AG 2: Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung

In Deutschland leben zahlreiche Personen in Gemeinschaftsunterbringungen. Bewohnerinnen und Bewohner sind z. B. Wohnungslose oder asylsuchende Menschen. Durch beengte Wohnverhältnisse ist das Risiko von Krankheitsausbrüchen hoch. Zur Eindämmung von Ausbrüchen ist eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) mit der ambulanten Versorgung, den Einrichtungen und den Betroffenen erforderlich.
Im Rahmen der Entwicklung der S3-Leitlinie "Evidenzbasiertes infektionsepidemiologisches Management von Ausbrüchen in Gemeinschaftsunterkünften“ der AWMF, gefördert durch den Innovationsfonds des G-BA, ist die Review Unit der Universität Bielefeld als Konsortialpartner zuständig für die Methodik und Evidenzsynthese.
Ziel der Leitlinie ist es evidenz- und konsensbasierte Handlungsempfehlungen für ein effizientes und ressourcenschonendes Vorgehen zur Verringerung von Folgeinfektionen bei Ausbrüchen in Gemeinschaftsunterkünften zu entwickeln sowie Unter-, Über- und Fehlversorgung zu vermeiden. Die Leitlinienentwicklung mit dem ÖGD soll zudem zu einer Harmonisierung der heterogenen Vorgehensweise beitragen.
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