- und Geschlechterforschung sowie der Pädagogischen Anthropologie angesiedelt.


Schwerpunkte

Grundlagentheorien der Erziehungs­wissenschaft

  • Erziehung und Bildung
  • Kindheit und Adoleszenz
  • Subjekt und Subjektivierung
  • Generation und generationale Ordnung

Differenzierung, Normierung und Normalisierung in Kindheit und Jugend


Mitglieder

Prof.in Dr. Helga Kelle

Prof.in Dr. Helga Kelle

Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Allgemeine Pädagogik

Telephone
+49 521 106-3311
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-105
Prof.in Dr. Michaela Vogt

Prof.in Dr. Michaela Vogt

Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Theorie und Geschichte der Inklusiven Pädagogik

Telephone
+49 521 106-67754
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z2-134
Amanda Edler

Amanda Edler

Wissenschaftliche MitarbeiterinDFG-ProjektRisikoeinschätzung und Fallprozessierung in Frühen Hilfen und Kinderschutz (RiFFKi)

Telephone
+49 521 106-3314
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-103
Anna Hontschik

Anna Hontschik

Wissenschaftliche MitarbeiterinDFG-ProjektRisikoeinschätzung und Fallprozessierung in Frühen Hilfen und Kinderschutz (RiFFKi)

Telephone
+49 521 106-86586
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-103
Dr. Melanie Babenhauserheide

Dr. Melanie Babenhauserheide

Projektleitung im DFG-ProjektDie Verhandlung von Vorstellungen über Liebe und Sexualität in jugendliterarischer male/male slash fiction

Telephone
+49 521 106-67758
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-101
Dr. Ulrike Becker

Dr. Ulrike Becker

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Telephone
+49 521 106-4535
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-102
Christoph Bierschwale

Christoph Bierschwale

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Telephone
+49 521 106-86787
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z2-131
Dr. Stephan Dahmen

Dr. Stephan Dahmen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Telephone
+49 521 106-3300
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-104
Till Neuhaus

Till Neuhaus

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Telephone
+49 521 106-86786
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z2-133
Dr. Sabine Kaiser

Dr. Sabine Kaiser

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Telephone
+49 521 106-3049
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-102
Dr. Ulrike Graff

Dr. Ulrike Graff

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Telephone
+49 521 106-3392
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-107
Marlene Pieper

Marlene Pieper

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telephone
+49 521 106-86785
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z2-132
Mark Schäffer-Trencsényi

Mark Schäffer-Trencsényi

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Telephone
+49 521 106-67831
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z2-135
Daniela Kloss

Daniela Kloss

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Telephone
+49 521 106-67764
Telephone secretary
+49 521 106-3320
Room
Gebäude Z Z0-100

Studium und Lehre

Die MitarbeiterInnen der AG 1 bieten Lehrveranstaltungen für Studierende aller Studiengänge der Fakultät für Erziehungswissenschaft an. Zum regelmäßigen Lehrangebot der AG 1 gehören Seminare und Vorlesungen zu folgenden thematischen Schwerpunkten:

  • Allgemeine Erziehungs- und Bildungstheorien
  • Historische Bildungsforschung und historisch-pädagogische Anthropologie
  • Historische, sozial- und kulturwissenschaftliche Kindheits- und Jugendforschung
  • Geschlechter-, Generationen- und Familienforschung
  • Konstruktionen von (Un)Gleichheit, Differenz und Normalität
  • Pädagogischer Umgang mit Heterogenität und Diskriminierung sowie Grundfragen der Inklusion
  • Theorien und Institutionen der (frühen) Bildung und Erziehung
  • Devianz und Delinquenz im Jugendalter
  • DoktorandInnen- und Forschungskolloquien

Darüber hinaus bieten wir auch immer wieder Veranstaltungen an, die eng mit unseren jeweiligen (Forschungs-)Projekten und aktuellen Arbeitsschwerpunkten verknüpft sind.


