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Call for Papers – Sammelband AG1: Konvention, Kreativität & Innovation

Der Fokusbereich Processes of Innovation and Creativity (PINC) der Universität Bielefeld lädt Interessierte zu Beiträgen für einen Sammelband zum Thema „Konvention, Kreativität & Innovation“ ein.

Die Kreativitätsforschung unterscheidet verschiedene Domänen von Kreativität, von künstlerischem Schaffen über Erfindungen bis hin zu Problemlösung im Alltag. Als kreativ aufgefasst wird dabei zunächst einmal ein salientes Abweichen von den Konventionen einer Domäne, und zwar auf eine im weitesten Sinne gelingende Weise (Originalitätund Effektivität als zentrale Kreativitätskriterien, vgl. Runco & Jaeger 2012: 92). Gleichzeitig unterliegen Konventionen und ihr Zustandekommen selbst auch einer permanenten innovativen Dynamik (vgl. Elias 2001; Lewis 1975).

Insbesondere in einer Zeit zahlreicher tiefgreifender Transformationen und Krisen gewinnt das Verständnis für Kreativität und den kreativen Umgang mit bestehenden Konventionen an Bedeutung. Sowohl veränderte Rahmenbedingungen als auch neue Ideen können dazu führen, dass etablierte Konventionen nicht länger als Orientierungspunkt funktionieren und eine Veränderung erforderlich ist. Je nach Domäne sind Unterschiede im Verhältnis zwischen Konvention und Kreativität sowie unterschiedliche kreative und innovative Prozesse erwartbar.

Es wird um Beiträge gebeten, die das oben skizzierte Spannungsfeld zwischen Konvention, Kreativität und Innovation aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen beleuchten,     z. B. konkrete Fallbeispiele, Grundsatzreflexionen oder interdisziplinäre Vergleiche. Der Sammelband strebt ein grundlegendes Verständnis für die Anlässe kreativen und innovativen Handelns in konventionalisierten Rahmenbedingungen sowie die dahinterliegenden Prozesse und Mechanismen an. Erkenntnisleitend ist die Aufdeckung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden beim kreativen Umgang beziehungsweise der Bruch mit bestehenden Konventionen in unterschiedlichen Domänen. Die Beiträge sollen dabei u. a. auf folgende Fragen eingehen, sind aber nicht auf diese beschränkt:

  • Was bedeutet es, in einer spezifischen Domäne, kreativ mit einer bestehenden Konvention umzugehen bzw. mit ihr zu brechen oder sie zu erneuern?
  • Welche Anlässe braucht es, um kreativ mit einer bestehenden Konvention umzugehen bzw. zu brechen und etwas Neues zu etablieren?
  • Wie leicht oder schwer wird der Bruch einer Konvention auf sozialer Ebene akzeptiert? Wovon ist die Akzeptanz einer Innovation abhängig?
  • Steht bei dem Bruch von Konventionen eher die Originalität, die Effektivität oder beides im Vordergrund?
  • Welche methodischen Zugänge eignen sich, um das Spannungsfeld zwischen Konvention, Kreativität und Innovation zu erforschen? 

Willkommen sind wissenschaftliche Beiträge aus allen Disziplinen, die eine der vorangestellten Fragestellungen berücksichtigen und sich theoretisch und/oder empirisch dem Spannungsfeld zwischen Konvention, Kreativität und Innovation annähern.

Zeitplanung

Für den geplanten Sammelband kann ein Exposé im Umfang von maximal zwei DIN A4 Seiten (zzgl. Literatur) als PDF-Datei bis zum 15.05.2026 unter der Emailadresse pinc@uni-bielefeld.de eingereicht werden. Weitere Informationen an die Interessierten erfolgen spätestens bis zum 15.06.2026. Die Einreichung der Artikel erfolgt bis Herbst 2026, die Veröffentlichung des Sammelbandes ist für das Frühjahr 2027 geplant.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

 

Literatur

Elias, Norbert. 2001. Society of Individuals. London: Continuum.

Lewis, David. 1975. Languages and Language. In Keith Gunderson (Hrsg.), Minnesota studies in the philosophy of science, 3–35. Minnesota: Minnesota University Press.

Runco, Marl A. & Garret J. Jaeger. 2012. The Standard Definition of Creativity. Creativity research journal 24(1). 92–96.

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