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Nachhaltigkeitsbericht 2025

Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Engagement

Die Universität Bielefeld betrachtet Nachhaltigkeit als Grundlage des gesellschaftlichen Miteinanders und versteht sie somit als Querschnittsaufgabe der Universität und ihrer Mitglieder. Im Rahmen dieses Verständnisses spielen Engagement und aktives Handeln eine wichtige Rolle, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. In diesem Abschnitt möchten wir unsere Initiativen und Projekte vorstellen, mit denen wir Nachhaltigkeit in allen Bereichen unserer Universität fördern und umsetzen, und somit zeigen, wie sich Universitätsmitglieder engagieren, um Nachhaltigkeit an verschiedenen Punkten voranzutreiben.

AStA bietet eine Leihothek an

Seit Frühjahr 2025 steht am Westausgang des Hauptgebäudes, rechts neben dem Eingang zum Schwimmbad die Leihothek. Nach dem Motto Leihen statt Kaufen bietet sie ein Sortiment von Haushalts- und Handwerksutensilien bis Freizeit- und Party-Equipment. Die Ausleihe erfolgt online über ein Konto. Die Leihothek ist ähnlich wie eine Packstation aufgebaut und ist zu den Öffnungszeiten der Uni zugänglich. Studierende können das Angebot bis zu dreimal im Halbjahr kostenlos mit einem Code (astaunibielefeld) nutzen. Die Leihothek an der Uni Bielefeld ist ein Angebot des AStAs und soll es besonders Studierenden ermöglichen Gegenstände, die sie nicht häufig brauchen zu nutzen, ohne dafür viel Geld auszugeben. Durch die Möglichkeit Gegenstände auszuleihen statt neu anzuschaffen, sollen zudem Umweltbelastungen in der Produktion vermieden werden. Das Angebot kann von allen anderen Hochschulmitgliedern und der allgemeinen Öffentlichkeit auch kostenpflichtig genutzt werden.

Weitere Informationen zum Katalog der Leihothek Bielefeld können auf der Website unter https://leihothek.de/catalog/bielefeld eingesehen werden. Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich ein Konto zu erstellen sowie die genauen Leihbedingungen einzusehen.

Studentisches Engagement

Studierende spielen dabei eine wichtige Rolle. Als größte Gruppe der Universität bringen sie eigene Perspektiven ein und tragen durch ihr Engagement aktiv zur Umsetzung des Nachhaltigkeitsleitbildes der Universität Bielefeld bei. Gleichzeitig erinnern sie die Universitätsleitung daran, welche Themen bereits gut laufen und wo noch Handlungsbedarf besteht. So entsteht ein Raum, in dem Wünsche und Ideen sichtbar gemacht und Prioritäten für die weitere Entwicklung gesetzt werden können.

Für Studierende gibt es verschiedene Möglichkeiten sich einzubringen. Wer hochschulpolitisch aktiv werden möchte, kann sich im Studierendenparlament oder im AStA engagieren und dort direkt Einfluss nehmen. Auch die Arbeit in Fachschaften bietet die Gelegenheit, Nachhaltigkeitsthemen aufzugreifen und in den Studienalltag zu tragen. Darüber hinaus können sich Interessierte bestehenden Hochschulgruppen anschließen oder selbst eine neue Gruppe gründen. An der Universität gibt es bereits eine Reihe von Projekten und Initiativen, die aus studentischem Engagement hervorgegangen sind. Dazu gehören die vom AStA geförderten Projekte wie Urban Gardening oder der Radtschlag sowie das AStA-Referat für Ökologie, Natur- und Klimaschutz. Hinzu kommen Hochschulgruppen wie Students for Future, die auch hochschulpolitisch aktiv sind, oder Vetho, die sich für eine vegane Ernährung einsetzen.

Im Folgenden können Sie sich über die Projekte des Engagements von Studierenden im Bereich Nachhaltigkeit genauer informieren. Dabei handelt es sich um eine Selbstvorstellungen der jeweiligen Gruppen.

Die Regionalgruppe der Scientists for Future in Bielefeld/Ostwestfalen-Lippe, S4F-BI/OWL, ist ein überinstitutioneller, überparteilicher und interdisziplinärer Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren.

Die derzeit aktiven Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit im Betrieb und Nachhaltigkeitsthemen in der Lehre an der Universität Bielefeld sowie Wissenschaftskommunikation in der Stadtgesellschaft (S4F-Klimastadtbahn Bielefeld).

