
Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle beim betrieblichen Hitzeschutz. Sie sollten eine Kultur der Achtsamkeit fördern und Maßnahmen umsetzen, um Mitarbeiter*innen vor Hitzegefahren zu schützen.
Grundsätze für Führungskräfte:
Eine wichtige Voraussetzung für ein sicheres und gesundes Arbeiten ist das Wissen darum, welche Schutz- und Notfallmaßnahmen zu beachten sind. Unterweisungen dienen dazu, Wissen über diese Schutz- und Notfallmaßnahmen zu vermitteln und Anweisungen und Erläuterungen zu geben. Unterweisungen sind Anweisungen, die zwingend zu beachten sind. Führungskräfte sind für die regelmäßige Unterweisung Ihrer Mitarbeitenden zuständig.
Heiße Tage mit Temperaturen über 30 °C und tropische Nächte, in denen es nicht unter 20 °C abkühlt, können eine erhebliche Belastung für den menschlichen Körper darstellen und die körperliche und psychische Gesundheit gefährden.
Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung verschiedener Krankheiten, Hitzekrämpfe sowie Sonnenstich und Hitzschlag können die Folge sein. Ernstzunehmende Warnzeichen des Körpers sind: Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe in Armen und Beinen, Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, erhöhter Puls, ein Gefühl der Erschöpfung oder von Unruhe, Verwirrtheit und ein trockener Mund (1).
Die Gesundheitsrisiken von Hitze betreffen grundsätzlich alle Menschen. Gleichwohl sind einige Personengruppen aufgrund bestimmter Risikofaktoren an heißen Tagen besonders betroffen und tragen durch Hitze stärkere Gesundheitsfolgen davon (2).
Dies betrifft insbesondere (chronisch) kranke Menschen, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, Schwangere, Kinder und Jugendliche, sowie Menschen mit arbeitsbedingten Risken. Ebenso können verschiedene Arzneimittelgruppen bei Hitze gefährliche Nebenwirkungen entfalten oder die Temperaturregulation des Körpers negativ beeinflussen.
Je nach Temperatur und Dauer der Hitzeexposition reichen die Reaktionen des menschlichen Organismus von leichter Hitzeerschöpfung oder Schlafstörungen über schwere Gesundheitsfolgen und Organschäden bis hin zu hitzebedingten Sterbefällen.
Spektrum der Folgen von Hitze auf menschliche Gesundheit (3):
Neben körperlichen Gesundheitsrisiken kann Hitze die psychische Gesundheit belasten und die Arbeitsfähigkeit verringern. Hitze als exogener Stressor kann Symptome bereits bestehender psychischer Erkrankungen verschlimmern oder neu auftreten lassen. Darüber hinaus können auch unabhängig von Vorerkrankungen durch Hitzeexposition verursachte Schlafstörungen einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit haben. An heißen Tagen kann es außerdem zu einer verringerten Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit sowie einem gesteigerten Aggressionspotenzial und Erschöpfung durch Hitzestress kommen
Quellen:
Einige Personengruppen sind aufgrund bestimmter Risikofaktoren an heißen Tagen besonders betroffen und tragen durch Hitze stärkere Gesundheitsfolgen davon (Vulnerable Personengruppen). Hierzu gehören insbesondere (chronisch) kranke Menschen, Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, Schwangere, Kinder und Jugendliche, sowie Menschen mit arbeitsbedingten Risiken.
Hohe Temperaturen und Hitzewellen können daher hitzebedingte Erkrankungen auslösen, Vorerkrankungen verschlimmern und auch zu vorzeitigen Todesfällen führen. Ebenso können verschiedene Arzneimittelgruppen bei Hitze gefährliche Nebenwirkungen entfalten oder die Temperaturregulation des Körpers negativ beeinflussen.
Weitere Informationen zu den hitzevulnerablen Personengruppen
Bei Fragen zum Thema "Hitzeschutz und Arbeitsmedizin" steht der Betriebsärztliche Dienst der Universität Bielefeld unter der Funktionsadresse: betriebsmedizin@uni-bielefeld.de zur Verfügung.

Die Technische Regel für Arbeitsstätten A3.5 Raumtemperatur unterteilt in vier Temperaturschwellenwerte, die einen Handlungsbedarf auslösen, um die Gefährdung durch sommerliche Hitze zu bewerten und zu minimieren. Abhängig von dem Schwellenwert müssen von den Führungskräften geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden.
Temperaturbereich im Arbeitsraum (ASR 3.5):
Weitere Informationen der DGUV:
Alarmsignale einer akuten Hitzeerkrankung können z. B. sein:
Nehmen Sie bei sich oder anderen eines oder mehrere der genannten Symptome wahr, sollten Sie unverzüglich reagieren. Wird ein medizinischer Notfall vermutet, melden Sie:
Weitere Informationen:
Hilfe und Unterstützung finden Sie unter folgenden Kontakten:
Dokumente/Broschüren
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