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Professorin für Neuere Deutsche Literatur mit Schwerpunkten in Literaturtheorie und Digital Humanities

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Prof. Dr. Berenike Herrmann

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Prof. Dr. Berenike Herrmann

About

Willkommen auf meiner Website! Ich bin Professorin für Digital Humanities im Bereich der Neueren Deutschen Literatur an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld. Hier leite ich die Bielefeld Computational Literary Studies (CLS) Group mit dem Forschungskolloquium „LiLi revisited: Digitale Schnittstellenforschung zwischen Literaturwissenschaft und Linguistik”. Außerdem bin ich PI im Sonderforschungsbereich SFB 1646 „Sprachliche Kreativität in der Kommunikation”, Projekt A05: „Kontextualisierte Metriken sprachlicher Kreativität in literarischen und nicht-literarischen Texten“. Über Fach- und Fakultätsgrenzen hinweg forsche ich an der Universität Bielefeld außerdem u.a. mit Kolleg*innen im Fokusbereich „Processes of Innovation and Creativity (PINC)“ sowie im Erkundungsbereich „Interdisziplinäre Aspekte des Wohnens (IWo)“.

International und im deutschen Sprachraum bin ich u.a. vernetzt als Associate Editor des Journals „Computational Humanities Research“, Gründungsmitglied der Steuerungsgruppe der Special Interest Group „Digital Literary Studies“ (SIG DLS) der ADHO (Association of Digital Humanities Organisations) und Acting Chair des Scientific Coordination Committees (SCC) „Sammlungen“ des Konsortiums NFDI Text +.

Meine Forschung ist angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Literaturwissenschaft und Linguistik (Fortführung des Projekts „LiLi“). Insbesondere beschäftige ich mich mit dem Lesen auf zwei Ebenen: als soziale und epistemische Alltagspraktik und als Methode der Textwissenschaften. Im Blick stehen also Leser*innen, Texte und Kontexte ebenso wie philologische Forschungsmethoden zwischen Close und Distant Reading (Textmining, NLP). Auf beiden Ebenen beschäftige ich mich mit der Nutzung von generativer ‚Künstlicher Intelligenz‘ bzw. Large Language Models mit Instruktionsmodellen (ChatBots).

Aufbauend auf meine korpus-/kognitionslinguistische Dissertation zu „Metaphor in Academic Discourse“ (Amsterdam, 2013) und meine Habilitation zu „Digital Literary Stylistics“ (Basel, 2019) verbinde ich Paradigmen der (Kognitions-, Korpus- und Computer-)Linguistik mit systematischen und historischen Fragen der Literaturwissenschaft sowie Verfahren der Datenwissenschaft und (praxeologischen) Ansätzen der Sozial- und Geschichtswissenschaften. Ich nutze, entwickle und reflektiere digitale und computationelle Methoden zur Erforschung von derzeit vier Hauptthemen: (a) sprachliche Kreativität zwischen Alltags- und sprachkünstlerischer Kreativität (besonders Metaphern), (b) Erzählen von Raum und Affekt (auch unter den Bedingungen von „Nationalliteratur“), (c) Social Online Reading (auch auf BookTok und YouTube) und (d) die Bedingungen geisteswissenschaftlichen Wissens in der digitalen Transformation (Data Literacy und KI-Literacy, Mixed Methods).

Des Weiteren bin ich Privatdozentin für Digital Humanities und Neuere Deutsche Literatur am Digital Humanities Lab der Universität Basel. Bis Ende 2025 leitete ich das Projekt E06 „Vergleichspraktiken in der Genese, Verstetigung und Transformation von ‚Nationalliteratur‘. Der Fall Deutschschweiz“ im Sonderforschungsbereich SFB 1288 'Praktiken des Vergleichens: Ordnen und Verändern der Welt' und war Sprecherin der Community of Practice “Data Literacy” des Projekts BiLinked. Im März 2025 veranstalteten wir an der Universität Bielefeld die Jahrestagung „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ (DHd2025), bei der ich als Leiterin des lokalen Organisationskomitees fungierte. Bis zum Projektende im Mai 2022 war ich Teil des Management-Komitees des “COST Action Distant Reading for European Literary History”. Im Wintersemester 2020/2021 hatte ich eine Gastprofessur für Digital Humanities am Exzellenzcluster “Temporal Communities” der FU Berlin inne.