Interessierte sind herzlich eingeladen, Kontaktaufnahme via bielefeld@scientists4future.org.

In Zeiten zunehmender Polarisierungen, Kriege und nicht zuletzt rechter Gewalt und der Normalisierung menschenverachtender Positionen sowie sich weltweit verschärfender sozial-ökologischer Krisen braucht es Räume, in denen Bürger*innen sich mit komplexen und kontroversen Themen wie Klimawandel, Rassismus und Demokratie auseinandersetzen können. Das Festival „Denken.Fühlen.Handeln – Ein Zukunftsfestival für planetarische Gerechtigkeit“ hatte das Ziel, Akteur*innen aus Wissenschaft, Bildungspraxis, Zivilgesellschaft, Kunst, Kultur, Wirtschaft, Administration und Politik miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsam zu erörtern, wie ein friedliches Zusammenleben im Einklang mit der Natur und unter Wahrung der Universalität der Menschenrechte sowie planetarer Grenzen aussehen kann. Ein besonderes Anliegen war es, kollektives Lernen zu fördern und Räume zu schaffen, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit und ohne Behinderung, verschiedener sexueller Orientierungen, Religionen und politischer Haltungen sich auf vielfältige Weise mit den drängenden Fragen unserer Zeit auseinandersetzen können. Das Festival wurde von der AG 10 der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld und dem Welthaus e.V. koordiniert und in einem partizipativen Gestaltungsprozess gemeinsam mit 35 Organisationen der Bielefelder Stadtgesellschaft entwickelt. Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr fanden monatliche Treffen statt, in denen das Festival gemeinsam entwickelt wurde.

Über sechs Tage fanden von morgens bis abends mehr als 100 Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Bielefeld statt - darunter Vorträge, Podiumsdiskussionen, Performances, Theateraufführungen, Filmvorführungen, Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Mitmachaktionen. Einzelne Veranstaltungen wurden per Live-Stream übertragen, sodass auch eine digitale Teilnahme möglich war. Sämtliche Angebote waren kostenfrei zugänglich. Unter der Woche wurde zudem eine kostenfreie Kinderbetreuung angeboten, um auch Familien die Teilnahme am Festival zu ermöglichen und den Zugang möglichst niedrigschwellig zu gestalten. Es wurde ein umfassendes Awareness- und Sicherheitskonzept umgesetzt, um das Festival als einen Ort des respektvollen Austauschs von Ideen und Meinungen zu gestalten. Das nächste DFH-Festival findet vom 02.07 bis 05.07.2026 statt. Mehr Informationen unter: http://www.dfh-festival.de/

Nachhaltigkeitsfonds

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Die folgenden Projekte wurden seit dem letzten Nachhaltigkeitsbericht gefördert:

Weitere Informationen finden sich auf der Website.

Eine Person steht an einem Tisch und schreibt etwas. Neben ihr steht ein Laptop, auf dessen Bildschirm das Wort "Nachhaltigkeitsfonds" zu lesen ist.
© Universität Bielefeld / Pollmeier

Der Nachhaltigkeitsfonds der Universität Bielefeld soll Forschende und Studierende dazu ermutigen, ein Projekt mit Nachhaltigkeitsbezug an der Universität Bielefeld zu planen und durchzuführen. Sie können sich im Rahmen des Nachhaltigkeitsfonds bewerben und mit bis zu 300 Euro für Projekte auf dem Campus der Universität Bielefeld unterstützt werden. Der Nachhaltigkeitsbezug beschränkt sich hierbei nicht nur auf ökologische, sondern auch soziale und ökonomische Nachhaltigkeit.

Voraussetzungen

  • Bewerben können sich alle Forschenden oder aktuell eingeschriebenen Studierenden / eingetragenen studentischen Vereinigungen / Fachschaften der Universität Bielefeld.
  • Gefördert werden können insbesondere...
    • Veranstaltungen (z. B. Honorare) und kleinere Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug auf dem Campus.
    • begründete Bahnreisekosten (bspw. im Rahmen von Forschungsprojekten oder Abschlussarbeiten zum Thema Nachhaltigkeit, solange die Reisekosten nicht die gesamte Fördersumme umfassen).
    • weitere (studentische) Forschungsprojekte (z. B. BA/MA-Abschlussprojekte sowie weitere Forschungsprojekte).
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Tagungskosten und dazugehörige Reisen zu wissenschaftlichen Tagungen, dafür wird auf das Tagungsstipendium der Universitätsgesellschaft verwiesen.
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