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  • Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter (ZPI)

    Campus der Universität Bielefeld
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Bildungsmaterial zu Antisemitismus und Misogynie im deutschsprachigen Rap (BiMaRa)

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Projektlaufzeit:

  • ab 1. März 2023

Projektleitung Universität Bielefeld:


Praxiskooperationspartner SABRA – Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Projektleitung SABRA:

  • Sophie Brüss

Projektmitarbeiterinnen SABRA:

  • Natalie Kajzer & Rina Rosenberg

Gefördert durch:

  • Transferfond des Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Der  deutschsprachige Rap ist in den vergangenen 35 Jahren von einer Subkultur zu einer Mainstreamkultur gewachsen und stellt heute einen für viele Jugendliche relevanten Sozialisationskontext dar, der aus Songs, Musikvideos, den szenetypischen Interviews mit Künstlern und den Social-Media-Auftritten besteht. Zum weiteren Universum gehören Gerichtsverhandlungen und Kontakte der Künstler zur organisierten Kriminalität, die für ein jugendkulturelles, bildungsbürgerliches wie ein an Klatsch-und-Tratsch interessiertes Publikum faszinierend sind.

Empirische Forschungsarbeiten haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Gangsta-Rapper in vielen Liedern, Musikvideos und Postings auf sozialen Netzwerken sexistische, homophobe und antifeministische Rollenbilder, autoritäre Moral- und Gesellschaftsvorstellungen sowie verschwörungsideologische und antisemitische Interpretationen globaler Herrschaftsverhältnisse transportieren.

Bildungsmaterialien für den Problemzusammenhang sind bisher jedoch eine Leerstelle. Hier setzt das Transferprojekt an: Es werden Bildungsmaterialien entwickelt, deren Anspruch es ist, den Rap als Jugendkultur nicht zu verdammen, sondern ihn ernst zu nehmen und dabei zugleich die Jugendlichen für antisemitische und misogyne Inhalte zu sensibilisieren. Die Bildungsmaterialien beinhalten Hinweise zum didaktischen Einsatz und fachliche Hinweise zu Antisemitismus und Misogynie im Rap, die es erlauben, diese angemessen zu problematisieren. Positiv im Sinne der Akzeptanz der Materialien bei SchülerInnen ist, dass die Sensibilisierung für Antisemitismus und Misogynie durch die Verwendung von authentischen und aktuellen Materialien geschieht und damit auch einer Historisierung des Antisemitismus vorgebeugt wird.

Ausgangspunkte für die Erstellung der Bildungsmaterialien sind die im Projekt „Die Suszeptibilität von Jugendlichen für Antisemitismus im Gangsta Rap und Möglichkeiten der Prävention“ gesammelten und analysierten antisemitischen und misogynen Texte und Bilder sowie die im Projekt „Die Genese populistischer Dispositionen in Jugendmilieus“ (BIE_F_07) gewonnenen qualitativen und quantitativen Daten.


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