
Die Etablierung des Fernsehens als Massenmedium in den langen 1960er Jahren wie auch der Relevanzverlust, den das Fernsehen gegenwärtig erlebt, können als wichtige Phasen einer tiefgreifenden globalen Medientransformation betrachtet werden. Gerade die Medienkonkurrenz zu vorhergehenden oder sich neu etablierenden anderen Medien zwingt die Programmgestaltenden zur Entwicklung neuer Formate und damit zum kreativen Umgang mit der zur Verfügung stehenden Sendezeit und bereits etablierten Medienformaten. Zugleich wirken die so etablierten neuen Formate sich wegen der leitmedialen Bedeutung des Fernsehens auf soziale Veränderungsprozesse in anderen Handlungsfeldern aus. Diese Dynamik von kreativem Handeln im Kontext der Transformation von Medienlandschaften und deren Wechselwirkung mit sozialen Transformationsprozessen bildet das Haupterkenntnisinteresse des Projekts.