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  • Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF)

     

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Aktuelle Veranstaltungen

Frühere Veranstaltungen

Konturierungen von Kindheit und Jugend

Ringvorlesung des ZKJF

Unterschiedliche theoretische Zugänge zu Kindheit und Jugend legen es nicht nur nahe, die gleichen Phänomene unterschiedlich zu untersuchen und zu deuten, sondern sie nehmen in der Regel auch an, dass unterschiedliche Phänomene und Sachverhalte dafür relevant sind, was Kindheit und Jugend ausmacht. Anders formuliert konturieren sie Kindheit und Jugend und beinhalten Stellungnahmen darüber, wie und warum Kindheit und Jugend mehr oder weniger angemessen konstituiert wird. Die unterschiedlichen Zugänge können sich wechselseitig ergänzen, bestärken, weiterentwickeln, sich gegenseitig widersprechen oder in Frage stellen. In dieser Ringvorlesung werden hinsichtlich ihrer erkenntnistheoretischen Annahmen, disziplinären Bezüge, methodologischen und empirischen Konsequenzen unterschiedliche im Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung vertretene Zugänge zu Kindheit und Jugend thematisiert, kritisch-reflexiv beleuchtet und bisweilen auch gegeneinander diskutiert.

Poster zur Ringvorlesung

 

Nicht dermaßen beteiligt werden.

Über die Widersprüche einer (sozial-)pädagogischen Norm.

Ringvorlesung des ZKJF mit der AG 8 Soziale Arbeit

Partizipation von Adressat*innen in (sozial-) pädagogischen Zusammenhängen soll ermöglicht werden. Dies gilt fachlich als allgemein zustimmungsfähig und wird zudem flankiert von der Etablierung spezifischer Rechtsnormen, etwa im Kontext der UN-Kinderrechtskonvention oder im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII).

Dabei geht die Orientierung an Partizipation mit sehr unterschiedlichen Verständnissen, normativen Vorstellungen und Versprechen einher. Sie kann in (sozial-)pädagogischen Kontexten darauf zielen, Adressat*innen die ihnen zustehende Selbstbestimmung zu ermöglichen bzw. ein Erlernen und Erfahren demokratischer Praxen zu ermöglichen. Stärker instrumentell gewendet ist das Konzept der Partizipation oft mit der Idee verknüpft, Heranwachsenden die notwendigen Kompetenzen zur politischen Beteiligung als ‚future citizens‘ zu vermitteln. Partizipation verspricht als Einbindung und Gewinnung des Gegenübers  eine höhere Wirksamkeit erzieherischer Hilfen und  als normative Erwartung wird sie im Sinne einer Mitwirkung(spflicht) an die Adressat*innen herangetragen. Die Schwierigkeit, Partizipation als fachlichen Anspruch zu fassen, an welchem sich pädagogische Praxis zu messen habe, kommt allerdings nicht nur durch diese begriffliche Unschärfe ins Spiel. Vielmehr impliziert Partizipation oftmals die Beteiligung der (autonom gedachten) Subjekte, die ‚sich einbringen‘ und dabei ‚ihre‘ Präferenzen zum Thema machen oder ‚ihre‘ Interessen vertreten sollen. Diese, möglichst authentische, Beteiligung der Subjekte ist es, die im pädagogischen Kontext die Hoffnung speist, die Machtförmigkeit von pädagogischen Beziehungen sowie deren Anfälligkeit für Machtmissbrauch durch Partizipation zu reduzieren und Demokratisierungsprozesse zu befördern.

Aus subjektkritischer Perspektive lässt sich dagegen fragen, auf welche Weise und mit welchen Konsequenzen Adressat*innen – etwa Kinder und Jugendliche – in Partizipationszusammenhängen zum Subjekt gemacht werden bzw. sich selbst zum Subjekt machen und auf welche Weise dabei – etwa institutionelle bzw. generationale – Ordnungen ins Spiel kommen. Partizipation stellt sich aus einer solchen Perspektive somit als ambivalent dar, da sie immer in jeweilige Machtverhältnisse eingebunden ist und nicht per se ermächtigend, aber auch nicht per se Herrschaftsinstrument ist.

