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E-SPARRING

Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Über das Projekt

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Logo: Gefördert durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Laufzeit
04/2026 - 03/2028

E-SPARRING

4 Hände greifen sich am Handgelenk und Bilden ein viereck
© Universität Bielefeld

Das Projekt E-SPARRING entwickelt den Einsatz von Simulationspersonen (SP) in der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe weiter.

SP sind trainierte Schauspieler*innen oder geschulte Personen, die in Lehr- und Prüfungssituationen reale Gesprächs- und Behandlungssituationen nachstellen. So können Lernende kommunikative, praktische und soziale Kompetenzen in einem geschützten Raum trainieren, reflektieren und verbessern. Gleichzeitig wird eine faire und vergleichbare Prüfungssituation ermöglicht, ohne echte Patient*innen zu gefährden.

Warum es dieses Projekt braucht

Studierende Sitzen an einem Tisch
© Universität Bielefeld

Der Einsatz von SP ist in der Medizin und in vielen Gesundheitsberufen bereits etabliert. In der Praxis bestehen jedoch weiterhin große Unterschiede in der Umsetzung. Genau hier setzt das Projekt an:

  1. Lernende erhalten nicht immer ausreichend Vorbereitung auf den Umgang mit SP.
  2. Die Perspektive von Studierenden wird häufig zu wenig einbezogen.
  3. Lehrende sind oft nicht systematisch für den methodischen Einsatz geschult.
  4. Bei sensiblen Themen braucht es besondere Schutz- und Qualitätsstandards.
  5. Fälle werden häufig mehrfach neu entwickelt, statt sie gemeinsam weiterzuverwenden.
  6. Der Zugang zur Methode ist für manche Studiengänge noch zu aufwendig.

Das Projekt reagiert darauf mit einem strukturierten, digitalen und übertragbaren Ansatz.

Unser Ansatz

Ziel ist es, die Vor- und Nachbereitung von SP-Einsätzen digital zu unterstützen, die Qualität zu sichern und den Austausch zwischen Standorten und Fachbereichen zu verbessern.

Dafür werden drei Bausteine entwickelt, die gemeinsam eine nachhaltige und praxisnahe Weiterentwicklung ermöglichen:

Dozierende Person steht vorne im Raum hinter Laptop
© Universität Bielefeld

Lehrende werden dabei unterstützt, Simulationspersonen professionell in Lehre und Prüfung einzusetzen. Die Inhalte sind modular aufgebaut und können an die Bedürfnisse einzelner Fachbereiche angepasst werden.

 

Im Mittelpunkt stehen unter anderem:

  • Einsatz von Simulationspersonen
  • Feedback und Debriefing
  • Simulationsszenarien in der Lehre
  • Prüfen mit Simulationspersonen
  • Fallvignetten schreiben
  • Rollentraining mit SP
  • Qualitätssicherung
  • Spezialsimulationen

Die digitalen Lernmodule enthalten Videobeispiele, interaktive Elemente und Lernzielüberprüfungen. So kann sichergestellt werden, dass SP-Einsätze fachlich fundiert und qualitätsgesichert erfolgen.

Reihe von Studierenden, eine Person schreibt auf Tablet mit
© Universität Bielefeld

Auch Studierende sollen gezielt auf SP-Kontakte vorbereitet und in der Reflexion unterstützt werden. Dafür werden digitale Module entwickelt, die methodische Grundlagen vermitteln und die Lernenden vor, während und nach dem Kontakt begleiten.

Mögliche Inhalte sind:

  • Was sind Simulationspersonen?
  • Feedback und Debriefing
  • Fit für den SP-Kontakt
  • Die Reflexion danach
  • SP in meiner Prüfung

Die Module können flexibel an Fachrichtung und Zielgruppe angepasst werden. So erhalten Lernende genau die Unterstützung, die sie für einen erfolgreichen und sicheren Umgang mit SP benötigen.

Person zeigt auf Monitor, auf Schreibtisch sind ein Laptop und zwei Monitore zu sehen
© Universität Bielefeld

Als dritter Baustein entsteht eine Falldatenbank, die professions- und institutionsübergreifend nutzbar ist. Sie erleichtert die Suche, Auswahl und Weiterentwicklung von Fallszenarien.

Die Fälle werden nach einem einheitlichen interprofessionellen Template strukturiert und verschlagwortet. Zusätzlich können Erfahrungen, Hinweise und Kommentare ergänzt werden. So entsteht eine gemeinsame Ressource, die Qualität, Austausch und Wiederverwendbarkeit stärk.