Forschung

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektleitung:

  • Dr.in Melanie Babenhauserheide

Projektlaufzeit:
10/2020-09/2023

Projektmitarbeiter/-innen:

  • Kalle Krämer

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektleitung:

  • Prof.in Dr. Helga Kelle

Projektlaufzeit:
1. Förderphase: 02/2006-02/2008
2. Förderphase: 02/2008-04/2010

Projektmitarbeiterinnen:

  • Dipl. Päd.in Marion Ott
  • Dipl. Päd.in Anna Schweda
  • Daniel Kettler
  • Corinna Zahrt-Omar

Assoziierte Mitglieder:

  • Dipl. Päd.in Rhea Seehaus
  • Dr.in Anja Tervooren

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektleitung:

  • Prof.in Dr. Helga Kelle

Projektlaufzeit:
04/2012-03/2015

Projektmitarbeiterinnen:

  • Dipl. Päd.in Anna Schweda
  • Dipl. Päd.in Manuela Grab
  • Anna Beutin

Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Projektleitung:

  • Dr.in Ulrike Graff

Projektlaufzeit:
09/2013-08/2016

ProjektmitarbeiterInnen:

  • Dipl. Päd.in Katja Kolodzig
  • Nikolas Johann M.A.

Zwischenbericht: Ergebnisse der Onlinebefragung genderpädagogischer Schulkooperationen der Jugendarbeit in NRW 2013/2014

Anschlussprojekt: Genderpädagogik in der Jugendarbeit. Beiträge zu einem Diskurs zwischen Forschung und Praxis

Gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Projektleitung:

  • Dr.in Ulrike Graff

Projektlaufzeit:
11/2016-3/2017

ProjektmitarbeiterInnen:

  • Dipl. Päd.in Katja Kolodzig
  • Kerstin Rehr M.A.

Gefördert durch die Dr.-Ritter-Stiftung

Projektleitung:

  • Dr.in Alina Pöge

Projektlaufzeit:
01/2010-12/2018

ProjektmitarbeiterInnen:

  • Dipl. Päd.in Nora Haertel

Veranstaltungen

2022

Gastvortrag Wilhelm Schmid

Prof.in Dr. Michaela Vogt | Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Theorie und Geschichte der inklusiven Pädagogik/ Fakultät für Erziehungswissenschaft lädt alle interessierten Studierenden und Lehrenden ein:

 

12. Januar 2022 | 18:00 - 19:30 Uhr | online

"Nicht für die Schule lernst du, sondern für’s Leben. Wilhelm Schmids Lebenskunst als die ‚bessere‘ Pädagogik?"

 

Tonspur des Vortrags "Nicht für die Schule lernst du, sondern für’s Leben":

https://uni-bielefeld.cloud.panopto.eu/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=1ec01b62-b31e-4108-acd9-ae21007996d3

 

 

Gastvortrag Dr. Christian Ydesen Aalborg Universitet

Prof.in Dr. Michaela Vogt | Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Theorie und Geschichte der inklusiven Pädagogik/ Fakultät für Erziehungswissenschaft lädt alle interessierten Studierenden und Lehrenden ein:

 

19. Januar 2022 | 18:00 - 19:30 Uhr | online

"What can we learn about global education from historical and global policy studies of the OECD?"


Zentren & Einrichtungen

Pädagogisches Museum

Das Pädagogische Museum wurde im Sommersemester 1982 aus privaten Sammelbeständen von Herrn Dr. Wehrmann als zentrale Einrichtung der Fakultät für Pädagogik eröffnet und über Jahre hinweg in seinem Bestandsgut weiter komplettiert. 2019 ist Herr Dr. Wehrmann verstorben, aus diesem Grund wurde das Pädagogische Museum zum 15.07.2019 geschlossen. Die Bestände wurden auf verschiedene Museen und Bibliotheken in OWL und NRW verteilt.

Das Pädagogische Museum umfasste:

  • Einen Ausstellungsbereich, der eine vollständig ausgestattete Schulklasse aus der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts zeigte.
  • Eine Dokumentationsstelle für regionale Kultur- und Schulgeschichte, in der Materialien zur Pädagogikgeschichte wie im Besonderen zur Schulgeschichte der Region gesammelt und für Unterrichts- und Forschungszwecke bereitgehalten wurden.