In der Ringvorlesung soll mittels grundlagentheoretischer Überlegungen sowie Theoretisierungen am empirischen Material Partizipation – insbesondere im Kontext von Kindheit und sozialpädagogischen Institutionen – beleuchtet und diskutiert werden. Dabei soll ein Nachdenken beispielsweise über Fragen zum Subjektstatus im Zusammenhang mit kindlicher agency und Disziplinierung, der Entwicklungstatsache und deren institutioneller Inszenierung sowie der mit Praktiken der Partizipation verbunden Differenzproduktion ermöglicht und anregt werden.

Poster zur Ringvorlesung

Ein Workshop des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung mit Melanie Babenhauserheide, Julia König und Sonja Witte am 26.11.2022 von 11 Uhr bis 18 Uhr 30 an der Universität Bielefeld

In diesem Workshop möchten wir Wirkungsweisen und Bedeutungen gegenwärtiger sexualmoralischer Grenzziehungen und Entgrenzungen im Hinblick auf kindliche und jugendliche Sexualität diskutieren und dabei insbesondere darin aufscheinenden Ambivalenzkonflikten nachgehen.

In der Sexualitätsforschung wird seit den 1990er Jahren vielfach ein Prozess der Enttraditionalisierung westlicher Sexualkultur beschrieben; prominent analysieren Sexualwissenschaftler wie Schmidt und Sigusch einen hiermit verbundenen historischen Paradigmenwechsel: Anstelle eines ‚alten‘, repressiven Systems der Sexualmoral, welches zentral auf Grenzziehungen zwischen erlaubten und verbotenen, normalen und abweichenden Lüsten und Praktiken beruhte, trete nun eine Ethik des Aushandelns, mit der das Sexualleben weitgehend von institutionalisierten moralischen Vorgaben und Beschränkungen entbunden sei. Die Folgen dieser beobachteten ‚Entgrenzung‘ der individuellen Möglichkeiten sexuellen Lustgewinns werden von aktuellen Zeitdiagnosen sehr unterschiedlich eingeschätzt: Während die einen eine Sexualisierung oder gar „Pornografisierung von Gesellschaft” (Schuegraf et.al. 2012) diagnostizieren, betonen andere, dass das Verschwinden verbotsorientierter Tabus mit Tendenzen entgrenzter Selbstregulierung und verinnerlichter Disziplin einherginge und sich zunehmend eine puritanische Lustfeindlichkeit verbreite bei gleichzeitig zwanghafter Optimierung der Lustmöglichkeiten. Diese – als Individualisierungs-, Modernisierungs- oder Pluralisierungsprozess – beschriebene Tendenz der „neue[n] Liebesordnung” (Illouz 2013) bedeutet keineswegs ein „Verschwinden der Sexualmoral“ (Schmidt 1998) als solcher, vielmehr zeigen sich „Paradoxien der sexuellen Liberalisierung“ (Herzog 2013). Gegenwärtige Debatten um kindliche Sexualaufklärung (Stichwort: ‚Frühsexualisierung‘) oder #MeToo verweisen darauf, dass es im Zuge des beschriebenen Paradigmenwechsels zu Transformationen und neuen Hervorbringungen in den Konstellationen sexualmoralischer Diskurse kommen kann.

Seit jeher sind in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um Fragen der Sexualmoral Bilder und Vorstellungen kindlich-jugendlicher Sexualität, Generationenkonflikte sowie geschlechtsspezifische Aufladungen zentral. Im Workshop möchten wir diese Aspekte anhand einer Konstellation von Fallbeispielen aus verschiedenen kulturellen und medialen Bereichen diskutieren:

1.) Darstellungen und Inszenierungen des Übergangs von der Sprache zur körperlichen Berührung und Erregung in von „Harry Potter“-Fans verfassten, online veröffentlichten erotischen Erzählungen, in denen männliche Figuren miteinander verkuppelt werden (Slash-Fanfiction), und ihrer Rezeption

2.) Der im Kontext von #metoo entstandenen Petition gegen die Ausstellung des Gemäldes „Thérèse rêvant“ (1938) von Balthus im Metropolitanmuseum in New York

3.) Inszenierungen von Präventionsdiskursen in hitzigen, moral(ist)isch aufgeladenen Debatten im Spannungsfeld von Kindern, Kindheit und Sexualität

