
Im Mittelpunkt des deutschen Teilprojekts steht die Region Ostwestfalen-Lippe (OWL). Gemeinsam mit kommunalen Akteur:innen, Fachkräfte im Gesundheitswesen sowie Jugendlichen und älteren Menschen werden regionale Herausforderungen, Ressourcen und mögliche Lösungsansätze partizipativ erhoben und reflektiert. Die Erkenntnisse aus OWL fließen in den internationalen Vergleich und die gemeinsame Entwicklung eines intergenerationellen Primärversorgungskonzepts ein.
TakeOffTogether bringt Partnerinstitutionen aus Brasilien, Argentinien, Spanien und Deutschland zusammen. Die Konsortialführung liegt bei der Universidade Anhembi Morumbi in São Paulo; weitere Partner sind die Universidad Nacional de La Plata, die Universidad de Valencia, das Vall d'Hebron Research Institute in Barcelona und die Universität Bielefeld.
Das Projekt wird von Juli 2026 bis Juni 2029 im Rahmen der EU-LAC-Zusammenarbeit gefördert.
Das Programm war vielfältig und bot zahlreiche Einblicke: von einem spannenden Austausch mit Vertreter:innen der Allgemein- und Familienmedizin (Medical School OWL) über intensive Diskussionen mit Prof. Dr. Michaela Brause und Prof. Dr. Christa Büker (Lehrgebiet Pflegewissenschaft, Hochschule Bielefeld) zum Advanced Practice Nursing-Studiengang und dessen Besonderheiten bis hin zu einem praxisnahen Besuch der Pflegeeinrichtung Stift Lahde, die sich durch ein besonderes Wohnkonzept auszeichnet.
Ein weiteres Highlight war die Bereicherung des projektbezogenen Seminars "Primary health and long-term care" (Lehrende: Daria Bula), in dem Beatriz Toso und Jacqueline Carvalho fachlich fundierte Vorträge zum brasilianischen Gesundheitssystem und Primärversorgungszentren in Rio de Janeiro hielten. Die anschließende Diskussion mit den Studierenden griff sowohl Vergleiche mit dem deutschen Gesundheitssystem als auch aktuelle Herausforderungen in der Primärversorgung in beiden Ländern auf - ein lebendiger, energiegeladener und für alle Beteiligten inspirierender Austausch.
Natürlich durfte auch die kulinarische Seite nicht fehlen. Die Gruppe erlebte einige regionale Highlights der deutschen Küche - ein angenehmer und geselliger Ausgleich zu den intensiven fachlichen Programmpunkten.
Unser herzlicher Dank gilt allen, die den Besuch unserer braslilianischen Gastgruppe auf vielfältige Weise unterstützt und bereichert haben.
Die produktive Zusammenarbeit zeigt sich nicht zuletzt in einer wachsenden Zahl wissenschaftlicher Publikationen. Weitere Beiträge sind in Vorbereitung und werden die Ergebnisse der deutsch-brasilianischen Kooperation in den kommenden Monaten noch sichtbarer machen.
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Bereits veröffentlichte Publikationen (eine Auswahl)
Bula, D., Franco, C. M., Giovanella, L., Toso, B. R. G. de O., Heumann, M., & Hämel, K. (2025). The Implementation of Advanced Practice Nursing in Primary Health Care: A Comparative Qualitative Study of Enablers and Barriers. Journal of Advanced Nursing. https://doi.org/10.1111/jan.70172
Franco, C. M., Bula, D., Toso, B. R. G. de O., Giovanella, L., & Hämel, K. (2025). Nurse physician interprofessional collaboration in the context of expanding nursing practice in primary health care: A comparative qualitative study of Brazil and Germany. BMC Nursing, 24(1), 259. https://doi.org/10.1186/s12912-025-02885-5
Erste Ergebnisse der Magnet4Europe Studie zeigen, dass sich in der Mehrzahl der Krankenhäuser die Arbeitsbedingungen verbessert haben, mehr Partizipationsmöglichkeiten für die Pflege bestehen und die Patient:innensicherheit besser bewertet wurde. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen startete im Januar 2025 die Anschlussstudie Magnet4Deutschland – gefördert durch den Bosch Health Campus – mit dem Ziel, Effekte über einen längeren Zeitraum zu evaluieren.
Die Krankenhäuser präsentierten ausgewählte Praxisprojekte, insbesondere zu den Themen:
In der abschließenden Diskussion standen die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt, die für eine nachhaltige Verbesserung der Pflegepraxis notwendig sind.
Im Mittelpunkt standen die Potenziale und Erfahrungen im Einsatz von APN in der Akutversorgung und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Implementierung. Die Expertise der Krankenhäuser aus der Praxis zum Stand der Umsetzung von APN sowie zur klinischen, praxisorientierten Pflegewissenschaft wurden in vielfältiger Weise dargestellt und in Bezug auf zukünftige Implikationen für Politik und Praxis diskutiert.
Der Workshop ermöglichte einen wertvollen und inspirierender Austausch in Berlin mit Impulsen für die Zukunft der Pflege und die Gesundheitsversorgung.
Mit der Abschlussveranstaltung am 22. November 2024 fand das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt BSN4Hospital zur Rekrutierung und Bindung hochschulisch qualifizierter Pflegefachpersonen einen gelungenen Abschluss. Das Forschungsprojekt an der Universität Bielefeld unter der Leitung von Prof'in Dr. Claudia B. Maier gewann umfassende Einblicke in Arbeitsrealitäten, Zufriedenheit und Verbleibmotivation von Pflegefachpersonen mit Bachelorabschluss und Advanced Practice Nurses im Krankenhaus.
Auf Grundlage eines Mixed-Methods-Designs - bestehend aus einer bundesweiten Befragung von mehr als 1.900 Pflegefachpersonen aus 22 Krankenhäusern sowie 75 vertiefenden Interviews - konnten fundierte Erkenntnisse zu Erwartungen, Bedarfen und Rahmenbedingungen gewonnen werden. Die Ergebnisse aus Deutschland wurden durch internationale Perspektiven aus Belgien und den USA ergänzt.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung stellten Prof'in Dr. Claudia B. Maier und ihr Projektteam bestehend aus Julia Köppen, Charlotte Reidt, Dr. Ana Mazur und Mandy Baumann die zentralen Ergebnisse vor. (Inter-)nationale Vertreter:innen aus Politik, Pflegemanagement, Verbänden und Wissenschaft diskutierten diese anschließend im Hinblick auf die Implikationen für Praxis, Management und Politik. Dabei standen insbesondere Fragen im Mittelpunkt, welche strukturellen Voraussetzungen es braucht, um hochschulisch qualifizierte Pflegefachpersonen zu gewinnen und langfristig zu halten.
Die Veranstaltung bot einen wertvollen Austausch und richtungsweisende Impulse für zukünftige Strategien in der Pflege und Gesundheitsversorgung in Deutschland.
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