

Vor Beginn des Semesters ist es gut, sich einen Überblick über die Veranstaltungen zu verschaffen, um bspw. zu verhindern, sich zu viel vorzunehmen. Vielleicht tauchen auch bei deiner Planung die folgenden Fragen auf:
Sobald die Veranstaltungen für dein Semester im eKVV sichtbar sind, kannst du mit der Planung starten. Wir zeigen dir, wie du dir einen guten Überblick über dein nächstes Semester verschaffen kannst!
Eine erste gute Möglichkeitum bietet der Blick in das Modulhandbuch deines Studiengangs. Oft kannst du hier Empfehlungen finden, welche Veranstaltung in welchem Semester besucht werden sollte. Manchmal gibt es auch eine Checkliste oder einen exemplarischen Studienverlaufsplan, an dem du dich gut orientieren kannst. Hier findest du auch Informationen darüber, wie aufwendig die Studien- und Prüfungsleistungen für die Module sind und welche Aufgaben dich erwarten. Was musst du in diesem Semester unbedingt erledigen? Plane hier am besten vorausschauend und informiere dich darüber, ob alle Veranstaltungen jedes Semester angeboten werden oder ob es einige Veranstaltungen nur in jedem zweiten Semester gibt.
Sobald du deine relevanten Veranstaltungen ausgewählt hast, berechne die Credits. In einem Semester, in dem du in Vollzeit studierst, sind 30 Credits oder Leistungspunkte (ECTS oder LP) der offizielle Richtwert, an dem du dich orientieren kannst, den du aber nicht deutlich überschreiten solltest (schaue für weitere Informationen gerne mal hier vorbei: https://www.uni-bielefeld.de/studium/studierende/start-ins-studium/stundenplan/). Ein ECTS/LP entspricht einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Wenn du zu wenige Veranstaltungen für dein nächstes Semester findest, denke auch an deinen Individuellen Ergänzungsbereich (IndiErg), den es in fast allen Studiengängen (außer Lehramt) gibt. Hier kannst du Veranstaltungen aus dem gesamten Bachelor-Lehrangebot auswählen, die dich interessieren. Auch auf unserer Webseite https://www.uni-bielefeld.de/skills findest du ein vielfältiges Angebot, u.a. unser Modul „Studien- und berufsrelevante Skills“.
Neben der Modulplanung ist es auch wichtig, einen Überblick darüber zu haben, welche Aufgaben du neben dem Studium erledigen musst. Auch diese Aufgaben sollten bei deiner zeitlichen Planung mitgedacht werden: Dein Nebenjob, deine persönlichen Ziele, deine Freunde oder dein ehrenamtliches Engagement sind ebenfalls bedeutsam! Auch hierfür sollte genug Zeit da sein!
Wenn du momentan noch keinen guten Überblick über deine Aufgaben im kommenden Semester hast oder du in den letzten Semestern gemerkt hast, dass irgendetwas immer zu kurz kam, dann ist vielleicht die Neben-In-Übung interessant für dich, um zu sortieren, was deine Aufgaben im Studium und darüber hinaus in deinem Leben sind:
Nimm hierfür ein DIN-A3-Blatt im Querformat und zeichne einen Zeitstrahl. Was sind deine Aufgaben im Studium? Was möchtest du außerhalb des Studiums alles tun? Klebe Post-its in zwei Farben mit deinen Aufgaben auf dein Blatt auf. Deine Neben-In-Übersicht kann z.B. so aussehen:
Oft ist die Einhaltung der Regelstudienzeit ein großer Stressfaktor für Studierende. Rückblickend ist diese Einhaltung der Regelstudienzeit häufig aber gar nicht essentiell. Vielleicht hilft dir ein weiteres Semester dabei, dich in einzelne Themen zu vertiefen und ein Profil auszubilden, auf deine mentale Gesundheit zu achten oder neue Ideen und Perspektiven zu entwickeln, was für deinen weiteren Weg hilfreich und gewinnbringend sein kann! Auch ein Auslandssemester ist eine Erfahrung, die die Überschreitung der Regelstudienzeit wert ist! Auch für BAföG-Empfänger*innen gibt es mit dem Flex-Semester die Möglichkeit, eine Verlängerung der Förderdauer für ein Semester über die Regelstudienzeit hinaus zu beantragen.
