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art/science-Festival 2022

9. - 16. November. Fotowettbewerb mit Ausstellung, Kabarett, Musik, Beiträge zu Film, Architektur und Kitsch u.v.m.

Dieses Jahr lautet das Thema "Schlechter Geschmack". Über Geschmack lässt sich nicht streiten? Ganz im Gegenteil: Über Geschmack soll/muss gestritten werden – vor allem wenn er schlecht ist!

Für Ästhetik und Gesellschaftstheorie bietet die Diskussion über den Geschmacksbegriff jede Menge Anknüpfungsmöglichkeiten. Viel künstlerisches Anschauungsmaterial wird Anstöße zum Nachdenken über schlechten Geschmack und unsere Kriterien für die Qualifikation von Kunst als "geschmacklos" liefern. Wissenschaftler*innen werden in allgemeinverständlicher Form und interdisziplinär unterschiedliche Aspekte des Begriffs "Geschmack" darstellen. Kreativität bei Formaten und Inhalten ist oberstes Gebot, und das bedeutet einmal mehr: Auf keinen Fall langweilig!

Zum Exposé für das Festival kommen Interessierte hier.

Seit 2004 organisiert das Zentrum für Ästhetik der Uni Bielefeld seine art/science-Festivals: Ein sowohl künstlerisch wie wissenschaftlich ergiebiger Begriff steht im Mittelpunkt und wird dann von beiden Seiten möglichst multidimensional reflektiert – allerdings nicht mit viel akademischem Ballast, sondern allgemeinverständlich und ohne Berührungsängste weder zum Kurzweiligen noch zum Tiefsinnigen, interdisziplinär, was die wissenschaftlichen Anteile angeht, und möglichst vielfältig im Künstlerischen und gern im unmittelbaren Austausch zwischen Wissenschaft und Kunst. Die art/science-Festivals richten sich sehr bewusst auch an das außeruniversitäre Publikum und sie kooperieren regelmäßig mit Kultureinrichtungen und Hochschulen aus der Region.


Geschmackvolle Programmhäppchen

Muffins mit Zahnpastatopping auf einem Kuchenteller
© Fabio Ney

Wie immer bei den art/science-Festivals sind auch diesmal außeruniversitäre Partner zur Kooperation eingeladen. Kunsthalle Bielefeld, Bunker Ulmenwall, Off-Kino und auch der Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld sagten ihre Beteiligung zu. Der renommierte Filmwissenschaftler Rembert Hüser von der Uni Frankfurt/M. wird den Unterschied von Trash und schlechtem Geschmack im Kontext Film behandeln, und dabei wird es auch (und gerade!) um Bielefeld gehen. Das Off-Kino will im Umfeld ein dazu passendes cineastisches Programm anbieten. Die bekannte Architekturkritikerin Turit Fröbe hat die Einladung zum Festival angenommen und wird ihr Lebensthema "Bausünden" vorstellen. Der Bielefelder Literaturwissenschaftler Wolfgang Braungart, einer der führenden Experten zum Thema "Kitsch", wird genau dazu referieren. Das großartige Detmolder Ensemble Horizonte präsentiert in der Kunsthalle ein Programm mit Neuer Musik mit dem einschlägigen Titel "Verweigerungen gegen den vermeintlich guten Geschmack".

"Gesetzt" ist auch ein Auftritt des wunderbaren Kabarettduos "Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie" im Tor 6 und des "Ensembles für nicht gekonnte Musik" (zusammen mit dem Uni-Ensemble "sans sens") im Bunker Ulmenwall. Der Kabarettist Ingo Börchers äußert sich zu den Grenzen des guten Geschmacks in Komik und Satire. Studierende des FB Gestaltung der FH Bielefeld setzen sich mit dem Festival-Thema in einer Plakatserie auseinander, und der Fotowettbewerb zu "Schlechter Geschmack" läuft bereits. Praktische Übungen zum Geschmacksempfinden wie eine Weinverkostung runden das Programm ab. Und auch eine Bad Taste-Party ist im "Movie" geplant.

 

Hertz 87,9 - Interviews

Das Campusradio Hertz 87,9 hat mit einigen unserer Beitragenden über das Thema "Schlechten Geschmack" in ihrem jeweiligen Feld gesprochen. Zu hören sind die Interviews mit Turit Fröbe, Wolfgang Braungart und Erhard Wischmeyer hier.



À la carte

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