Dabei soll das Verhältnis von Moral und Lustgewinn aus psychoanalytischer Perspektive in seinen möglichen Ambivalenzen diskutiert werden: Während einerseits Moral als Begrenzung von Möglichkeiten sexuellen Lustgewinns gelten kann, schafft sie andererseits zugleich auch (jeweils historisch spezifische) Anreize sexueller Erregungen, nicht zuletzt in Form lustvoller moralischer Empörung. Welche diesbezüglichen Ambivalenzen treten in diesen gegenwärtigen sexualmoralischen Artikulationen und Phänomenen in Erscheinung und welche Funktion haben diese in der Wirkungsweise sexualmoralischer Diskurse? Welche Bedeutung haben Reflexionen der Ambivalenzen und Paradoxien gegenwärtiger Sexualkultur und ihrer medialen Repräsentationen für erziehungswissenschaftliche Perspektiven auf generationale Ordnung, Geschlechterverhältnisse und infantile/adoleszente Sexualität?

Literatur

Herzog, D. 2013: Paradoxien der sexuellen Liberalisierung. Göttingen.

Illouz, E. 2013: Die neue Liebesordnung. Frauen, Männer und Shades of Grey. Frankfurt a. M.

Schuegraf, M.; Tillmann, A. 2012: Pornografisierung von Gesellschaft. Konstanz/München.

Schmidt, G. 1998: Sexuelle Verhältnisse. Über das Verschwinden der Sexualmoral. Reinbek bei Hamburg.

Poster zum Workshop

Die Bedeutung des Pornographiekonsums Jugendlicher wurde in der Vergangenheit und wird aktuell medial häufig als „Bedrohungszenario“ (Klein 2010) inszeniert. Diese Diskurse schließen an tradierte Stereotype der gefährlichen und gefährdeten Jugend an. Zugleich lassen sich Gegenbewegungen und Tendenzen der Liberalisierung erkennen.
In der interdisziplinären Ringvorlesung werden diese Diskurse in der BRD analysiert. Besonders richtet sich der Fokus auf die darin enthaltenen kulturellen Bilder kindlicher, jugendlicher und erwachsener Sexualität sowie ihre Funktionen für die darin aufscheinende generationale Ordnung im jeweiligen gesellschaftspolitischen Kontext.

Die digitale Ringvorlesung fand mittwochs (Termine s.u.) von 16-18 Uhr (c.t.) statt.

Für Studierende ist es möglich über ein MA-Begleitseminar (Veranstaltungsnummer 250167) studiumsrelevante Leistungen zu erbringen. Bitte tragen Sie sich im ekVV ein.

Poster zur Vortragsreihe

Jahrestagung des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF) in Kooperation mit dem Institut für Konflikt- und Gewaltforschung (IKG)

Onlinetagung, 29. und 30.11.2021

Organisationsteam: Petra Bollweg, Stephan Dahmen, Zeynep Demir, Baris Ertugrul, Daniela Kloss, Mira Püschel, Bettina Ritter

Tagungsprogramm

Eigentlich sollte im November 2020 die Jahrestagung des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF) zum Thema „Politisierung von Jugend“ stattfinden. Die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Institut für Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) für November 2020 geplant war, musste aufgrund der Corona-Pandemie auf November 2021 verschoben werden. Die Veranstalter*innen wollten die Zeit nutzen, um im Rahmen einer digitalen Kick-Off-Veranstaltungsreihe gemeinsam mit Gästen Fragen aktueller Politisierung von Jugend aufzuwerfen, aufzugreifen und zu diskutieren. Wesentlich schien dabei der Blick auf den doppeldeutigen Verständnissinn von Politisierung. Dies lässt sich nämlich sowohl als Frage lesen, wie Jugend politisiert wird, als auch als, wie sich Jugend politisiert.

Die digitale Kick-Off-Veranstaltungsreihe nutzte synchrone wie asynchrone Formate, wie bspw. Live-Streams mit moderierter Diskussion, Live-Podiumsdiskussionen, Podcasts, Präsentationen, Fachtalks etc., die in einer regelmäßigen Abfolge stattfinden bzw. abgerufen werden können.