Aktuelles

Visiting PhD candidate von der National University Singapore

Wir freuen uns auf die gemeinsame Forschung mit Gretel Goh von der National University Singapore von August bis Dezember 2026. Frau Goh wird bei mir an der AG ein mit dem Fokusbereich PINC assoziiertes CLS-Projekt zu Emotionsdarstellung in Englischen Dramen aus dem 16. und 17. Jahrhundert durchführen.

Vorträge 

  • Im November 2027 (17.-19.11.) geht es in die Schweiz, wo ich mit einem Vortrag aus dem Bereich der CLS bei der Tagung “Neue Perspektiven auf Johanna Spyri: Texte und Kontexte” Universität Zürich eingeladen bin.
  • Im Oktober 2026 werde ich gemeinsam mit Andreas Witt auf der CLARIN-Jahrestagung 2026 in Brighton, Großbritannien, einen Vortrag mit dem Titel „Textification. Zur Rolle des Textes als Schnittstelle im Zeitalter der LLMs“ auf der CLARIN-Jahreskonferenz 2026 in Brighton, Großbritannien, halten. PUB.
  • Am 28. Oktober 2026 bin ich zum Literaturwissenschaftlichen Kolloquium des Instituts für Germanistik der Universität Osnabrück eingeladen – Arbeitstitel meines Vortrags ist „Philologisches Lesen im Zeitalter von KI”.
  • Im September 2026 wird ein Team von Bielefelder Literaturwissenschaftlerinnen in Oxford einen Vortrag mit dem Titel „Oneiric Soundscapes? On the Creative Potential of the Auditory Modality in Franz Kafka’s Prose“ halten: Zusammen mit Claudia Hillebrandt und Emilie Sitter werde ich an der internationalen Konferenz „Living with Kafka: World, Mind, Legacy“ am Wadham College der Universität Oxford, Großbritannien, teilnehmen.

Rückschau

Vorträge:

  • Am 8. Juli 2026 war ich eingeladen, im Rahmen der FU-Vortragsreihe „Perspektiven der allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft“ (Prof. Susanne Strätling) am Peter-Szondi-Institut der FU Berlin einen Gastvortrag mit dem Titel „Literaturwissenschaft als Datenwissenschaft“ zu halten.

  • Am 12. Mai 2026 hielt ich den Vortrag „Data Humanities: Three Hot Topics and a Funeral - On linguistic creativity" im Rahmen der Ringvorlesung am Institut für Digital Humanities (Prof. Dr. Martin Langner) der Universität Göttingen, D.

Forschungskolloquium „LiLi Revisited“

Im vergangenen Semester begrüßte das Bielefelder Forschungskolloquium „LiLi revisited: Digitale Schnittstellenforschung zwischen Literaturwissenschaft und Linguistik“ zwei internationale Gastwissenschaftlerinnen. Weitere Informationen zu den Vorträgen, einschließlich der Abstracts, finden Sie auf unserer Webseite.

  • 26. Mai 2026: Dr. Svenja Guhr (UC Berkeley), „Listening to Fiction: Tracing Sound and Loudness in Narrative“
  • 23. Juni 2026: Dr. Giulia Grisot (University of Manchester), „Beyond Keywords: Modelling Environmental Representation in Climate Fiction“

Die AG CLS bei der internationalen Fachtagung Digital Humanities in Daejeon, Südkorea (DH2026)

Wir freuen uns, dass unser Tagungsbeitrag (Long Paper) bei der internationalen DH2026-Tagung in Daejeon (Südkorea) im Peer-Review-verfahren angenommen wurde: Daniel Kababgi, Emilie Sitter, Berenike Herrmann “‘In Berlin no grass grows. In Vienna it withers.’ A quantitative spatial-semantic comparison between Berlin and Vienna in the nineteenth and early twentieth centuries”.

Zudem organisiere ich als Mitglied des Steering Committee der Special Interest Group “Digital Literary Studies” (SIG-DLS) eine Pre-Conference SIG Mini-Conference mit dem Titel „DH2026– Digital and/or Comparative Literary Studies Today“. Hier geht es zum Call for Contributions.

