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    Erfahrungsberichte aus der Universität Bielefeld

    © Universität Bielefeld

„Eine neue Flexibilität“

Josefine Albert und Shiau-Chuen Chiou, Koordinatorinnen der aktuellen ZiF-Forschungsgruppe

© Josefine Albert

„Eigentlich leben und forschen die Mitglieder unserer internationalen Forschungsgruppe über einen Zeitraum von zehn Monaten immer wieder gemeinsam am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF). Ziel unserer Gruppe ist es den Forschungsstand zu Schlüsselmechanismen flexiblen intelligenten Verhaltens von Menschen, Tieren und Maschinen voranzubringen. Dafür kommen die Forschenden für wenige Tage bis hin zu mehreren Wochen u.a. aus Deutschland, Israel, USA und Japan ins Bielefelder ZiF. Der vorerst letzte gemeinsame Workshop unserer Gruppe im März markierte unfreiwillig den Übergang in die Pandemie und konnte gerade noch in einer Mischung aus physischer und virtueller Präsenz stattfinden. Seither haben wir unsere gemeinsamen Formate komplett ins Digitale verlagert: vom Jour Fixe bis hin zum Colloquium. Alle Teilnehmenden schalten sich vom eigenen PC – meistens im Homeoffice – mit Bild und Ton zu. Trotz gelegentlicher Internetverbindungsprobleme und höher wahrgenommener Anstrengung klappt diese neue Kommunikationsform erstaunlich gut. Wir hatten schon zuvor mit digitalen Kooperationsformen experimentiert, die das ZiF ohnehin verstärkt anbieten wollte. Da waren wir zugleich Versuchskaninchen und Impulsgeber. Wenn man so will, hat die Pandemie eine neue Flexibilität unseres Verhaltens herbeigezwungen. Kaum jemand unseres Teams war videobasiertes Kommunizieren in Gruppen gewohnt. Das hat unsere ZiF-Forschungsgruppenaktivitäten in wissenschaftlicher wie auch menschlicher Sicht in innovativer Weise bereichert. Allerdings kann sie den für kreative Wissenschaft unersetzlichen direkten Austausch von physisch anwesenden Personen nicht komplett ersetzen. Ein unmittelbares fachliches Gespräch bei Kaffee oder Tee im Fellow-Raum des ZiF oder ein gemeinsamer Waldspaziergang im Teutoburger Wald schaffen eine kreative Atmosphäre, die digital nicht in vergleichbarer Weise hergestellt werden kann.“