
Das Thema Nachhaltigkeit ist an der Universität Bielefeld fest im Rektorat beim Kanzler verankert. Der Kanzler sowie die unterstützenden Einheiten verantworten die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie, welche auf dem Nachhaltigkeitsleitbild der Universität Bielefeld aufbaut. Dabei wird ein Ansatz verfolgt, der die unterschiedlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit - Ökologie, Ökonomie & Soziales - in den verschiedenen Bereichen der Universität - Forschung, Studium & Lehre sowie Betrieb - implementiert.
In diesem Themenportal finden Sie Informationen zu aktuellen Projekten und Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit an der Universität Bielefeld, zum vergangenen partizipativen Prozess zur Entwicklung des vorläufigen Nachhaltigkeitsleitbilds, zu Fördermöglichkeiten von Projekten mit Nachhaltigkeitsbezug sowie zu Ansprechpersonen und Möglichkeiten, Anregungen einzubringen.

Nach notwendigen Baumfällungen auf dem gesamten Campusgelände der Universität Bielefeld wurden Anfang März zielgerichtete Ersatzpflanzungen gestartet. Mit klimaangepassten und insektenfördernden Arten schafft die Universität in Kooperation mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) so einen nachhaltigen Mehrwert für den Campus und die Stadt.
Die jüngsten Baumfällungen erfolgten aufgrund laufender Baumaßnahmen und als Ergebnis routinemäßiger Baumkontrollen, bei denen eine mangelnde Standsicherheit festgestellt wurde. Universität und BLB haben daraufhin ein gemeinsames Konzept entwickeln lassen. Ziel ist es nicht, einfach zu ersetzen, sondern die Grünstruktur zukunftsfähig zu gestalten: Die Auswahl der Arten berücksichtigt die Klimaprognosen für NRW (u. a. einen erwarteten Temperaturanstieg von etwa 2–4 °C), längere Trockenphasen sowie häufigere Extremwetterereignisse. Gleichzeitig stehen Biodiversitätsförderung und hohe Nahrungswerte für Bestäuber im Vordergrund.
Ganzjährige Nahrung für Insekten: Artenreiche Ersatzpflanzungen
In einer ersten Pflanzaktion wurden 30 neue Bäume hauptsächlich auf der Wiese oberhalb des ehemaligen Gebäude Q gesetzt. Die Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume sind vor eine Woche gestartet und laufen planmäßig. Bei der Artenwahl wurde besonders auf Hitze‑ und Trockenheitstoleranz, urbane Belastbarkeit sowie hohen Nektar‑ und Pollenwert geachtet. Auf der Liste stehen unter anderem Feldahorn (Acer campestre), Hainbuche (Carpinus betulus) und Baumhasel (Corylus spp.). Diese Mischung soll ganzjährig Nahrung für Insekten bieten und gleichzeitig robust gegenüber den prognostizierten Klimaprognosen sein.
Die Universität und BLB fungierten als strategische Auftraggeber und Planer, die Pflege der Bäume liegt die ersten 2 Jahre aufgrund der notwendigen Anwuchsgarantie beim ausführenden Unternehmen. Im Anschluss an diese Zeit wechselt die Zuständigkeit an die Gärtner*innen aus dem Dezernat Facility Management (FM.4). Gärtnermeister Sascha Gabbei: „Bereits kurzfristig werden wir merken: bessere Luft, mehr Schatten und ein schöneres Campusbild. Die neuen Bäume bieten Lebensraum für Vögel und Insekten, stabilisieren den Boden und dämpfen die Hitze. Mit guter Pflege entsteht so ein nachhaltiger Gewinn für Mensch und Tier.“