BiLinked Projektabschluss: Interviews und ein Podcast

Das Projekt BiLinked steht für „Bielefelder Lehrinnovationen für kollaborative Entwicklung digitaler Lehr-/Lernformate“ (Förderung von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre). Ich war innerhalb von BiLinked Sprecherin der Community of Practice „Data Literacy“, die ich zusammen mit Oliver Böhm-Kasper und Silke Schwandt als PI geleitet habe. Ende 2025 ist das multidisziplinäre Projekt nach gut vier Jahren erfolgreich beendet worden. Zusammen mit vielen anderen Kolleg*innen bin ich interviewt worden, um unsere Erfahrungen im BiLinked Projekt zu beschreiben:
Hier geht es zum Interview-Video

Hier geht es zum Podcast, das mein Kollege Dr. Matthias Buschmeier und ich zusammen gemacht haben: Episode 7. „Eine interdisziplinäre Perspektive auf Lehren und Lernen: Welchen Mehrwert bringt der interdisziplinäre Austausch?“ Im BiLinked-Podcast: Über Community Building, Interdisziplinarität und Innovationen in der Lehre.

Zwei Rückblicke auf die DHd 2026

Im Nachgang zur DHd 2026 sind zwei Blogbeiträge von Teammitgliedern der AG CLS erschienen. Pierre-Michel Weiße, der vom Verband „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.“ als Stipendiat ausgewählt wurde, zeichnet seinen Weg zur DHd hier nach. Emilie Sitter berichtet hier aus ihrer Sicht als Doktorandin im Projekt A05 über die Konferenz.

Gruppenbild der AG CLS bei der DHd 2026 in Wien
Gruppenbild der AG CLS bei der DHd 2026 in Wien

Die AG CLS an der Jahrestagung der Fachgesellschaft für Digital Humanities im deutschsprachigen Raum in Wien (DHd2026)

Die AG CLS war mit gleich fünf Postern bei der Jahrestagung des Verbandes Digital Humanities im deutschsprachigen Raum vertreten, die vom 23.–27. Februar 2026 zum Thema „Nicht nur Text, nicht nur Daten“, an Universität Wien stattfand. Die Beiträge wurden im peer-Review Verfahren begutachtet und erscheinen im Tagungsband.  An drei der fünf Beiträge waren Studierende der Germanistik und Literaturwissenschaft federführend beteiligt. Für sie war es die erste Tagungsteilnahme mit eigenem Beitrag. Die Beiträge nutzen allesamt computergestützte Methoden, um Fragestellungen der Literaturwissenschaft zu beantworten. Der erste Beitrag  (Aust/Herrmann) nutzt Netzwerkanalyse zur graphentheoretischen Auswertung von Literaturstiftungsarchivmaterial um sozialhistorisch und literaturhistorisch Akteur*innen und Praktiken des Doing ‘Schweizer Nationalliteratur‘ zu modellieren (SFB1288). Der zweite (Sitter, Rehage, Herrmann) stellt das „Kreativitätsduell“ vor, ein Game with a Purpose, bei dem die Spieler*innen gegen KI antreten, mit dem Ziel beim Verfassen von Kurztexten kreativer zu sein als diese. Es dient zur Datenerhebung für die textwissenschaftliche Kreativitätsforschung (SFB1646). Der dritte (Wiebe, Duda, Boucher) stellt eine Selbstlerneinheit vor, die von Studierenden und Lehrenden in der Literaturwissenschaft genutzt werden kann, um Data Literacy zu fördern – und zwar domänenspezifische Daten-Skills, wie etwa den Bau digitaler Textkorpora und deren Analyse auf Stil, Gender, Gattung und historischen Wandel. Beispielfall ist die Gattung „Bildungsroman“ (BiLinked CoP Data Literacy). Der vierte Beitrag (Weiße) untersucht die Raumsemantik auf einem einzelnen Roman, Doktor Faustus von Thomas Mann, und identifiziert mittels einer Verknüpfung hermeneutischen und rechnergestützten Analysen vier raumzeitlich distinkte Frames die jeweils symbolisch und handlungsbezogen aufgeladen sind. In dem fünften Beitrag (Boucher) wird das Potenzial angereicherter Bibliotheksdaten für die Übersetzungsforschung beleuchtet und über die erste Studie berichtet, die sich anhand von Katalogdaten mit literarischen Übersetzungen mit Deutsch als Zielsprache im Zeitraum von 1990 bis 2010 befasst.

