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Erfahrungsberichte über NEOLAiA-Mobilitäten
Studierende mit NEOLAiA-Beuteln auf dem Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Bielefelder Stimmen zu NEOLAiA-Formaten

Die europäische Hochschulallianz NEOLAiA bietet verschiedene Möglichkeiten der Mobilitäten: Dazu gehören vor allem neuartige Kurzaufenthalte bei den europäischen Partneruniversitäten - etwa als Focus Academy, Summer School oder Blended Intensive Programme.

Hier erzählen Bielefelder Studierende und Lehrende über ihre internationalen Erfahrungen, die sie während ihrer NEOLAiA-Aufenthalte im europäischen Ausland gesammelt haben.  

  • Studentin Sophie Werning
    © Universität Bielefeld
    »Wie ein Mini-Erasmus«
    Studentin Sophie Werning
  • Student Louis Meier
    © Universität Bielefeld
    »Ein europäisches Gefühl bekommen«
    Student Louis Meier
  • Studentin Lara Wolters
    © Universität Bielefeld
    »Gelernt, visuelle Medien kritisch zu lesen«
    Studentin Lara Wolters
  • Studentin Victoria Niemann
    © privat
    »Internationales Arbeitsklima schafft neue Perspektiven«
    Studentin Victoria Niemann
  • Die Studierenden Maline Lüer und Saskia Ebert
    © Universität Bielefeld
    »Neue Inhalte in internationalem Umfeld lernen«
    Studierende Maline Lüer und Saskia Ebert

Bielefelder Erfahrungen in Europa

Studentin Sophie Werning
Studentin Sophie Werning

„Mir hat mein Auslandssemester in Estland so gut gefallen, dass ich nach einer Möglichkeit gesucht habe, nochmal ins Ausland zu gehen. Da ich noch nie in Andalusien war und meine Statistik-Kenntnisse vertiefen wollte, kam die Focus Academy „Data Analytics for Inclusion and Diversity“ an der Universität Jaen wie gerufen für mich.

Wir haben mit großen Datensätzen und statistischen Verfahren aus dem Bereich Inklusion und Diversität gearbeitet. Das neue Wissen konnte ich direkt in Hausarbeiten. Das neue Wissen im Bereich Statistik ist auch gut für meine Bachelor-Arbeit, die ich bald schreibe.

Nach dem Uni-Kurs haben wir abends als internationale Gruppe immer noch etwas gemeinsam unternommen: Wir waren in Museen, in der Kathedrale, haben eine Olivenfarm besucht oder den Sonnenuntergang von einer Aussichtsplattform gemeinsam geguckt. Nach der Woche haben wir uns richtig gut connected und waren am Ende alle traurig, dass wir gehen mussten.

Für mich war herausfordernd, dass die meisten Einheimischen nur Spanisch mit mir gesprochen haben. Eine gute Gelegenheit für mich, mein Spanisch anzuwenden. Auch wenn ich mich anfangs überwinden musste, einfach drauf los zu sprechen.  

Durch eine NEOLAiA-Kurzmobilität erhält man einen guten Einblick in das Unileben in einem anderen europäischen Land. Man kann mal für eine Woche reinschnuppern – das ist wie ein Mini-Erasmus. Perfekt für Leute, die sich nicht sicher sind, ob ein ganzes Auslandssemester das Richtige für sie ist.“

Sophie Werning studiert an der Universität Bielefeld Sozialwissenschaften und Psychologie im Bachelor. Im Sommersemester 2026 hat sie die Focus Academy „Data Analytics for Inclusion and Diversity“ absolviert. Nach einer Online-Phase im Juni folgte die einwöchige Präsenzwoche an der Universität Jaen (Spanien).
 

Student Louis Meier
Student Louis Meier

"Wir haben uns in dem Kurs erst theoretisch mit dem Konzept von Unternehmertun befasst. Die Theorie konnten wir dann in der Praxis anwenden: Ich habe es besonders genossen, als wir in Italien Unternehmen besucht haben und versucht haben, deren Herausforderungen wir zu lösen mit einem Pitch-Wettbewerb.

Abgesehen von der großartigen praktischen Erfahrung fühle ich mich nun auch viel enger mit anderen Europäerinnen und Europäern verbunden, was an den tollen Kontakten liegt, die ich mit anderen internationalen Studierenden knüpfen konnte. Ich habe dabei so ein europäisches Gefühl bekommen, so eine Verbundenheit.

Einer der herausragenden Momente war definitiv der Besuch der Büffelfarm auf der Tenuta Vannulo. Mir hat auch die Zeit gefallen, die wir Studenten außerhalb des Lehrplans gemeinsam verbracht haben – beim Ausgehen in Bars oder am Strand. Das war eine einzigartige Gelegenheit und Erfahrung."