Projektleitung


														Dr. phil. Tim Peters, MME
													 (Photo)

Dr. phil. Tim Peters, MME

Wissenschaftlicher Mitarbeiter | Leitung Faculty Development | Prüfungsdidaktik


														Dr. med. Anja Bittner
													 (Photo)

Dr. med. Anja Bittner

Leitung Referat Studium und Lehre | Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Projektmitarbeiter*innen


														Johanna Deuke
													 (Photo)

Johanna Deuke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Projekt E-SPARRING


														Dr. phil. Torsten Bollweg
													 (Photo)

Dr. phil. Torsten Bollweg

Wissenschaftlicher Mitarbeiter | Projekt E-SPARRING


														Antonia Schaller
													 (Photo)

Antonia Schaller

Studentische Mitarbeiterin | Projekt E-SPARRING

Beteiligung und Weiterentwicklung

Das Projekt wird von Beginn an gemeinsam weiterentwickelt. Neben einem Expertengremium werden Studierende über einen eigenen Beirat aktiv eingebunden. Zusammen mit einem Evaluationskonzept ermöglicht das eine fortlaufende Verbesserung der Inhalte.

Der Studierendenbeirat umfasst Medizinstudierende an drei Standorten in Deutschland und berät das Projektteam mit Blick auf die spezifische Sichtweise von Studierenden. Hierzu gehören Einblicke in die Wahrnehmung des Simulationspatient*innen-Einsatzes in Lehre und Prüfungen, Barrieren für die aktive Nutzung von SP-Interaktionen für die professionelle Weiterentwicklung und Bedarfe an eine systematische Vorbereitung auf SP-Interaktionen.

Studentischer beirat

Emily Gangei
Universität Bielefeld, Modellstudiengang Medizin
Studentische Hilfskraft, Skills Lab der Medizinischen Fakultät OWL

Johanna Knop
Georg-August-Universität Göttingen, Studiengang Humanmedizin

Svenja Schäfers
Universität zu Köln, Studiengang Humanmedizin
Studentische Hilfskraft, Kölner interprofessionelles Skills Lab & Simulationszentrum (KISS)


Das Expert*innen-Gremium umfasst Kolleg*innen mit langjähriger Erfahrung im Design von Simulationszenarien, der Leitung von Simulationsprogrammen und der Ausbildung von Simulationspatient*innen und Dozierenden.

Expert*innen-Gremium

Dr. med. Angelika Hiroko Fritz
Simulations-Patienten-Programm
Medizinische Fakultät, Uniklinikum Essen
Universität Duisburg-Essen

Elvira Pippel
Co-Founderin HejSim | Simulationsexpertin
Pflegewissenschaftlerin | Gestalterin

Christian Thrien
Dipl.-Sozialarbeiter (FH) / Theaterpädagoge BuT®
Trainer für Simulationspersonen
Universität zu Köln


Übertragbar und nachhaltig

Das Projekt startet in der Humanmedizin an der Universität Bielefeld und wird dort pilotiert. Die entwickelten Materialien aus den Säulen I und II werden anschließend als Open Educational Resources (OER) unter CC-BY-SA 4.0 veröffentlicht und können von anderen Einrichtungen genutzt werden.

Die Falldatenbank wird vom Projektteam an der Universität Bielefeld aufgebaut und steht danach deutschlandweit online kostenlos zur Verfügung.


Literatur

  • Peters, Tim; Sommer, Michael; Fritz, Angelika Hiroko; Kursch, Angelika; Thrien, Christian (2019): Minimum standards and development perspectives for the use of simulated patients - a position paper of the committee for simulated patients of the German Association for Medical Education. In: GMS journal for medical education 36 (3), Doc31. https://doi.org/10.3205/zma001239
  • Peters, Tim; Bauer, Daniel; Fritz, Angelika Hiroko; Hahn, Sandra; Hempel, Linn; Reck, Loretta et al. (2026): Development of a standardized role script template for simulated participant scenarios - results of a multi-step consensus process in the German-speaking countries. In: GMS journal for medical education 43 (2), Doc18. https://dx.doi.org/10.3205/zma001812
  • Sommer, Michael; Fritz, Angelika Hiroko; Thrien, Christian; Kursch, Angelika; Peters, Tim (2019): Simulated patients in medical education - a survey on the current status in Germany, Austria and Switzerland. In: GMS journal for medical education 36 (3), Doc27. https://dx.doi.org/10.3205/zma001235
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