  • Boucher, M.-C. (2026). Big Translation Data. Zum Potenzial angereicherter Bibliotheksdaten für die Übersetzungsforschung. DHd 2026 Nicht nur Text, nicht nur Daten (DHd2026), Wien, Österreich. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.18999668
  • Herrmann, J. B., & Aust, R.-M. (2026). 'Hoppla, die Indices!' Eine graphentheoretische Auswertung von Literaturstiftungsarchivmaterial zur Annäherung an die literaturhistorische Praxisformation 'Schweizer Nationalliteratur'. DHd 2026 Nicht nur Text, nicht nur Daten (DHd2026), Wien, Österreich. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.18999613
  • Sitter, E., Rehage, K., & Herrmann, B. (2026). Mehr Text! Mehr Daten! Das Kreativitätsduell als transmodales Game with a Purpose zur Datenerhebung für die textwissenschaftliche Kreativitätsforschung. DHd 2026 Nicht nur Text, nicht nur Daten (DHd2026), Wien, Österreich. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.18999670
  • Weiße, P.-M. (2026). Große Ideengeschichte auf Small Data. Eine Mixed-Methods - Untersuchung zur Raumsemantik in Thomas Manns Doktor Faustus. DHd 2026 Nicht nur Text, nicht nur Daten (DHd2026), Wien, Österreich. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.18702984
  • Wiebe, J., Duda, T. A., & Boucher, M.-C. (2026). Text trifft Tool und heraus kommen Daten. Eine Selbstlerneinheit zu domänenspezifischer Data Literacy in der Literaturwissenschaft. DHd 2026 Nicht nur Text, nicht nur Daten (DHd2026), Wien, Österreich. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.18702929

Workshop: „Metadaten in den Humanities“ an der Zentralbibliothek Zürich

Am 4. und 5. Dezember 2025 durfte ich am Workshop „Metadaten in den ‚Humanities‘“ der Zentralbibliothek Zürich (Schweiz) einen Abendvortrag mit dem Titel „Daten, Wissen und Bedeutung. Überlegungen zur Zukunft der Humanities“ beitragen. Der Vortrag beleuchtete das Verhältnis von Dateninfrastrukturen, epistemischen Praktiken und Forschungsfragen aus der Perspektive der Computational Literary Studies.  Der Workshop, organisiert von Dr. Elias Kreyenbühl und Dr. Hendrijke Schauer, widmete sich der hochaktuellen Frage, wie (Meta)daten unterschiedlicher Provenienz – darunter Bibliotheken und Archive – die geisteswissenschaftliche Forschung prägen und unterstützen (können). Aus der AG CLS trug auch Dr. Marie-Christine Boucher einen Vortrag bei: „Aus dem Forschungsort DNB: Geschichte der literarischen Übersetzung ins Deutsche“.

Wissenshappen – Rückblick auf eine interaktive Veranstaltung in der Wissenswerkstadt

Am 08.11.2025 war der Sonderforschungsbereich SFB 1646 „Sprachliche Kreativität in der Kommunikation“ mit einem interaktiven Format zu Gast in der Wissenswerkstadt Bielefeld. Im Rahmen der offenen Veranstaltungsreihe „Wissenshappen“ konnten Senior*innen, Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren an drei Stationen kurze Einblicke in aktuelle Forschung zur sprachlichen Kreativität und zur Rolle von Künstlicher Intelligenz erhalten. An drei Expert*innenstationen wurden zentrale Themen des SFB vorgestellt und mit dem Publikum diskutiert. Hier mehr dazu.

Rückblick: „KI trifft Schule – Eine Zukunftswerkstatt“

Am 6. November fand in der Wissenswerkstadt Bielefeld die Zukunftswerkstatt „KI trifft Schule“ statt – ein Format, das die Frage in den Mittelpunkt stellte, wie Lernen und Bildung sich in einer digitalen Welt verändern müssen, in der KI-generierte Inhalte und Chatbots zunehmend präsent sind. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen wurden mögliche Zukunftsszenarien für Schule und Bildung entwickelt und diskutiert: Lernen wir künftig allein am digitalen Endgerät? Oder wird die Schule als sozialer Lernort wichtiger denn je?

Die Veranstaltung richtete sich nicht nur an Lehrkräfte, sondern an alle, die sich für die Zukunft des Lernens interessieren. Sie wurde in Kooperation mit der Universität Bielefeld, der Fakultät für Erziehungswissenschaft, sowie der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft durchgeführt. Mehr hier.

