

Digitale Gesundheitslösungen, die Krankheitssymptome kontinuierlich erfassen, können Nutzende und medizinisches Fachpersonal frühzeitig auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustands hinweisen. Da Krankheiten bei Frauen und Männern unterschiedliche Symptome verursachen können, sollten Entwicklerinnen und Entwickler digitaler Anwendungen diese Geschlechtsspezifika bereits bei der Entwicklung berücksichtigen.
Das Netzwerkzentrum GenDiMedNet unterstützt Forschenden dabei, Geschlechtsspezifika zu erkennen und bei der Entwicklung von Gesundheitslösungen zu berücksichtigen. Die Mitglieder des Zentrums vermitteln in Workshops Wissen über Geschlechtsunterschiede in der Medizin. Gleichzeitig entwickeln sie gemeinsam mit Forschenden und künftigen Nutzenden Strategien zur nutzerzentrierten Entwicklung von Gesundheitsanwendungen. Um eine spätere Nutzung der erhobenen Daten zu ermöglichen, informieren sie über Wege zur Datenstandardisierung. Auf diese Weise trägt das Netzwerkzentrum zur Schließung des Gender Data Gap bei. Im Rahmen von Vernetzungsveranstaltungen und Austauschräumen fördert es außerdem die Vernetzung von Forschenden untereinander und mit anderen Zielgruppen wie Patientinnen und Patienten.
Das Projekt wird mit 2,11 Mio. Euro gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit einer Laufzeit von 09/2025 – 08/2029. Es handelt sich um ein Verbundprojekt. Die Universität Bielefeld übernimmt die Verbundkoordination. Weiter Verbundpartner sind die Universitätsmedizin Greifswald, Institut für Community Medicine Greifswald, Abt. Medizininformatik, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) Hamburg, sowie die Charité Universitätsmedizin Berlin und das Berliner Institut für Gesundheitsforschung.
Pressemitteilung zur Auftaktveranstaltung am 03. Februar 2026 in Berlin
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