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Medizinische Fakul­tät OWL

Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Versorgungsforschung

Clinical Practice Guideline
© Awa Naghipour

Geschlechtersensibilität in Europäischen Leitlinien

Im Projekt 1 „Geschlechtersensibilität in Europäischen Leitlinien“ wird die Berücksichtigung von Geschlechteraspekten in Europäischen Leitlinien der Inneren Medizin über einen längeren Zeitraum (2012-2026) untersucht.

 

Geschlechtersensibilität in Deutschen Leitlinien

Im Projekt 2 „Geschlechtersensibilität in Deutschen Leitlinien“ wird die Berücksichtigung von Geschlechteraspekten in Deutschen S3-Leitlinien fächerübergreifend (bis 2025) untersucht.

Klinische Leitlinien sind ein zentrales Instrument, um Evidenz in die klinische Praxis zu übersetzen. Da das Wissen über den Einfluss von Geschlecht auf Gesundheit und Krankheit zunimmt, wird auch eine flächendeckende Übertragung in die klinische Praxis dringlicher.

 

Für beide Projekte werden geschlechterbezogene Schlüsselwörter mittels Text-Mining identifiziert und die Inhalte und Empfehlungen ausgewertet. Das Ziel ist es, Datenlücken und Verbesserungspotential festzustellen und auf der ermittelten Datenbasis zielgerichtete Maßnahmen und Handlungspfade zu erarbeiten, um die Entwicklung geschlechtersensibler Leitlinien zu fördern. Das Studienprotokoll für die systematische Analyse Europäischer Leitlinien der Inneren Medizin wurde 2023 veröffentlicht (Naghipour, Becher, Gemander, Oertelt-Prigione 2023). Die Methodik der Analyse auf Deutscher Ebene orientiert sich an der Methodik auf EU-Ebene, wurde an die speziellen Bedingungen des Deutschen Kontextes angepasst und ist auf dem öffentlichen OSF-Server hier einzusehen.

 

Publikationen:

Consideration of Sex and Gender in Clinical Practice Guidelines (BMJ OPEN) https://bmjopen.bmj.com/content/13/6/e071388.long

Naghipour A, Gemander M, Becher E, Oertelt-Prigione S. Consideration of sex and gender in European clinical practice guidelines in internal medicine: a systematic review protocol. BMJ Open. 2023 Jun 1;13(6):e071388. doi: 10.1136/bmjopen-2022-071388. PMID: 37263698; PMCID: PMC10254592 .

Designing Clinical Practice Guidelines for equitable, inclusive and contextualised care (BMJ) http://www.bmj.com/content/391/bmj-2025-085684

Naghipour A, Becher E, Gemander M, Oertelt-Prigione S. Designing clinical practice guidelines for equitable, inclusive, and contextualised care. BMJ. 2025 Oct 10;391:e085684. doi: 10.1136/bmj-2025-085684. PMID: 41073077; PMCID: PMC12509990

 

Ansprechpersonen:

Awa Naghipour

Pauline Balle

Dr. Eva Becher

Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione

 

„Health for everyone? Online-Erhebung zu Herausforderungen, Barrieren und Diskriminierungserfahrungen bei LGBTQIA+-Personen in der Gesundheitsversorgung in Deutschland“

In der Gesundheitsversorgung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen*, queeren, intergeschlechtlichen und asexuellen Menschen (LGBTQIA+) bestehen deutliche Barrieren und Diskriminierungen gegenüber cis-heterosexuellen Personen. In Deutschland gibt es erst wenige Studien, die sich explizit der gesundheitlichen Versorgung von LGBTQIA+-Personen widmen – obwohl die Community auf ca. 9 Millionen Menschen geschätzt wird, mit einer deutlichen Steigungstendenz (Ipsos 2023).

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, das subjektive Erleben von LGBTQIA+-Personen in Bezug auf die Gesundheitsversorgung in Deutschland zu erfassen. Geplant ist eine retrospektive Datenanalyse eines Datensatzes des medizinischen Startups Every Health. Every Health befragte von Februar bis August 2023 einmalig Menschen mittels einer eigens entwickelten anonymen Online-Umfrage zu Gesundheitsversorgung für LGBTQIA+-Personen. Wir analysieren die Daten quantitativ und qualitativ, um neue Erkenntnisse über Herausforderungen, Diskriminierungserfahrungen und Barrieren in der Gesundheitsversorgung von LGBTQIA+-Personen in Deutschland zu gewinnen.

Das Projekt ist eine Kooperation mit dem medizinischen Startup Every Health, sowie der Abteilung für Medizinische Psychologie | Neuropsychologie & Gender Studies der Universität zu Köln.

 

Ansprechpersonen:

Dr. Laura Wortmann

Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione

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