Videomitschnitt: Paneldiskussion „Geistes- und Sozialwissenschaften im Zeitalter von KI“

Am 25. Juni 2025 war ich als eingeladene Diskutantin Teil der Paneldiskussion „Geistes- und Sozialwissenschaften im Zeitalter von KI“ im Rahmen der Konferenz AI meets Humanities & Social Sciences an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.
Der Videomitschnitt der Diskussion ist nun verfügbar, weiterhin gibt es hier Informationen zu der Veranstaltung.

Ernennung zum Mitglied einer Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats

Ich freue mich als geisteswissenschaftliche Sachverständige für eine Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats ernannt worden zu sein, die die Systemevaluation des NHR-Verbunds (Nationales Hochleistungsrechnen) durchführt.

Einladung als Expertin am PhD-Symposium des Max-Planck-Instituts für Empirische Ästhetik

Im November 2025 war ich als Expertin für sprachliche Kreativität zum PhD-Symposium am Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik (Frankfurt am Main) eingeladen. Zusammen mit Dr. Örjan de Manzano gestalteten wir den Workshop “Measuring Creativity” aus interdisziplinärer Perspektive zwischen CLS und Neuropsychologie/Musikwissenschaft.

Neuer Blogbeitrag: „Kanon lesen neu gedacht“

Im Uni-Blog inno.teach ist ein Beitrag zur didaktischen Erneuerung literarischer Kanonlektüre erschienen:
„Kanon lesen neu gedacht. Die digitalen Lehrprojekte CanonCult und Canon+: ein Gespräch“
Zum Beitrag geht es hier.

Tagungsbeiträge

Die AG CLS hat im Sommer/Herbst 2025 folgende Beiträge zu internationalen Konferenzen geleistet:

09/2025: „Ein Ansatz zur mehrsprachigen Modellierung des alpinen Erhabenen“ (mit Robin-M. Aust, Marie-Christine Boucher, Kirsten Kramer). Deutscher Romanistiktag 2026, Konstanz, Deutschland.

06/2025: „Comparing is making. A mixed methods approach to metaphor and nonfigurative comparison in discourse on German-Swiss national literature.“ 21. Internationale Konferenz der International Society for the Empirical Study of Literature (IGEL), Austin, Texas (mit Robin-M. Aust).

07/2025: „How creative is literariness? Towards a theoretical-empirical framework for assessing linguistic creativity in fiction.“ 21. Internationale Konferenz der International Society for the Empirical Study of Literature (IGEL), Austin, Texas (mit Emilie Sitter, Sina Zarrieß).

Einladung zur Panel-Diskussion zur Lesedidaktik auf dem Historikertag 2025

Im Rahmen des 54. Deutschen Historikertags in Bonn (September 2025) war ich als Expertin in einer Panel-Diskussion eingeladen. Thema war die Entwicklung einer fachspezifischen Lesedidaktik für die Geschichtswissenschaft, um die Lesekompetenzen der Studierendenschaft gezielt zu stärken.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Input beim Semesterabschluss der Fachschaft Germanistik

Am 16. Juli 2025 habe ich beim Semesterabschluss der Fachschaft Germanistik der LiLi-Fakultät der Universität Bielefeld einen Input zum Thema „Noch Wreader oder schon Buch-Influencerin? Zu Buch-Wertung im Netz“* gegeben.

Podiumsdiskussion

Am Mittwoch, 25. Juni 2025, war ich als eingeladene Diskutantin Teil der Podiumsdiskussion „Geistes- und Sozialwissenschaften im Zeitalter von KI“ im Rahmen der Tagung AI meets Humanities & Social Sciences an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.
Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier und ein Videomitschnitt hier.

„Was mit Daten, was mit Sinn. Zu computationellen Praktiken der Literaturwissenschaft im 21. Jahrhundert“

Unter diesem Titel habe ich am 7. Mai 2025 einen Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Transdisziplinäre Aspekte digitaler Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“ gehalten.
Veranstalter waren das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte und das Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed).
Weitere Informationen finden Sie hier.

Rückschau auf DHd Panel zur Literaturgeschichte

In der ersten Märzwoche 2025 wurde in Bielefeld unter dem Motto „Under Construction“ die 11. Tagung des Fachverbandes „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ (DHd) abgehalten. Am letzten Tagungstag fand ein von Nils Kellner (Rostock) moderiertes Panel zum Beitrag der Computational Literary Studies (CLS) zur Literaturgeschichtsschreibung statt, bei dem Katrin Dennerlein (Würzburg), Berenike Herrmann (Bielefeld), Fotis Jannidis (Würzburg), Marc Lemke (Rostock) und Jana-Katharina Mende (Halle/Saale) über Nutzen und Nutzbarmachung sowie Reichweite und Grenzen der computergestützten Literaturwissenschaft für die Literaturgeschichte diskutierten.

