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Menstruation und Menopause im Unialltag

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Kontakt:

Gleichstellungsbüro Universiät Bielefeld

E-Mail:
gleichstellungsbuero@uni-bielefeld.de

Menstruation und Menopause im Unialltag

Postkarte zum Thema mit gezeichneten Periodenprodukten
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An jedem x-beliebigen Tag haben über 2000 der menstruierenden Uniangehörigen ihre Periode und im Schnitt ist ca. jede fünfte Mitarbeiterin gerade jetzt in den Wechseljahren. Menstruation und Menopause gehören also so selbstverständlich zum Unialltag wie das Schlangestehen in der X-Mensa.

Während das Schlangestehen ein beliebtes Thema zum Beschweren ist, sind Menstruation und Menopause jedoch keine Themen im Unialltag. Für viele Menschen sind beide Themen immer noch ein Tabu, voller Scham und Verlegenheit. Das führt dazu, dass Menstruierende und Personen in den Wechseljahren oft nicht offen über ihre Erfahrungen und Bedürfnisse sprechen können, da sie Ablehnung oder Unverständnis fürchten (müssen). Gleichzeitig trägt das Tabu dazu bei, dass nur wenige Menschen ein solides Wissen über diese alltäglichen Themen haben.

Tabuisierung und Unwissen führen dazu, dass Menstruation und Menopause gleichzeitig bagatellisiert und dramatisiert, individualisiert und kollektiviert werden. Voller Scham, Ekel und Ablehnung, wandeln sich Menstruation und Menopause von weit verbreiteten körperlichen Vorgängen in etwas Peinliches, gar Verruchtes, das in die Privatsphäre der Betroffenen gehört und nichts am Arbeitsplatz oder im Studienalltag zu suchen hat. So bleibt es Menstruierenden und Personen in den Wechseljahren allein überlassen Begleiterscheinungen und daraus potenziell entstehende Belastung zu stemmen und dies bevorzugt so, dass das Uniumfeld nichts davon mitbekommt. Dieses Schweigen und Ertragen unterstützten jedoch, dass Begleiterscheinungen von Menstruation und Menopause nicht als mögliche legitime Belastung anerkannt werden, und somit nicht als Grund von der Routine abzuweichen, kürzer zu treten oder sich auch mal komplett herauszunehmen. Gleichzeitig werden real existierende Belastungen, die bestimme Menstruierende und Personen in den Wechseljahren betreffen, schnell zum Anlass, die Teilhabe von Frauen in der Arbeitswelt und in der akademischen Sphäre allgemein in Frage zu stellen.

An der Universität Bielefeld sind diese Denkmuster nicht unbekannt. Wir möchten jedoch eine Kultur vorantreiben, in der Menstruation und Menopause und die daraus entstehenden Bedarfe so selbstverständlich aufgegriffen und bearbeitet werden, wie es ihre Alltäglichkeit und Verbreitung verlangen.

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