Daten der Veranstaltungen

Synchrone Veranstaltungen:  

28.01.2020 | 19 Uhr | Diskussion der politischen und medialen Entgegensetzung von Jugend versus Risikogruppen in der Corona-Pandemie mit Dr. Ulrike Graff, Andrea Trumann, Rebecca Maskos (Moderation: Melanie Babenhauserheide)

Asynchrone Veranstaltungen:

Podcast mit Gäst*innen

  • Fridays for Future ohne Greta Thunberg? (Gäst*in: Julia Groll)

Im Sommersemester 2020 setzten sich Julia Groll und andere Studierende mit Fridays for Future aus Perspektive der Akteur-Netzwerk-Theorie (Bruno Latour) auseinander. Im Podcast werden die Grundannahmen der Theorie entlang der internationalen Entwicklung von Fridays for Future nachvollzogen, zeitlich eingeordnet und erläutert. Fragen die im Podcast aufgegriffen werden sind u.a.: Hätte die Entwicklung von Fridays for Future auch ohne Greta Thunberg funktioniert? Ist Fridays for Future eine soziale Bewegung? Was und wer sind die Akteur*innen von Fridays for Future?

Dauer: 28:38 Minuten

Zur Podcastfolge

  • Klimabewegung und Fridays for Future: Eine Generation vor dem apokalyptischen Horizont? (Gast: Arnd Richter)

Im Sommersemester 2020 diskutierte Arnd Richter das Thema „Klimabewegung und Fridays for Future: Eine Generation vor dem apokalyptischen Horizont?“ mit Studierenden. Die Erfahrungen, Eindrücke und Erkenntnisse dieser Diskussionen sind Gegenstand des Podcasts. Die Fragen die aufgegriffen werden sind: Verändert die Klimakrise das Verhältnis von Schüler*innen zu Lehrer*innen und von Kindern zu Eltern? Wie wird das politische Engagement klimakritischer Kinder und Jugendlichen von Lehrer*innen und Pädagog*innen im Unterricht aufgegriffen? Wo wird es in anderen pädagogischen Kontexten aufgegriffen und unterstützt? Wie geht es weiter mit Klimabewegung und Fridays for Future?

Dauer: 32:38 Minuten

Zur Podcastfolge

Die Lebensphasen Kindheit und Adoleszenz verweisen auf die Entwicklungsfähigkeit des Menschen und das widersprüchliche Verhältnis von Kontinuität und Veränderung in der Geschichte der Subjekte. Das darin aufscheinende Verhältnis von Identität und Nicht-Identität der Menschen mit sich selber hat einen im Unbewussten verwurzelten Rätselcharakter, der in seiner Unverstehbarkeit zu Sprache und Kultur treibt, wobei er zugleich eine „sinn-verstörende oder schweigend-unsinnige Seite“ (Insa Härtel) hervorbringt. So ist es denn auch kein Zufall, dass Kindheit und Jugend einerseits häufiger Gegenstand von Kunst sind und andererseits selbst ästhetische Versuche hervorbringen, die sich mit dem Sinn und Unsinn des Werdens befassen — und damit immer auch mit der generationalen Ordnung. Ist es doch der (durch Geburt und Tod bestimmte) kulturelle Übergang von einer Generation zur anderen, der Bildung und Erziehung notwendig macht, der die Frage nach Kontinuität und Veränderung nicht nur auf ontogenetischer, sondern auch auf einer kulturellen Ebene immer wieder neu stellt. Ästhetisiert wird sowohl im Rückblick auf die biographische Frühzeit als auch in ihren eigenen Äußerungen etwas, das noch nicht da ist — und zwar im Vorgriff auf einen Zustand, der das Jetzige überschreitet.

Ästhetisierungen von Kindheit und Jugend sind kein ‚realistisches‘ Abbild dieser Lebensphasen, sondern je spezifische Deutungen, die unterschiedlichen künstlerischen Formgesetzen folgen, unterschiedliche Stereotype reproduzieren, verschiedene Ideologien verfechten und historisch spezifisch sind. Das Epochenjahr 1968 brachte ein neues Interesse an Kindheit und eine neue Emphase der Jugend hervor, als jugendliches Protestmilieu, SchülerInnen- und StudentInnenbewegung zum Sturm auf die überkommene bürgerliche Gesellschaft und Kultur und in diesem Zuge auch zur Befreiung der Kinder aufriefen. Zugleich wurden dabei kulturelle Grenzziehungen angegriffen. Dementsprechend interessiert sich die Vortragsreihe für kulturelle Produkte aus den verschiedensten Sparten — von der Literatur über Fotografie und Film bis zur Musik — unter Einschluss der Populärkultur, die seit den 1960er Jahren an Gewicht gewann, eigenständige Ästhetiken hervorbrachte und die sogenannte Hochkultur in vielfacher Weise infizierte.

