

Rechtsextremismus gilt als eine der größten Bedrohungen für die Demokratie. Dementsprechend stark wird die Forschung zum Thema aus Gesellschaft, Politik, Öffentlichkeit und politischer Bildung nachgefragt. Gleichzeitig fehlt ein eigenständiges Feld der Rechtsextremismusforschung, welches das vorhandene Wissen und neue Beobachtungen und Erkenntnisse interdisziplinär und in engem Austausch von Wissenschaft und Praxis zusammenführt. Hier setzt das Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) an: Es systematisiert das Wissen über das Phänomen Rechtsextremismus, bringt wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Akteur*innen in Austausch, organisiert den Wissenschafts-Praxis-Transfer und die Förderung von Nachwuchswissenschaftler*innen. Somit wird die Rechtsextremismusforschung insgesamt gestärkt.
Für das Wissensnetzwerk kooperieren das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld, das Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung (KreDo) an der Universität Leipzig, das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena und das Institut Social Concepts (SO.CON) an der Hochschule Niederrhein. Gemeinsam bauen sie drei Plattformen auf, die auf unterschiedliche Aspekte der Wissensproduktion und des Austausches fokussieren: Die Plattformen Wissenschaft, junge Forschung und Transfer. Geleitet wird das Wissensnetzwerk vom IKG, das außerdem die Plattform Wissenschaft verantwortet, auf der die Vernetzung der wissenschaftlichen Akteur*innen der Rechtsextremismusforschung untereinander gestärkt wird. Die Plattform bietet Reflexions- und Diskussionsräume an, in denen Wissenschaftler*innen daran arbeiten, die Rechtsextremismusforschung selbstkritisch weiterzuentwickeln. Außerdem soll das Forschungsfeld systematisiert und Forschungslücken identifiziert werden.
Laufzeit:
Forschungsverbund:
Projektteam IKG:
Förderung: