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Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung

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Aktuelles

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Montag 5. Oktober 2026

Tradwives als ‚Symptom‘? (WiSe 2026 / 2027)

Aktuelle Debatten im Kontext von Geschlechterverhältnissen, sozialen Medien und extrem rechten Ideologien (Veranstaltungsreihe ZKJF)

Poster Veranstaltungsreihe

Die Darstellung einer vermeintlich „guten Mutter, Haus- sowie Ehefrau“ erlebt in den sozialen Medien ein Comeback. Tradwives inszenieren Mutterschaft, Häuslichkeit und Sorgearbeit als Sehnsuchtsbild einer tradierten und gleichzeitig neu inszenierten Weiblichkeit. Doch hinter dem Phänomen steckt mehr als nur ein Trend, es verweist symptomatisch auf gesellschaftliche Konflikte um Geschlechter- und Machtverhältnisse. Die Veranstaltungsreihe nimmt damit die Social-Media-Figur der Tradwife als Ausgangspunkt, um aktuelle Auseinandersetzungen um Elternschaft, Care-Arbeit, Antifeminismus, Retraditionaliserung und Faschisierung empirisch zu beleuchten und kritisch zu reflektieren. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, welche Entwicklungen Tradwives im Hinblick auf die Aushandlung von Geschlechterverhältnissen sichtbar machen und welche Folgen möglicherweise zunächst unsichtbar bleiben. 


Die Veranstaltungsreihe findet in Präsenz an der Universität Bielefeld statt. Nach Anmeldung können die drei Vorträge (04.11.26, 25.11.26. & 09.12.26) auch über einen Livestream verfolgt werden. Folgen Sie hierfür einfach dem Link zur Anmeldung. Am Vortag der Veranstaltung erhalten Sie nach Anmeldung einen Zoom-Link per E-Mail. Die abschließende Podiumsdiskussion findet im Veranstaltungssaal (SO2) der Stadtbibliothek Bielefeld statt.
Es besteht zudem die Möglichkeit einer veranstaltungsbegleitenden Kinderbetreuung für die Vorträge und das studentische Werkstattgespräch. Wenn Sie Bedarf für eine Kinderbetreuung haben, bitten wir Sie aus organisatorischen Gründen, um eine Anmeldung Ihres Interesses. Vor Ort ist es notwendig, ein Formular des Familienservices mit Kontaktdaten und einigen Angaben (Allergien, Krankheiten) etc. auszufüllen
 

Wir freuen uns auf die folgenden Vorträge und Referent*innen:

  • 04.11.2026 | Tradwife – zwischen Nostalgie und Emanzipation. Einblicke in eine biografieanalytische Studie | Paula Matthies (Frankfurt University of Applied Sciences)  – Raum H16
  • 25.11.2026 | Mutterschaft in Bewegung – Transformationen, Persistenzen und Aneignungen eines wirkmächtigen Konstrukts | Dr. Marie Reusch (Philipps-Universität Marburg) – Raum H16
  • 09.12.2026 | Tradwives im digitalen Raum – feministische Wahl oder antifeministische Erzählung? | Dr. Maximilian Krug (Universität Duisburg-Essen) – Raum H16
  • 13.01.2027 | Studentisches Werkstattgespräch | ​– Raum S1-138
    - Konservative und extrem rechte Vorstellungen von Geschlecht: Übereinstimmungen, Differenzen und Verwischungen | Karina Korneli
    - Selbstpräsentation von Tradwives im Spannungsfeld von Rebellion und Rückzug auf Instagram | Nina Steinmetz
    - Extrem rechte Konstruktion einer Krise der Männlichkeit auf TikTok | Ellen Hegewaldt
  • 20.01.2027 | Podiumsdiskussion (Stadtbibliothek Bielefeld) | Dr.*in Rebekka Blum (Philipps-Universität Marburg) | Selina Alin (Amadeu Antonio Stiftung)| Dr.*in Ulrike Becker (Universität Bielefeld) | Nina Steinmetz (Universität Bielefeld) – Stadtbibliothek Bielefeld

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Regulierung von Kindheit und Jugend (Ringvorlesung ZKJF) (WiSe 2025/2026)

Ringvorlesung

Poster der Ringvorlesung "Regulierung von Kindheit und Jugend" im Wintersemester 2025/2026
© Universität Bielefeld

Kindheit und Jugend sind hochgradig regulierte Lebensphasen. In diesen Lebensphasen finden Regulierungen z. B. von Seiten des Wohlfahrtsstaates, des Bildungs- und Betreuungssystems, der Familie sowie der Peer Group oder rechtlich z. B. auf Basis des Achten Sozialgesetzbuches (SGB VIII) statt.

Im Zentrum der Ringvorlesung stehen die Fragen, wie Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Kontexten als Schutzbedürftige, Unvernünftige, Gefahrenquellen oder potenziell Dauergefährdete konstruiert werden und welche Handlungsspielräume ihnen als eigenständige Akteure zugeschrieben werden. Seit der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 werden ihre Rechte im Spannungsfeld von Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechten diskutiert. Auch die Restrukturierung des investiven Sozialstaats und die aktuellen Reformen des SGB VIII mit Blick auf Inklusion rücken Kinder und Jugendliche als zentrale Adressat*innen in den Fokus – insbesondere an Orten der institutionellen Regulierung wie Kindertageseinrichtungen, Schulen, der Kinder- und Jugendhilfe oder im Jugendstrafrecht.
Im Rahmen empirischer Analysen und theoretischer Reflexionen beleuchten die Vortragenden die vielfältigen Formen und Effekte der Regulierung von Kindheit und Jugend. 

Die Ringvorlesung des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung richtet sich an Studierende und Mitarbeitende aller Fakultäten und Fachrichtungen sowie an alle am Thema interessierten Personen. 

Vortragsankündigung Baader & Simon: Childhood and education in the focus of the far right in Germany
  • 03.11.2025, 18.15 - 19.45 Uhr (Anmeldung erforderlich) Prof. Meike Sophia Baader & Dr. Stephanie Simon: "Childhood and education in the focus of the far right in Germany"

Vortragstitel, Vortragende und Daten für Vorträge im Wintersemester 2025
  • 20.01.2025, 18.15 - 19.45 Uhr (Anmeldung bis 19.01.2025) Ursina Jaeger: "Kindheit jenseits öffentlicher Institutionen. Die Diversität pädagogischer Alternativität und ihre Implikationen für die Kindheitsforschung"
  • 27.01.2025, 18.15 - 19.45 Uhr (Anmeldung bis 26.01.2025) Wiebke Hiemesch:"Von Straßenbahnen, Hafenbecken und dem Turmbau zu Babel. Zeichnungen jüdischer Kinder aus dem Hamburg der 1930er Jahre als Quellen einer Kindheitsgeschichte"
  • 27.05.2024, 18:15 - 19:45 Uhr (Anmeldung bis 26.05.2024)
    Ann Phoenix: "Why intersectionality is central to meaningful understandings of early education and care"
  • 24.06.2024, 18:15 - 19:45 Uhr
    Michel Vandenbroeck: "Early Childhood Education in Neoliberal Times"
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