Als ReferentInnen konnten wir VertreterInnen unterschiedlicher Disziplinen gewinnen, die sich jeweils mit spezifischen Ästhetisierungen befassen. Durch Nutzung des digitalen Formats soll raumübergreifend ein interdisziplinärer Dialog angeregt werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen über den Zoom-Link teilzunehmen und sich an der Diskussion nach den Vorträgen zu beteiligen.

Hier findet sich ein Interview über die Entstehungsgeschichte und Ausrichtung der Vortragsreihe: zum Interview

Organisation: Benedikt Wolf und Melanie Babenhauserheide


In diesem Semester fand das Kolloquium des Forschungsclusters „Kindheit und Jugend in Institutionen und Organisationen“ digital statt. Das Kolloquium fand mittwochs von 16-18h statt.

Interessierte Personen, die bisher noch kein Teil des Kolloquiums sind, können sich unter zkjf@uni-bielefeld.de melden und bekommen dann den zoom-Link zu gesendet.


Veranstaltungstermine

28.10.2020 | Nina Kläsener

11.11.2020 | Mira Püschel

25.11.2020 | Martina Richter und Katharina Sufryd

09.12.2020 | Melanie Babenhauserheide

13.01.2021 | Katharina Schitow

03.02.2021 | Britta Hoffarth, Susanne Richter und Sylvia Wehren

Im Wintersemester 2020/2021 hat das Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung zu einer digitalen Ringvorlesung mit dem Titel ein „Kindheit und Jugend in Zeiten der Pandemie“ eingeladen.

In der Corona-Krise wird medial viel, gleichwohl zugespitzt über Kinder und Jugendliche gesprochen: Es wird zumeist diskutiert, ob sie virologisch eine Gefährdung darstellen und wie sie sich im Alltag ohne Schule und KiTa versorgen lassen. So sind sie vor allem als Objekte von Sorge(n) repräsentiert. In der Ringvorlesung soll demgegenüber eine andere Perspektive stark gemacht werden, die sich mit den Perspektiven und Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen in Zeiten der Pandemie auseinandersetzt. In der Ringvorlesung werden Forschende erste Erkenntnissen ihrer Studien vorstellen, die folgende Fragen thematisieren: Welche Ansichten äußern Kinder und Jugendliche selbst über die Covid-19-Pandemie? Wie nehmen sie ihre eigenen Lebensrealitäten in dieser Krisenzeit wahr, welche Zukunftsvorstellungen entfalten sie? Und welche Kinder und Jugendlichen können sich möglicherweise kein Gehör verschaffen? Über die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen hinaus wird dann auch Fragen zu pädagogischen Institutionen im gesellschaftlichen Kontext nachgegangen: Mit welchen besonderen Herausforderungen sind Jugendhilfe und Schule konfrontiert, nicht zuletzt auch mit Blick auf Ansprüche von Inklusion?

Die digitale Ringvorlesung fand mittwochs von 16.00-18.00 Uhr (c.t.) über zoom statt und richtet sich an alle interessierten Personen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie im ekvv (Veranstaltungsnummer 250409). Für Studierenden war es möglich, über ein BA-Begleitseminar (Veranstaltungsnummer 250196) studiumsrelevante Leistungen zu erbringen.

Wir freuen uns über euer zahlreiches Kommen!