Die hier u.a. angelegte Sammlung historischer Schulbücher enthielt bibliophile Kostbarkeiten, zu denen zahlreiche Erstdrucke aus dem 18. und 19. Jahrhundert gehören.

Das Pädagogische Museum stellte mit seinen historischen Schulbänken, den Anschauungsobjekten und Demonstrationsgeräten, sowie den Lehr- und Arbeitsmaterialien den Typus einer einklassigen Dorfschule dar, wie er zur Kaiserzeit um 1900 und noch Jahrzehnte darüber hinaus in allen kleinen Ortschaften Westfalens und Lippes existiert hatte.


Publikationen

Graff U., Kolodzig K. & Johann N. (Hrsg.) (2016). Ethnographie - Pädagogik - Geschlecht. Projekte und Perspektiven aus der Kindheits- und Jugendforschung (Kinder, Kindheiten und Kindheitsforschung, 12) Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Der Sammelband stellt Berichte aus der pädagogischen Geschlechterforschung vor, die zum einen grundlegende Perspektiven zur ethnographischen Methodologie formulieren und zum anderen konkrete Forschungsergebnisse aus ethnographischen Projekten im Kontext von Kindheit und Jugend präsentieren. Dabei geht es unter anderem um ein theoretisches Verständnis von Differenzen und Unterscheidungspraktiken oder auch um die Berücksichtigung der normativen Verstricktheit der Forschenden in Beobachtungssituationen. Es werden methodologische Herausforderungen aufgegriffen, die für differenz- und ungleichheitssensibel angelegte Untersuchungen typisch sind und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer Ethnographie pädagogischer Geschlechterforschung leisten möchten.

Schmidt F., Schulz M. & Graßhoff G. (Hrsg.) (2016). Pädagogische Blicke. Weinheim, Basel: Juventa.

Pädagogische Blicke werden gegenwärtig vor allem aus professionalisierungstheoretischer Perspektive thematisiert. Mit grundlagentheoretischen und empirischen Beiträgen erweitert der Band die erziehungswissenschaftliche Debatte zur pädagogischen Praxis des Sehens und Wahrnehmens. <br/>Der Blick von pädagogischen Fach- und Lehrkräften rückt vermehrt ins Zentrum erziehungswissenschaftlicher Debatten. Geprägt von professionalisierungstheoretischen Perspektiven wird die Wahrnehmungsfähigkeit dabei als ein zentrales Moment pädagogischer Professionalität diskutiert und deren Optimierung angestrebt. Mit grundlagentheoretischen und empirischen Beiträgen zur pädagogischen Praxis des Sehens und Wahrnehmens erweitert der Band diese Debatte, indem er die Konstituierung und die Verfasstheit pädagogischer Perzeption untersucht.

Schmidt F., Schondelmayer A.-C. & Schroder U. B. (Hrsg.) (2015). Selbstbestimmung und Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt: Lebenswirklichkeiten, Forschungsergebnisse und Bildungsbausteine. Wiesbaden: VS Springer Verlag.

Das Anliegen dieses Bandes ist es, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt stärker ins Bewusstsein pädagogischer Kontexte zu rücken. Die Evaluationsstudie, die dieser Herausgabe voranging, weist auf ein Interesse und eine Bereitschaft hin, das Thema "Sexuelle Vielfalt" in der pädagogischen Praxis aufzugreifen und zu bearbeiten, macht aber zugleich gravierende Schwierigkeiten hierbei deutlich. Die präsentierten Bildungsbausteine und Anwendungsvorschläge sind als Respons auf diesen Befund zu verstehen und einhergehend damit als Hilfestellung für Praktiker_innen gedacht.

Althans B., Schmidt F. & Wulf C. (Eds.) (2014). Nahrung als Bildung: Interdisziplinäre Perspektiven auf einen anthropologischen Zusammenhang. Weinheim, Basel: Beltz Juventa.

Über das Anbieten und Geben von Essen werden soziale Verhältnisse gebildet sowie Möglichkeiten der Intervention geschaffen. Über die Gabe der Nahrung vollzieht sich Fürsorge und Erfahrungen der Artikulation von Bedürfnissen wie Partizipation werden möglich. Diesen erziehungs- und bildungsspezifischen Implikationen der Nahrungsgabe widmet sich die Herausgabe entlang eines interdisziplinären Zuganges. <br/>Das Anbieten und Geben von Essen offeriert für Erziehungs- und Bildungszusammenhänge besondere Optionen. Soziale Beziehungen und Verhältnisse werden hierüber gebildet sowie Abgrenzungen und Möglichkeiten der Intervention geschaffen. Über die Gabe der Nahrung vollzieht sich Fürsorge und Versorgung wie auch Erfahrungen der Artikulation von Bedürfnissen und Partizipation werden möglich. Diesen erziehungs- und bildungsspezifischen Implikationen der Nahrungsgabe widmet sich die Herausgabe, die entlang eines interdisziplinären Zuganges grundlagentheoretische, moralisch-ethische, transnationale und pädagogisch relevante Fragen an die Phänomene Nahrung und Gabe untersucht.

Kelle H. & Mierendorff J. (Hrsg.) (2013). Normierung und Normalisierung der Kindheit. Weinheim: Beltz Juventa.

Der Band behandelt die Frage, wie die Unterscheidung von "normaler" und "nicht-normaler" Entwicklung in der medizinischen, der (vor-)schulischen und außerschulischen diagnostischen Praxis sowie der Kinder- und Jugendhilfe diskursiv bestimmt, praktisch prozessiert und wohlfahrtsstaatlich relevant wird.

Einsiedler, W., Fölling-Albers, M., Kelle, H. & Lohrmann, K. (2013). Standards und Forschungsstrategien in der Empirischen Grundschulforschung. Eine Handreichung. Münster: Waxmann.

Nachwuchswissenschaftler in den Bereichen Grundschulpädagogik, Elementarpädagogik, Schulpädagogik, Kindheitsforschung und Sozialpädagogik haben häufig ein erziehungs- und bildungspraktisches Interesse und sind zunächst weniger auf Theoriebildung und auf den Zusammenhang von Theorie und empirischer Forschung fokussiert. Für diesen Personenkreis ist aber eine vertiefende Auseinandersetzung mit Theorie und Methode unverzichtbar. <br/> Diese Handreichung führt in die wesentlichen Standards der wissenschaftlichen Forschung sowie in die Grundlagen der empirisch-quantitativen und empirisch-qualitativen Methodik ein. Sie liefert hilfreiche Anregungen zur Präzisierung von Forschungsfragen, zum Verfassen eines Exposés, zur Einwerbung von Stipendien sowie zur Publikation von Forschungsartikeln in Fachzeitschriften und gibt zahlreiche weiterführende Literaturhinweise. Sie eignet sich damit besonders gut als ein Leitfaden für Forscherinnen und Forscher, die erstmals vor der Aufgabe einer eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit stehen.

Graff U., Chwalek D.-T., Diaz M. & Fegter S. (Hrsg.) (2012). Jungen - Pädagogik. Praxis und Theorie von Genderpädagogik (Kinder, Kindheiten und Kindheitsforschung). Springer VS.

Ergebnisse aus der Bildungs- und Jugendforschung haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass Jungen und männlichen Heranwachsenden eine gesteigerte Aufmerksamkeit in der (Fach-)Öffentlichkeit entgegengebracht wird. In diesem Kontext hat ein Perspektivwechsel in der Auseinandersetzung um Fragen der Geschlechtergerechtigkeit in Bildungsinstitutionen eingesetzt: Jungen werden in der medialen Berichterstattung und öffentlichen Debatte dargestellt als gesellschaftliche Verlierer und Benachteiligte gegenüber den Mädchen. In diesem Band werden solche Verkürzungen aufgegriffen und es wird gefragt, was gute pädagogische Arbeit mit Jungen ausmacht und was von den Krisenszenarien zu halten ist, die gegenwärtig den Diskurs um die Situation von Jungen bestimmen.