Im Süden des Universitätshauptgebäudes entstehen die Gebäude der neuen Medizinischen Fakultät. Im Rahmen des Baus des Campus Süd spielt Nachhaltigkeit in allen Bauphasen sowie im späteren Betrieb eine zentrale Rolle. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich Mobilität. Die Universität Bielefeld setzt auf eine deutlich verbesserte Radinfrastruktur, um Studierende und Beschäftigte zum Umstieg auf das Fahrrad zu motivieren.
Mehr Informationen erfahren Sie hier: Fahrradabstellplätze an der Universität Bielefeld
Unser gegenwärtiges Schulsystem stellt Lehrkräfte in Zeiten multipler Krisen vor große Herausforderungen. Die Studienlage zeigt: Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Krisen in der Welt und der psychischen Belastung bei Kindern und Jugendlichen. Kann Bildung für nachhaltige Entwicklung die Antwort sein? Junge Menschen müssen ermutigt und befähigt werden, zukunftsmutige Mitgestalter*innen der Gesellschaft zu werden – in einer Schule, die selbst zum Reallabor für die sozial-ökologische Transformation wird. Wie kann dies gelingen? In unserem Workshop, der in Präsenz stattfindet, zeigen wir, was Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne des Whole School Approach leisten kann.
Mo, 23.03.2026, 15:00 - 17:30 Uhr
Workshopleitung: Frieda Bayer, Jannik Heckmann, Jessica Freiensehner & Edmund Studinski (Teachers for Future Bielefeld)
Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schulformen und Jahrgangsstufen gleichermaßen, Lehramtsanwärter*innen, Studierende, OGS-Mitarbeitende
Anmeldung unter: https://wwwhomes.uni-bielefeld.de/bised/cgi/anmeldung.php?kurs=26-krise&program=sommer2026
Mit Debatten zu Klimagerechtigkeit, spätestens aber seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine 2022 ist Energie (erneut) zu einem politischen und gesellschaftlichen Schlüsselthema geworden. Fragen nach Versorgungssicherheit, Sparsamkeit und der Zukunft unseres Energiesystems aber auch nach Energiegerechtigkeit prägen seither die nationale wie globale Politik. Konkret erfahrbar werden diese Aushandlungsprozesse um Energie jedoch vor allem in lokalen Kontexten – auf der Ebene des Alltags, wo Menschen heizen, kochen, arbeiten, sich fortbewegen und konsumieren.
Genau hier setzt das zweisemestrige Praxisprojekt „Energizing Bielefeld“ an. Im Zentrum steht die lokale Energiegeschichte Bielefelds vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Gemeinsam entwickeln die Studierenden einen digitalen Energiepfad, der multimediale Einblicke in zentrale Orte der lokalen Energiegeschichte eröffnet. Die thematische Spannbreite reicht von der Elektrifizierung des städtischen Alltags über die sozialen und ökologischen Folgen fossiler Energienutzung bis zu den AKW-Protesten der Bielefelder Umweltbewegung und ihren frühen Initiativen für Wind- und Solarenergie. Das Projekt verbindet historische Forschung mit öffentlicher Wissensvermittlung: Die Studierenden erkunden die Energiegeschichte der Region praxisnah und erwerben zugleich berufsorientierende Kompetenzen – von Archivrecherchen und Oral-History-Methoden bis zur Konzeption von Podcasts und Videotutorials. Um die dafür notwendigen Fähigkeiten zu erwerben, arbeiten wir eng mit dem Stadtarchiv, dem Historischen Museum sowie mit dem BITS Space und dem Schreiblabor der Universität zusammen; zudem laden wir externe Expert*innen wie Timo Fratz, Chefredakteur von Radio Bielefeld und die Autorin Berit Glanz (54books.de) ein.
Das Seminar wird vom Qualitätsfonds für die Lehre gefördert.

Mit dem Newsletter Nachhaltigkeit informiert das Nachhaltigkeitsbüro in unregelmäßigen Abständen über aktuelle Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit an der Universität Bielefeld. Zudem erhalten Sie Informationen zu internen und externen Veranstaltungen, Förderungen (z. B. Lehr- und Forschungsförderung) sowie zu spannenden Projekten aus der Hochschul-Community rund um das Thema Nachhaltigkeit.
Tragen Sie sich in die Mailingliste Nachhaltigkeit ein, um den Newsletter zu erhalten.

...dass in den meisten Kopierräumen der Uni Toner-Sammelboxen des Herstellers Ricoh und Sammelboxen der Aktion Sammeldrache für nicht-Ricoh Toner zu finden sind? Die gesammelten Kartuschen werden in beiden Fällen nach einer Prüfung aufgearbeitet und wiederverwendet und nur für den Fall, dass sie sich nicht aufbereiten lassen, entsorgt. Für die Anschaffung der Ricoh Boxen sind die jeweiligen Bereiche / Sekretariate eigenständig verantwortlich.
Die Sammelbox der Aktion Sammeldrache kann mit einer Mail an abfallwirtschaft@uni-bielefeld.de angefragt werden.
Seit Mai 2022 unterstützt das Nachhaltigkeitsbüro die verschiedenen Aktivitäten rund um Nachhaltigkeit an der Universität.
Büro: A4-104
Telefon: +49 521 106-87965
Wenn Sie Fragen klären oder Ideen und Anregungen einbringen möchten, melden Sie sich gern beim Nachhaltigkeitsbüro (nachhaltigkeitsbuero@uni-bielefeld.de). Wir vereinbaren dann gern einen (Online-)Termin im Rahmen der Nachhaltigkeitssprechstunde.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Nachhaltigkeitssprechstunde.
Mit dem Newsletter Nachhaltigkeit informiert das Nachhaltigkeitsbüro in unregelmäßigen Abständen über aktuelle Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit an der Universität Bielefeld. Zudem erhalten Sie Informationen zu internen und externen Veranstaltungen, Förderungen (z. B. Lehr- und Forschungsförderung) sowie zu spannenden Projekten aus der Hochschul-Community rund um das Thema Nachhaltigkeit.
Tragen Sie sich in die Mailingliste Nachhaltigkeit ein, um den Newsletter zu erhalten.
Seit September 2022 koordiniert das Klimaschutzmanagement, angesiedelt im Dezernat Facility Management (FM), die Klimaschutzaktivitäten der Universität und unterstützt dabei, politische Vereinbarungen zum Klimaschutz auf lokaler Ebene umzusetzen. Neben der Erstellung und Aktualisierung der Treibhausgasbilanz der Universität werden Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen durch das Klimaschutzmanagement initiiert, begleitet und evaluiert.
Kontakt: Roman Immoor, Klimaschutzmanager (roman.immoor@uni-bielefeld.de)