
zu besetzen.
Die Juniorprofessur soll zunächst für die Dauer von drei Jahren besetzt werden. Nach erfolgreicher Evaluation kann sie für weitere drei Jahre verlängert werden. Im Anschluss an die Juniorprofessur wird eine befristete W2-Professur (5 Jahre) mit gleichem Schwerpunkt ausgeschrieben. Hier besteht der Wunsch der Abteilung, dass sich der*die Stelleninhaber*in der Juniorprofessur auf die befristete W2-Professur bewirbt.
Die Juniorprofessur ist strukturell in der Abteilung für Psychologie im Schwerpunkt „Menschliches Erleben und Verhalten in klinischen Kontexten“ verankert. Folgende thematische Schwerpunktsetzungen in Forschung, Lehre und Praxis sollen sich entwickeln (und vereinzelt auch schon vertreten werden):
(1) Psychodynamisch orientierte Wirkungs- und Prozessforschung (aus analytischer und tiefenpsychologischer Sicht), gerne auch ergänzt durch psychodynamische Grundlagenforschung
(2) Psychodynamisches therapeutisches Kompetenzverständnis (Erforschung und Vermittlung basaler psychodynamischer Haltungen, Methoden und Techniken),
(3) Inhaltliche Auseinandersetzung und Positionierung aus psychodynamischer Sicht in Bezug auf die zunehmende Entwicklung und Vertretung integrativer Psychotherapiemodelle in der Klinischen Psychologie
Die*der Stelleninhaber*in muss in dem Arbeitsgebiet der Psychodynamischen Psychotherapie ein entsprechendes Profil in Forschung und Lehre aufweisen, das durch einschlägige, nationale wie internationale Publikationen und empirische Forschung ausgewiesen ist.
Eine Vertrautheit und auch Identifikation mit psychodynamischen Ansätzen (in der Störungs- sowie Behandlungstheorie) einschließlich klinisch-praktischer Erfahrungen wird erwartet. Wir wünschen uns eine Person, die begeistert psychodynamische Theorien vertritt, und gleichzeitig offen und wertschätzend mit Personen, die andere Ansätze verfolgen, in Kontakt geht sowie praktisch fundiert arbeitet. Daher ist eine Approbation (oder weit fortgeschrittene Ausbildung) mit Fachkunde Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und/oder Analytische Psychotherapie erforderlich.
Die Integration der Juniorprofessur in die profilgebende Forschungsstruktur der Universität Bielefeld (z.B. in die Schwerpunkte “Life Chances“; + Intelligent Interactive Systems) wird erwartet. Die/Der Stelleninhaber*in soll sich in den Forschungsinitiativen der Abteilung für Psychologie (z.B. „Pathways from Trauma and Adversity to Mental Health“, „Interpersonal Interaction and Perception“, „Studying Dynamics of Physical Activity and Psychological Processes in Intensive Longitudinal Data“) einbringen. Eine entsprechende Anschlussfähigkeit, z.B. in Bezug auf die quantitative Methodik, ist von Vorteil.
Der Schwerpunkt der Lehre liegt in den Bachelor- und Masterstudiengängen der Abteilung für Psychologie (Psychotherapie-Profil bzw. Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie). In der klinischen Masterausbildung verfügt die Universität über ein starkes Potential von drei Ambulanzen: eine Psychotherapie-Ambulanz für Erwachsene, eine Psychotherapeutische Ambulanz für Kinder, Jugendliche und Familien und eine Neuropsychologische Ambulanz. Alle Ambulanzen werden als Lehr- und Forschungsambulanzen genutzt. Hier ist eine aktive Mitwirkung durch die*den Stelleninhaber*in gewünscht.
Die Abteilung begrüßt Aktivitäten im Bereich Open Science und Reproduzierbarkeit. Die Fähigkeit und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit, sowie Genderkompetenz sind erwünscht.
Die Fakultät betrachtet die Gleichstellung von Frauen und Männern als eine wichtige Aufgabe, an deren Umsetzung die*der zukünftige Stelleninhaber*in mitwirkt. Die Bewerber*innen werden gebeten, auch genderbezogene Aspekte in Forschung und Lehre sowie bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in fachlich angemessener Weise zu berücksichtigen.
Einstellungsvoraussetzungen sind gemäß § 36 HG NRW ein abgeschlossenes Hochschulstudium in einem einschlägigen Fach, die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die durch die Qualität der Promotion nachgewiesen wird, pädagogische Eignung, die durch eine entsprechende Vorbildung nachgewiesen oder ausnahmsweise im Berufungsverfahren festgestellt wird, sowie zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die ausschließlich und umfassend im Berufungsverfahren bewertet werden.
Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter und ihnen gleichgestellter behinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht.
Die Universität Bielefeld ist für ihre Erfolge in der Gleichstellung mehrfach ausgezeichnet und als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Sie freut sich über Bewerbungen von Frauen. Dies gilt in besonderem Maße im wissenschaftlichen Bereich. Sie behandelt Bewerbungen in Übereinstimmung mit dem Landesgleichstellungsgesetz. Familienzeiten werden im Rahmen der Auswahlentscheidung berücksichtigt.
Die Universität Bielefeld unterstützt Dual-Career-Konstellationen bei der Gestaltung eines gemeinsamen Arbeits- und Lebensmittelpunktes.
Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf mit Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs, Verzeichnis der Veröffentlichungen Aufstellung der bislang eingeworbenen Drittmittel (falls vorhanden), zweiseitiges Forschungs- und Lehrkonzept mit Zielsetzung, was während der Zeit der Juniorprofessur erreicht werden will, Verzeichnis der durchgeführten Lehrveranstaltungen sowie sonstige Nachweise der Lehrqualifikation bis zum 10.04.2026 online über das Berufungsportal der Universität Bielefeld ein:
https://berufungen.uni-bielefeld.de
Kontakt:
Universität Bielefeld
Dekanin der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
E-Mail: dekanat.psychologie@uni-bielefeld.de
Bitte beachten Sie, dass Gefährdungen der Vertraulichkeit und der unbefugte Zugriff Dritter bei einer Kommunikation per unverschlüsselter E-Mail nicht ausgeschlossen werden können. Informationen zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten finden Sie hier.