Friebertshäuser, B., Kelle, H., Boller, H., Bollig, S., Huf, C., Langer, A., Ott, M., and Richter, S. (Hrsg.) (2012). Feld und Theorie. Herausforderungen erziehungswissenschaftlicher Ethnographie. Opladen: Barbara Budrich.

Wie lässt sich erforschen, wie Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Professionelle in pädagogischen Einrichtungen interagieren und wie sich daraus beispielsweise eine eigene soziale Ordnung einer Klasse, einer Schule oder eines Jugendhauses entwickelt? Wie kann man Zugang zu den Vorder- und Hinterbühnen in pädagogischen Feldern sowie den Perspektiven und Handlungslogiken der Akteure bekommen und diese analytisch erschließen?

Schmidt, F. (2012). Implizite Logiken des pädagogischen Blickes. Eine rekonstruktive Studie über Wahrnehmung im Kontext der Wohnungslosenhilfe. Wiesbaden: VS Verlag.

Was kennzeichnet den pädagogischen Blick? Welche Dimensionen umfasst er? Wodurch ist er bedingt und strukturiert? Obwohl der Blick von PädagogInnen ein konstitutives Element pädagogischer Arbeit darstellt, liegen über dessen grundlegende Logiken bislang nur wenige Erkenntnisse vor. An dieser Stelle setzt die rekonstruktive Studie von Friederike Schmidt an, in der die Autorin die Erfahrungen von PädagogInnen untersucht und hierüber den komplexen Aufbau pädagogischer Wahrnehmung entziffert. Entlang des mehrperspektivischen grundlagentheoretischen Zuganges wird der pädagogische Blick als Komplex mimetischer, diskursiver und habitueller Praxis näher bestimmt.

Kelle H. (Hrsg.) (2010). Kinder unter Beobachtung. Kulturanalytische Studien zur pädiatrischen Entwicklungsdiagnostik. Opladen: Barbara Budrich.

Wie wird die Entwicklung von Kindern von ihrer Geburt bis zum Schulbeginn medizinisch beobachtet? Wie werden Entwicklungsstörungen von Medizinern diagnostiziert?
Gegenstand der acht kultur- und praxisanalytischen Einzelstudien des Bandes sind zwei differente Formen der staatlich institutionalisierten Entwicklungsbeobachtung (in Deutschland), die sich an alle Kinder richten: die Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9), die bei Kindern von der Geburt bis zum Alter von fünf Jahren von niedergelassenen Kinderärzten durchgeführt werden, und die ärztlichen Schuleingangsuntersuchungen, die vor Schuleintritt der Kinder erfolgen.
Ziel der Studien ist es zu erforschen, wie sich in beiden Varianten entwicklungsdiagnostischer Verfahren die Logik ihrer praktischen Durchführung darstellt; wie dabei kulturelle Normen kindlicher Entwicklung prozessiert werden; welches Wissen und welche Wissensordnungen dafür in Anspruch genommen werden und wie Zuständigkeiten für die kindliche Entwicklung zwischen den beteiligten medizinischen, therapeutischen und pädagogischen Professionen sowie den Eltern aufgeteilt werden.

Kelle H., & Tervooren A. (Hrsg.) (2008). Ganz normale Kinder. Heterogenität und Standardisierung kindlicher Entwicklung. Weinheim: Juventa.

Der Band widmet sich der Genese von Entwicklungsnormen, den Herstellungsweisen der Diagnosen von Abweichungen und den Verfahrensweisen institutionell gebundener Präventions-, Förder- und Selektionsmaßnahmen.

Pöge, A. (2007). Klassifikationen und Verläufe delinquenten Verhaltens. Eine Untersuchung Münsteraner Jugendlicher (Kriminologie und Kriminalsoziologie). Münster: Waxmann.

