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  • Studium Medizin

    Campus der Universität Bielefeld

Kompetenzreflexion im Medizinstudium (KoMED)

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KoMED auf einen Blick

  • Longitudinales Reflexionsprogramm im Modellstudiengang Medizin (1.–10. Fachsemester)
  • Förderung der Professional Identity Formation (PIF) durch strukturierte Reflexion
  • Kombination aus individueller Reflexion, Peer-Austausch und Begegnungen mit Expert*innen und beruflichen Vorbildern

Kontakt:

E-Mail: komed.medizin@uni-bielefeld.de


														Frederike Batke
													 (Photo)

Frederike Batke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin | KoMED-Programm

Büro
R.4 3

														Stefanie Hennig
													 (Photo)

Stefanie Hennig

Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Curriculumsentwicklung | KoMED-Programm

Büro
R.4 3

Ärztliches Handeln erfordert mehr als medizinisches Fachwissen. Ärztinnen und Ärzte müssen Entscheidungen unter Unsicherheit treffen, Verantwortung übernehmen, mit Patient*innen und Angehörigen kommunizieren und ihre Rolle im Gesundheitssystem reflektieren. Eine professionelle ärztliche Identität entsteht daher nicht allein durch Wissenserwerb, sondern durch die kontinuierliche Reflexion von Erfahrungen, Rollenbildern und eigenen Haltungen.

Kernbegriffe von KoMED

Vor diesem Hintergrund hat die Medizinische Fakultät OWL der Universität Bielefeld das KoMED-Programm (Kompetenzreflexion im Medizinstudium) konzipiert und longitudinal im Kerncurriculum des Modellstudiengangs Medizin verankert. Es begleitet Studierende über den gesamten Studienverlauf hinweg auf ihrem Weg zur ärztlichen Rolle.

Reflexion wird dabei als zentrale Kompetenz ärztlichen Handelns verstanden.

KoMED operationalisiert das Konzept der Professional Identity Formation (PIF) als strukturierten Reflexionsprozess im Studium. Ziel ist es, Studierende dabei zu unterstützen, ihre eigene Entwicklung als zukünftige Ärztin oder zukünftiger Arzt bewusst wahrzunehmen, zu reflektieren und aktiv zu gestalten.

Im Mittelpunkt steht dabei die zentrale Leitfrage: „Was für eine Ärztin / Was für ein Arzt möchte ich sein – und wie kann ich das erreichen?“

Das KoMED-Programm ist vom 1. bis zum 10. Fachsemester verpflichtend im Studium integriert. In jedem Semester absolvieren Studierende eine Studienleistung im Rahmen von KoMED. Dabei verbindet das Programm curriculare Verbindlichkeit mit individuellen Wahlmöglichkeiten: Ab dem 2. Fachsemester wählen Studierende pro Semester eine von drei Reflexionsoptionen, die unterschiedliche Perspektiven auf die eigene Entwicklung ermöglichen:

  • schriftliche individuelle Reflexion
  • mündliche Reflexion im Peer-Setting (Kompetenzkonferenzen)
  • Reflexion im Austausch mit Expert*innen und beruflichen Vorbildern

Die Kompetenzkonferenzen werden von geschulten studentischen Tutor*innen begleitet. Sie bieten einen geschützten Raum für kollegialen Austausch und gemeinsame Reflexion.

Diese Wahlpflichtstruktur ermöglicht es Studierenden, ihre Reflexion an den eigenen Lern- und Erfahrungsstand sowie an persönliche Interessen anzupassen. Die Formate verbinden persönliche Reflexion, kollaborativen Austausch und Perspektiven aus Praxis und Wissenschaft.

Die Reflexionsthemen entfalten sich über den Studienverlauf: Mit zunehmender klinischer Erfahrung vertiefen sich die Reflexionsanlässe und ermöglichen eine immer differenziertere Auseinandersetzung mit professionellen Rollen, Verantwortlichkeiten und Herausforderungen ärztlichen Handelns.

Abgerundet wird das Programm durch eine resümierende Abschlusspräsentation im 10. Fachsemester, in der Studierende ihre individuelle Entwicklung im Studium reflektieren.

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