Ein Blogbeitrag, der auf diese Diskussion zurückblickt, findet sich hier.

SIG-DLS Mini-Pre-Conference bei der DH2025

Im Rahmen der DH2025-Konferenz in Lissabon organisierte die Special Interest Group "Digital Literary Studies" (SIG-DLS) in Zusammenarbeit mit dem ICLA-Forschungskomitee für Digitale Vergleichende Literaturwissenschaft sowie dem CLS INFRA-Projekt eine Mini-Vorkonferenz am Montag, den 14. Juli 2025.

Der Titel lautet „Comparative Literature Goes Digital“. Weitere Informationen finden Sie hier.

DHd 2025 - Under Construction (03. März - 07. März 2025)

DHd 2025 – Under Construction (03.–07. März 2025)
Vom 3. bis 7. März 2025 fand die jährliche Jahrestagung der deutschsprachigen Digital-Humanities-Community (DHd) an der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit der HSBI statt. Ich war Sprecherin eines wunderbaren und engagierten lokalen Organisationskomitees, gemeinsam mit Silke Schwandt, Hendrik Buschmeier, Daniel Kababgi, Marja Kersten, Lore Knapp und Christian Wachter – unterstützt von einer großen Zahl engagierter studentischer Hilfskräfte.

Das Team setzte alles daran, die DHd2025 zu einer bereichernden und konstruktiven Erfahrung zu machen, ganz im Sinne des Konferenzthemas „Under Construction. Geisteswissenschaften und Data Humanities“.

Einen Blick hinter die Kulissen der Organisation bietet der RaDiHum20-Podcast mit Silke Schwandt, Marja Kersten und mir: (Link)

Geist und Daten - Wie sieht die Schule und Universität der Zukunft aus?

Am 3. März 2025 fand im Rahmen der internationalen Tagung der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd2025) ein Abend-Workshop mit anschließender Podiumsdiskussion in der WissensWerkStadt Bielefeld statt. Unter dem Titel „Geist und Daten – Wie sieht die Schule und Universität der Zukunft aus?“ diskutierten wir Fragen wie: Welche Fächer und Kompetenzen prägen die Zukunft von Schule und Universität? Wie müssen Lehrpläne angepasst werden? Welche Auswirkungen hat die Datafication auf Lernen und Lehren?

Der Workshop wurde in Kooperation der Tagungsveranstalter:innen, der WissensWerkStadt sowie unter Beteiligung von BiLinked organisiert. (Link)

„Impressed by Reading. Measuring the Impact“

Mit einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern organisierten wir den interdisziplinären Workshop „Impressed by Reading. Measuring the Impact“ am NIAS Lorentz Center in Leiden (Niederlande) vom 24. bis 27. Februar 2025. Zu den Themen gehörten:

  • Wie lässt sich die Wirkung des Lesens messen? Methoden und Theorien aus der aktuellen Forschung
  • Digitales soziales Lesen
  • Sprachspezifische Buchbesprechungen
  • Computergestützte Wirkungsmodelle

Interview “5 Fragen an ... Berenike Herrmann | SFB 1288 auf Hertz 87.9”

In diesem Interview-Format durfte ich fünf Fragen zu unserem Sonderforschungsbereich beantworten. (Link)

Assoziiertes Projekt "Computational Literary Studies of Fictional Space and Affect" am DFG Schwerpunktprogramm "Computational Literary Studies"

Ich freue mich, dass unser Bielefelder Forschungsprojekt "Computational Literary Studies of Fictional Space and Affect" am DFG Schwerpunktprogramm "Computational Literary Studies" assoziiert wurde. Hier forschen Daniel Kababgi, Robin Martin Aust, Marie-Christine Boucher und ich zu Fragen nach Raum und Affekt, nach Landschaft und Stimmung, nach den Raum-Koordinaten der Diegese und deren affektueller Bewertung im literaturgeschichtlichen Wandel. Mehr hier:

Februar 2024: Gastvorträge an der Kyushu University Fukuoka, Japan

Sehr freute ich mich über die Einladung zu einer Vortragsreise an der Kyushu University Fukuoka in Japan. Dort hielt ich auf Einladung von Prof. Dr. Yasumasa Oguro zwei Gastvorträge zu meiner Forschung im Bereich der digitalen Literaturwissenschaft.