Louis Meier studiert Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld. Im Sommersemester 2026 hat er an einer NEOLAiA-Summer School zum Thema Entrepreneurship teilgenommen. Nach einer zweiwöchigen Online-Phase hat er anschließend eine Woche an der Universität Salerno in Italien verbracht.

Studentin Lara Wolters
Studentin Lara Wolters

"In dem Blended Intensive Programme „Visual Competence and Gender in the Digital World“ haben wir uns damit beschäftigt, was wir im Alltag oft unbewusst konsumieren. In der Online-Phase und anschließend vor Ort in Ostrava ging es darum, visuelle Medien kritisch zu hinterfragen und zu verstehen, welche Verantwortung ihnen zukommt. Besonders spannend fand ich die Diskussionen darüber, wie soziale Plattformen und KI-Tools Geschlechterstereotype sowohl aufbrechen als auch verfestigen können.

Wir haben uns auch mit visueller Manipulation, gefälschten Bilder und Deepfakes beschäftigt und wie schnell solche Inhalte im Alltag verschwimmen können – gerade beim Doomscrollen. Ich habe mitgenommen, wie wichtig es ist, Bilder nicht nur zu sehen, sondern auch ihren Hintergrund und ihre Wirkung zu reflektieren. Letztlich hat die Lehrveranstaltung meinen Blick auf digitale Medien noch einmal deutlich geschärft.

Toll war auch das gemeinsame Erkunden von Ostrava mit den anderen Teilnehmenden – begleitet von leckeren lokalen Spezialitäten und guten Gesprächen abseits des Seminars. Vor Ort wurden wir sehr herzlich empfangen, sodass ich mich schnell gut aufgehoben gefühlt habe. NEOLAiA hat dafür den perfekten Rahmen geboten: fachlicher Austausch, kulturelle Einblicke und viel Raum für persönliche Erfahrungen."

Lara Wolters studiert Soziologie im Bachelor an der Universität Bielefeld. Im Blended Intensive Programme „Programme „Visual Competence and Gender in the Digital World“ der NEOLAiA-Allianz nahm sie an der virtuellen Vorbereitungsphase und an der Präsenzwoche an der Universität Ostrava teil.
 

Studentin Victoria Niemann
Studentin Victoria Niemann

„In dem Blended Intensive Programme ging es um inklusive Lebenswelten. Wir haben gemeinsam an einem Fotoprojekt gearbeitet. Der rege und diverse Austausch mit den Studierenden aus ganz Europa ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Ein so vielfältiges und internationales Arbeitsklima schafft viel Raum für neue Perspektiven und Ansätze.

Mein schönster Moment war ein gemeinsames Meze-Essen am letzten Abend. Es war toll, diese kulinarische Tradition gemeinsam als NEOLAiA-Gruppe zu erleben. Ich kann anderen interessierten Studierenden nur raten: Traut euch! Stellt Fragen und erzählt über euch und eure Interessen. Ihr profitiert von wertvollem Austausch und nebenbei entstehen neue Freundschaften.“

Victoria Niemann studiert auf Lehramt für Gymnasium/Gesamtschule Anglistik im Hauptfach und Mathematik im Nebenfach. Im Mai 2026 nahm sie am Blended Intensive Programme „Eyes Wide Open: Learning to See and Wonder about Possible Inclusive Worlds“ mit einer Praxiswoche an der Universität in Nicosia (Zypern) teil.
 

Die Studierenden Maline Lüer und Saskia Ebert
Die Studierenden Maline Lüer und Saskia Ebert

Zum Anlass des Europatags 2026 haben die beide Studierenden Maline Lüer und Saskia Ebert über ihre Teilnahme an einer Summer School an der Universität Ostrava/Tschechien berichtet. In diesem Interview erzählen sie über ihren Aufenthalt an der tschechischen Partneruniversität.  
 

Beim Blended Intensive Programme (BIP) „International Perspectives in Higher Education“ an der Universität Örebro (Schweden) haben sich Dr. Timothy Mc Call (Medizinische Fakultät), Margit Offermann (Fakultät für Biologie) und Dr. Anna Christina Nowak (Fakultät für Gesundheitswissenschaften) mit europäischen Kolleg*innen zur Internationalisierung von Lehre und Hochschuldidaktik aus. Hier geht's zu ihrem Erfahrungsbericht

Studierende aus mehreren europäischen Ländern diskutieren gemeinsam historische Narrative und arbeiten in internationalen Teams an Forschungsfragen. Darum ging es in den internationalen Lehrformaten, die die beiden Bielefelder Geschichtswissenschaftler*innen  Dr. Bettina Brandt und Dr. des. Anna Horstmann gemeinsam mit europäischen Kolleg*innnen organisiert haben. Sie haben ihre Lehrend in Formate wie Blended Intensive Programmes (BIPs) oder Spring Schools umgesetzt. Im Interview erzählen sie über ihre Erfahrungen. 

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