In diesem Band wird zum einen der Frage nachgegangen, welche Delikte es sind, die von Jugendlichen üblicherweise in Kombination begangen werden und ob sich diese Delinquenzmuster in verschiedenen Altersgruppen unterscheiden? Zum anderen wird die Entwicklung delinquenten Verhaltens im Lebensverlauf anhand von Längsschnittdaten analysiert. Hier sind insbesondere die Existenz und die Bedeutung von episodalen versus persistenten Verläufen von Interesse. Datengrundlage bilden vier Querschnittsdatensätze Münsteraner Schülerinnen und Schüler, die in den Jahren 2000 bis 2003 erhoben wurden, und das daraus konstruierte Vier-Wellen-Panel. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass typische Delinquenzmuster bestehen, die sogar in den unterschiedlichen Altersgruppen konstant sind. Bezüglich der Verläufe zeigt sich, dass der Delinquenzentwicklung bei Jugendlichen eine enorme Dynamik zugrunde liegt und dass nur bei einem geringen Teil verfestigt wirkende, delinquente Strukturen zu erkennen sind.

Baader M., Kelle H. & Kleinau E. (Hrsg.) (2006). Bildungsgeschichten. Geschlecht, Religion und Pädagogik in der Moderne. Festschrift für Juliane Jacobi. Köln: Böhlau.

Die hier versammelten Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zeichnen sich durch ein Themenspektrum aus, das sich an der Schnittstelle von bildungshistorischer Forschung, Schulforschung, Religionsgeschichte und Geschlechterforschung verortet. "Kindheit und Jugend", "Religion und Geschlechteranthropologie", "Frauenbewegung und pädagogische Berufe" sowie "Geselligkeitsformen" bilden die thematischen Schwerpunkte.

Graff, U. (2004). Selbstbestimmung für Mädchen: Theorie und Praxis feministischer Pädagogik. Königstein/Taunus: Helmer.

Das Prinzip Selbstbestimmung und der Ansatz, "Mädchen so zu nehmen, wie sie sind", stellen grundlegende Anliegen feministischer Mädchenpädagogik dar. Welche besonderen Leistungen, aber auch welche Probleme aus diesem Selbstverständnis resultieren, erforscht Ulrike Graff anhand der konkreten Praxis eines geschlechterhomogenen Projektes: dem seit 16 Jahren bestehenden Mädchentreff Bielefeld. Im Zentrum der Analyse steht die Beziehung zwischen Pädagogin und Mädchen. Die pädagogischen Geschichten verraten bald die Schattenseite eines Aspektes von Parteilichkeit im Konzept feministischer Pädagogik: Den Pädagoginnen fällt es oft schwer, die Mädchen zu kritisieren. Es gilt also, sich stärker mit den notwendig konflikthaften Phasen und Anteilen in der Beziehung zwischen Mädchen und Pädagogin auseinanderzusetzen.

Breidenstein, G. & Kelle, H. (1998). Geschlechteralltag in der Schulklasse. Ethnographische Studien zur Gleichaltrigenkultur (Reihe Kindheiten Bd. 13). Weinheim: Juventa.

Welchen Gebrauch machen Kinder einer Schulklasse von der Geschlechterunterscheidung? Dieser Frage gehen die in diesem Buch versammelten ethnographischen Studien nach. In teilnehmenden Beobachtungen und mit ethnographischen Interviews nähern sich die Autorin und der Autor der Gleichaltrigenkultur in den Schuljahrgängen 4 bis 6. Die Aufmerksamkeit gilt alltäglichen Praktiken wie Ärgern, Lästern, Erzählen, Kommentieren oder Spielen. Die Schulklasse, die den Rahmen dieser Aktivitäten abgibt, ist durch die gemeinsam verbrachte Zeit, das Wissen übereinander und den Charakter einer spezifischen Öffentlichkeit bestimmt. Die einzelnen Kapitel des Buches widmen sich der kulturanalytischen Beschreibung zentraler Themen des Schulalltags: Beliebtheit, Freundschaft, Verliebtheit, Sexualität und Entwicklung. Die verbindende Frage ist die nach der Bedeutung der Geschlechterunterscheidung im jeweiligen Kontext. Die Perspektive wird von der Frage nach den Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen hin zur Frage nach der Praxis der Unterscheidung der Geschlechter verschoben. Dadurch gelingt es, den sozialen Sinn in den Blick zu bekommen, den es für die Beteiligten selbst macht, nach Geschlechtszugehörigkeit zu unterscheiden.


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