2024年2月12 日(振替休日)15:30~17:00 "Digitale Literaturwissenschaft, was heißt das? Zu Fragestellungen, Methoden und Ergebnissen"

„Literaturwissenschaft - eine historische Datenwissenschaft? Zu Data Literacy und anderen Literacies“

Unter diesem Titel hielt ich am 11.07.2024 einen Vortrag an der Universität Rostock im Rahmen der Ringvorlesung „Digital Humanities im Fokus: Methoden, Anwendungen und Perspektiven“ des Rostocker Arbeitskreis Digital Humanities (RosDH).

Neue Veröffentlichungen

- A Fairy Tale Gold Standard. Annotation and Analysis of Emotions in the Children's and Household Tales by the Brothers Grimm (Link)

- Examining the representation of landscape and its emotional value in German-Swiss fiction between 1840 and 1940 (Link)

- Tool criticism in practice. On methods, tools and aims of computational literary studies (Link)

Contextualised metrics of linguistic creativity in literary and non-literary text

Mit großer Freude haben meine Kollegin Prof. Dr. Sina Zarrieß und ich erfahren, dass unser Projekt "Kontextualisierte Metriken sprachlicher Kreativität in literarischen und nicht-literarischen Texten" von der DFG für vier Jahre gefördert wird. Und was noch besser ist: es wird Teil des SFB1646, eines Sonderforschungsbereichs, der sich mit "Sprachlicher Kreativität in der Kommunikation" an der Universität Bielefeld beschäftigt. Siehe Pressemitteilung hier: (Link)

DHd 2024 Passau

Zwei Beiträge unter Beteiligung meiner AG wurden bei der DHd 2024 in Passau angenommen:

  • "Towards a Method for Automatic Detection of Implicit Comparisons. A Case Study on 'Swissness' in Literary Histories around 1900" (Robin-M. Aust, Daniel Kababgi, Berenike Herrmann)
  • "Digitalität in der germanistischen Literaturwissenschaft, quo vadis? Ein Bericht aus der Praxis" (Marie-Christine Boucher, Julia Gold, Fabian Menke, Matthias Preis, Maximilian Benz, Matthias Buschmeier, Daniel Kababgi, Kai Kauffmann, Walter Erhart, Berenike Herrmann)

Digitale Editionen für Textmining öffnen: Pilotprojekt einer neuen digitalen kritischen Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Gotthold Ephraim Lessings

Zur Vorbereitung einer digitalen kritischen Gesamtausgabe der Schriften und Briefe Gotthold Ephraim Lessings stellte das Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen 300.000 Euro zur Verfügung. Bis zum Ende des Jahres 2024 wollten Wissenschaftler_innen aus fünf Institutionen, unter ihnen die Bielefelder Literaturwissenschaftlerin Professorin Dr. Berenike Herrmann, und die Herzog August Bibliothek (HAB) die Voraussetzungen für die digitale Neuedition schaffen. Diese sollte als eine der ersten kritischen Editionen auch digitale Schnittstellen für das Textmining enthalten. So können Lessings Schriften im Vergleich mit Zeitgenoss*innen, aber auch im diachronen Wandel rechnergestützt untersucht werden. In beiden Fällen sollten mit den Texten der Edition neue digitale Korpora erstellt werden können, die sich auch aus anderen offenen digitalen Ressourcen wie dem Deutschen Textarchiv speisen. Bislang dienen digitale Editionen in der Regel dazu, die analogen Texte auch in ihrer Materialität digital zu simulieren - die systematische Extraktion von Volltexten für korpusliteraturwissenschaftliche Analysen ist ein Novum. (Link)

Workshop - "SIG-DLS Seven Years on"

Gemeinsam mit Simone Rebora, Joanna Byszuk, Francesca Frontini, Suzanne Mpouli und Pablo Ruiz Fabo organisierte ich den ADHO SIG-DLS Workshop "SIG-DLS Seven Years on" im Rahmen der internationalen Konferenz DH2023 in Graz. Mit diesem Workshop wollte die SIG-DLS einen überarbeiteten Überblick über das Feld der Digital Literary Stylistics bereitstellen, was im Austausch mit dem Workshop im Rahmen der DH2016, welcher der Gründung der SIG vorausging, geschah. (Link)