Veranstaltungstermine

04.11.2020 | 16-18h | „Da ist mir Präsenzunterricht deutlich lieber“ - Befunde einer Erhebung an der Laborschule |Dr. Johanna Gold und Dr. Sabine Kaiser | Universität Bielefeld

18.11.2020 | 16-18h | Kinder- und Jugendhilfe und Corona — Perspektiven aus Forschung und Praxis | Veranstaltung in Kooperation mit der AG 8 Soziale Arbeit | Anke Berkemeyer (Jugendamt Bielefeld), Britta Knieper (Mädchenhaus Bielefeld e.V.), Dr. Andreas Mairhofer (DJI) und Ralf Mengedoth (Ev. Jugendhilfe Schweicheln) | Präsentation zum Vortrag

02.12.2020 | 16-18h | „Aber wir (die Schüler*innen) werden nie gefragt...“ Einblicke in die Perspektive von jungen Menschen auf die Corona-Pandemie. Befunde aus der JuCo Studie | Anna Lips und Dr. Severine Thomas | Stiftung Universität Hildesheim | Präsentation zum Vortrag

16.12.2020 | 16-18h | Fallrekonstruktionen zum Umgang von Adoleszenten mit der Corona-Pandemie im internationalen Vergleich | Prof. Dr. Boris Zizek | Leibniz Universität Hannover

06.01.2021 | 16-18h | Familialer (Bildungs-)Alltag während der gesellschaftlichen Schließungsmaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Partizipative Perspektiven auf die Herstellung von Kindheit und Kindsein | Dr. Jennifer Carnin und Svenja Garbade | Stiftung Universität Hildesheim | Präsentation zum Vortrag

20.01.2021 | 16-18h | „Doing arrival“ unter Pandemie-Bedingungen: Die Auswirkungen von Covid-19 auf junge Geflüchtete und Asylsuchende in der Stadt | Dr. Elisabeth Kirndörfer | IfL Leipzig

27.01.2021 | 16-18h (entfällt) | Kinderalltag im Corona-Lockdown. Befunde zum subjektiven Wohlbefinden im internationalen Vergleich | Prof. Dr. Sascha Neumann | Eberhard Karls Universität Tübingen

03.02.2021 | 16-18h | Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf während der Corona-Pandemie. Herausforderungen und Möglichkeiten der Förderung — Ergebnisse aus einer Befragung zu Wohlbefinden und Inklusion an der Laborschule Bielefeld | Dr. Sabine Geist, Dr. Janka Goldan, Prof. Dr. Birgit Lütje-Klose, Dipl.-Päd. Dominik Zentarra (Universität Bielefeld) und Prof. Dr. Harry Kullmann (Universität Paderborn)

Im Wintersemester 2019/2020 hat die öffentliche Ringvorlesung mit dem Titel  „Programme und Technologien in/der Kindheit“ stattgefunden. In der Ringvorlesung wurden anhand exemplarischer Studien verschiedene Programme/Technologien in/der Kindheit in den Blick genommen und aus verschiedenen disziplinären Perspektiven beleuchtet. Eingeladen waren überwiegend Vortragende, die in den letzten Jahren empirische Studien zu Programmen und Technologien in/der Kindheit in verschiedenen Bereichen vorgelegt haben oder derzeit daran arbeiten.

Anbei finden Sie einen Teil der Aufzeichnungen der Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung.

„Pränatale Kindheit? Ultraschalldiagnostik und familiale Sozialität in der Schwangerschaft“ I Dr.in habil. Eva Sänger I 06.11.2019 I16.00-18.00 UhrI H2

"Risikoscreenings in den Frühen Hilfen"I Prof.In Dr. Helga Kelle I Universität Bielefeld I 20.11.2019 I 16.00-18.00 Uhr I H2

"Frühe Familienkindheit und Smartphone" I Prof.In Dr. Jutta Wiesemann I Universität Siegen I 22.01.2020 I H2

"In Form bringen. Ernährungsbezogene Präventionen in der Kindheit" I Prof.In Dr. Friederike Schmidt I Leuphana Universität Lüneburg I 29.01.2020 I H 2

Jahrestagung und Workshop der Sektion Soziologie der Kindheit 2019 in Kooperation mit dem Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF) der Universität Bielefeld.

19.-21. September 2019, ZiF, Universität Bielefeld

Das Essen der Kinder – zwischen Pädagogisierung, Konsum und Kinderkultur, Tagung des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF) in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences (Lotte Rose) und der Technischen Hochschule Köln (Marc Schulz)

Tagungsort: Q-Gebäude/Universität Bielefeld, 06. - 07. Dezember 2018


Aufwachsen in Zeiten der "Krise". Perspektiven der Kindheits- und Jugendforschung

Tagungsort: Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF), Universität Bielefeld, 07. - 08. November 2016

 

 

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