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NAGESSKOP

Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Naturschutz, Gesundheit, Soziales und Stadtplanung: Kooperative Perspektiven für lebenswerte Städte und Siedlungen (NAGESSKOP)

Urbanes Grün kann Stadtbewohner:innen eine Vielzahl von Ökosystemleistungen bieten. Um die entsprechenden Flächen möglichst adäquat zu gestalten, sind in den Kommunen zahlreiche Koordinations- und Abstimmungsprozesse zwischen verschiedenen Sektoren notwendig, die besonders bei der Verbindung von Naturschutz und Gesundheitsbelangen in vielen Fällen noch Potenziale offenlassen.

Im Projekt Naturschutz, Gesundheit, Soziales und Stadtplanung: Kooperative Perspektiven für lebenswerte Städte und Siedlungen (NAGESSKOP) werden die sektorübergreifende Zusammenarbeit von Naturschutz, Gesundheitswesen, Sozialsektor und Stadtplanung zur Förderung von städtischem Grün in Deutschland analysiert. Ziel ist es, die intersektorale Kooperation langfristig weiterzuentwickeln und damit die Verbindung von Naturschutz und Gesundheitsbelangen im Themenfeld Stadtgrün zu stärken. Im Fokus stehen Biodiversität in Städten, urbane Gesundheit, Umweltgerechtigkeit sowie wirksame Kooperations- und Vernetzungsstrukturen auf kommunaler Ebene. Auf Basis empirischer Analysen und Praxiserfahrungen in Modellstädten entstehen Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Entwicklung von Stadtgrün und lebenswerten Städten.

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Im Forschungsprojekt NAGESSKOP wird eine deutschlandweite Befragung kommunaler Akteure durchgeführt, die bestehende Kooperationsformen, Strukturen und Herausforderungen der sektorübergreifenden Zusammenarbeit von Naturschutz, Gesundheitswesen, Sozialsektor und Stadtplanung erfasst. Ergänzend werden ausgewählte Modellstädte bei der Umsetzung von Projekten zu städtischem Grün wissenschaftlich begleitet. Damit sollen Erfolgsfaktoren, Hemmnisse und Synergien intersektoraler Kooperation praxisnah identifiziert werden.

Ein weiterer Analyseschwerpunkt liegt auf der Rolle von verschiedenen Vernetzungsakteuren in den Bereichen Stadtgrün, urbane Gesundheit und Biodiversität. Dabei werden Austauschprozesse, Unterstützungsstrukturen und Transfermechanismen zwischen Sektoren und Kommunen untersucht. Die Ergebnisse fließen in konkrete, umsetzungsorientierte Handlungsempfehlungen für die kommunale Praxis ein. Um die Rahmenbedingungen für sektorübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern, werden zudem strategische Empfehlungen für Entscheidungsträger:innen auf verschiedenen politischen Ebenen gegeben. Das Projekt stärkt den Wissenstransfer zwischen Forschung, Verwaltung und Praxis. Anhand der Förderung von Stadtgrün liefert es Impulse zur nachhaltigen, gesundheitsfördernden und sozial gerechten Entwicklung von Städten.

Laufzeit: 01.11.2025-30.04.2028

Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des
Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und
nukleare Sicherheit

Projektleitung:
Prof. Dr. Claudia Hornberg

Wissenschaftliche Mitarbeitende:
Dr. David Spenger, Olga Ivlieva, Julius Freymüller

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