Interview zum SFB1288 Projekt: „Nationalliteratur ist eine Konstruktion mit Tradition“

Die Universität Bielefeld hat ein Interview veröffentlicht, in dem ich drei Fragen zu meinem neuen Forschungsprojekt im Sonderforschungsbereich SFB1288 beantworte. Im Projekt untersuchen Robin Aust und ich, wie Praktiken des Vergleichens Ideen über eine “Nationalliteratur“ in der deutschsprachigen Schweiz 1850–1950 prägen. (Link)

Computational Humanities Research

Ich freue mich, Teil des Programm-Komitee der internationalen Tagung Computational Humanities Research 2023 zu sein, das vom 6. bis 8. Dezember an der École pour l’informatique et les techniques avancées (EPITA) - Paris stattfand. (Link)

Digital Literacy mit ChatGPT: Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Texten (17. Juni 2024)

Ein Beitrag von James Wiebe und Helena Stahlschmidt

Unter diesem Titel hat Prof. Dr. Andreas Witt am 17.06.2024 einen Workshop und eine Lecture gegeben. Eine Herausforderung in den Geisteswissenschaften ist der Umgang mit großen Datenmengen. In diesen Veranstaltungen wurde das Sprachmodell ChatGPT als leistungsstarkes Instrument zur Förderung der Digital Literacy vorgestellt. (weiterlesen)

ZiF-Workshop (Bielefeld): Mapping Online Book Reception Across Cultures and Languages (25. - 27. Januar 2024)

Mit Blick auf die große Relevanz kultureller Praktiken in der digitalen Sphäre hat der Workshop am Zentrum für interdisziplinäre Workshop (ZiF) Bielefeld eine kulturübergreifende Untersuchung von belletristischen Buchbesprechungen in sechs Sprachen vorgenommen. Zusammen mit Prof. Federico Pianzola (Groningen) und einer Gruppe internationaler Spezialist*innen legten wir den Schwerpunkt auf Praktiken von "nicht-professionellen Leser*innen" in digitalen Kontexten über unterschiedliche Kulturen hinweg. Einerseits haben wir theoretische Ansätze zur Modellierung von Buchbesprechungen und Buchrezeption in verschiedenen globalen und kulturellen Sphären diskutieren und kulturelle, literarische, psychosoziale, mediale, sprachliche, kunstphilosophische, aber auch datenwissenschaftliche, marktwirtschaftliche und rechtliche Praktiken adressiert. Andererseits beleuchteten wir, welche Methoden zwischen dem “close reading“ einzelner Rezensionen und dem groß angelegten Data Mining von vielen Millionen Rezensionen entwickelt werden müssen.

 

Distant Reading in Literary Studies. An Introduction to Tools for Data Literacy. Bielefeld, 7. Dezember 2022

Ein Beitrag von Robin-M. Aust

›Das Digitale ist aus den Literatur-, Kultur- und Geisteswissenschaften inzwischen nicht mehr wegzudenken.‹ Auch, wenn dieser Satz gleichermaßen phrasenhaft daherkommt wie der Begriff des ›Digitalen‹ unbestimmt ist, haftet ihm viel Wahres an. Das lässt sich leicht an der Vielzahl von digital generierten Kunstwerken und der momentanen Popularität von Text-KIs wie ChatGPT belegen – ebenso aber auch an Tagungen zu Aspekten der Netzkultur, Einführungsbänden zu Methoden der Digital Humanities oder dem vermeintlichen ›Revival‹ der empirischen, diesmal digital gestützten Literaturwissenschaft. Kurzum: Kunst, Öffentlichkeit und Forschung haben neuerdings ein unbändiges Interesse am Digitalen, seinen Erzeugnissen und seinen Potenzialen. Um direkt ein – zum Thema passendes – textstatistisches, wenngleich nicht repräsentatives Beispiel zur Untermauerung dieser These zu liefern: Im Gesamtprogramm des Germanistentages 2022 findet sich der Begriff ›hermeneut*‹ 37 mal, ›gegenwart*‹ 45 mal, ›mittelalter*‹ 60 mal, ›diskurs*‹ 84 und ›digital*‹ 85 mal. (Weiterlesen)

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