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Institut für ­interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung

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Rechtsextreme Homizide, Morde an ­wohnungslosen Menschen

Seit 1990 wurden über hunderte Menschen von rechtsextrem orientierten und organisierten Menschen und Gruppen getötet. Diese extremistischen und terroristischen Homizide haben bestimmte Muster, die die Forschungsgruppe ermitteln und dokumentieren möchte. Ein besonderer aktueller Fokus ist dabei auf wohnungslose Opfer gerichtet, denn ihre Tötungen sind kaum bis gar nicht systematisch untersucht worden. 600 wohnungslose Menschen Opfer tödlicher Gewalt. Die Studie zu Morden an wohnungslosen Menschen nimmt die Motivationen derjenigen Täter*innen in den Blick, die selbst nicht wohnungslos sind. Als Grundlage dient ihr eine qualitative Auswertung von Ermittlungs- und Strafverfahrensakten, untersucht werden Fälle zwischen 1990 und 2022 in Deutschland. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Tatmotivationen, die Tathergänge sowie die Konstellationen zwischen Täter*innen und Opfern. Meist changieren die Tatmotivationen auf einem Kontinuum von Langeweile, Frustrationsbewältigung und Nervenkitzel einerseits und dem Hass auf wohnungslose Menschen andererseits. Nur selten werden jene Tatmotivationen jedoch juristisch und gesellschaftlich als Merkmale rechter Gewalt anerkannt. Die Studie fokussiert auf die Bedeutung sozialdarwinistischer Einstellungen und Überzeugungen: Wie äußern sich Täter*innen selbst zu der Tat? In welchem Zusammenhang stehen der Tathergang und die ideologischen Hintergründe der Tat? Welche Funktion erfüllt die Gewalt für die Täter*innen? Inwiefern dient Sozialdarwinismus als Scharnier zwischen der „Mitte“ und der radikalen Rechten?

 

Koordination und Kontakt:

  • Merle Stöver - merle.stoever@uni-bielefeld.de

Forschungsgruppe am IKG:

  • Merle Stöver
  • Kai Falkenhain
  • Prof. Dr. Andreas Zick
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