Überlege, was in diesem Semester die minimalen Anforderungen an dich sind, also die, die du unbedingt erfüllen musst. Was ist optional und kann verschoben werden, wenn der Arbeitsaufwand zu groß ist und dir etwas über den Kopf wächst? Hier kann es hilfreich sein, mit der MSCW-Methode deine Veranstaltungen zu kategorisieren.
Die MSCW-Methode hilft dir dabei, einen Überblick über verschiedene Varianten deiner Semesterplanung zu erhalten.
Die Kategorie must have enthält nur das absolute Minimum an Aufgaben, die für den Erfolg deines Semesters wichtig sind, z.B. deine Pflichtveranstaltungen und Veranstaltungen, die nicht in jedem Semester angeboten werden. Die Kategorie should have enthält wichtige Aufgaben, die aber nicht entscheidend für den Erfolg deines Semesters sind, z.B. Wahlpflichtkurse, die du belegen musst, die aber nicht zeitlich festgelegt sind. Die Kategorie could have enthält Aufgaben, die du zusätzlich gerne erledigen möchtest, z.B. einen Sprachkurs oder andere Veranstaltungen für den Individuellen Ergänzungsbereich besuchen. In die letzte Kategorie won’t have gehören Aufgaben, die du vielleicht gerne auch noch erledigt hättest, die aber zu zeitintensiv sind und in diesem Semester nicht mehr in deinen Plan passen, z.B. ein Praxisstudienprojekt.
Lege eine Tabelle mit diesen Kategorien an:
| must have | should have | could have | won't have |
|---|---|---|---|
| entscheidend für den Erfolg (bspw. für ein erfolgreiches Semester) | wichtig, aber nicht entscheidend für den Erfolg | wünschenswert, wenn Zeit und Ressourcen vorhanden sind | für zukünftige Phasen aufgeschoben |
Zwischenreflexion: Überlege einmal, was du in diesem Semester unter Erfolg verstehen willst: gute Noten? Besonders viele Leistungspunkte? Möglichst entspannt durchs Semester zu kommen? Etwas Neues zu probieren? Sich mit Themen zu beschäftigen, die beruflich vorteilhaft werden könnten? Oder etwas ganz anderes?
Sortiere nun deine Veranstaltungen in die Spalten ein. So hast du einen Überblick über deine Pläne und kannst auch während des Semesters Veranstaltungen verschieben und deine Aufgaben flexibel an deine Ressourcen anpassen. Besonders nach den ersten beiden Semesterwochen, wenn du alle Veranstaltungen schon mal besucht hast, kannst du oft deinen Workload besser abschätzen als vor Beginn des Semesters und deine Sortierung nochmal reflektieren und ggf. anpassen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Semesterplanung ist der Austausch mit deinen Kommiliton*innen: Wie sieht ihre Planung aus? Was ist für die anderen von hoher Priorität? Hier könnt ihr eure Planungen vergleichen, euch abstimmen und Veranstaltungen finden, an denen ihr gemeinsam teilnehmen werdet! Oft erhält man dadurch auch Anregungen für die eigene Planung und wertvolle Informationen, z.B. über interessante Veranstaltungen.
Das Modulhandbuch findest du auf der Webseite deines Studiengangs. Starte dafür am besten hier mit der Gesamtübersicht über alle Studiengänge.
Zur Unterstützung bei der Erstellung des Stundenplans kannst du dich an die studentische Studienberatung oder an die akademische Studienberatung wenden. Auch bei Fragen rund um das Studienangebot und die Studieninhalte kannst du dich bei dieser Stelle melden. Meistens gibt es in deinem Fach Modulverantwortliche, die dir auch bei Fragen zu deinem Stundenplan weiterhelfen können und deren Kontaktdaten du auf der Website deines Studiengangs finden kannst. Wenn du nachlesen möchtest, wie die allgemeinen Schritte zur Stundenplanerstellung im ekVV aussehen, kannst du auf dieser Uni-Webseite Start ins Studium – Stundenplan weitere Infos finden.