
AI*IM (Artificial Intelligence*Inclusive Medicine) vereint Wissenschaftler*innen aus neun Fakultäten mit einem gemeinsamen Ziel: die Gesundheit, Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen durch inklusive Assistenztechnologie und Künstliche Intelligenz nachhaltig zu verbessern. Der Fokusbereich verbindet medizinische Expertise mit technologischer Spitzenforschung und gesellschaftlicher Verantwortung. Forschende aus der Medizin, Technik, Linguistik & Literaturwissenschaft, Gesundheitswissenschaften, Erziehungswissenschaft, Psychologie, Philosophie und Soziologie arbeiten eng mit Selbstvertretungen von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen zusammen. So schafft AI*IM ein einzigartiges Forschungsumfeld, in dem technologische Innovation und soziale Inklusion Hand in Hand gehen.
Eine Erklärung von AI*IM in Einfacher Sprache finden Sie hier.
Die Arbeitsgruppe AI*IM Consent des Fokusbereichs kommt im Frühjahr 2026 zum Thema „Die Ambivalenz der Autonomie und ihre Auflösung durch Assistierte Autonomie (A*5)“ im ZiF zusammen!
Ziel ist das Zusammenkommen internationaler Forscher:innen aus Philosophie, Medizinethik, Informatik, Soziologie, Psychologie und Gesundheitswissenschaften sowie Expertinnen aus eigener Erfahrung, um die ethischen Spannungen zwischen Selbstbestimmung und Unterstützungsbedarf bei medizinischen Entscheidungen sowie neue Wege der Assistierten Autonomie zu diskutieren.
In drei Workshops entstehen dabei Leitlinien, Forschungsimpulse und partizipative Formate, die die inklusive Nutzung von KI-Assistenzsystemen fördern und die interdisziplinäre Profilbildung sowie Vernetzung des Fokusbereichs AI*IM stärken sollen.
Hier finden Sie eine kompakte Zusammenfassung der geplanten Focus Group A*5!
Und hier finden Sie eine Zusammenfassung der geplanten Focus Group in einfacher Sprache!
Vom 4.–6. Februar 2026 kamen im Schloss Herrenhausen in Hannover erstmals rund 30 Expert:innen aus Medizin, Recht, Philosophie, Politik, Journalismus und Selbstvertretung zu einem dreitägigen Scoping-Workshop zur Inklusiven Medizin zusammen. Die Veranstaltung wurde durch die VolkswagenStiftung gefördert und widmete sich der Frage, wie eine inklusive, partizipative und barrierefreie Medizin der Zukunft gestaltet werden kann.
Ziel des Workshops war es, zentrale Forschungsbedarfe zu identifizieren, prioritäre Fragestellungen zu formulieren und Grundlagen für eine nachhaltige Forschungs- und Versorgungsstruktur zu entwickeln. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere folgende Handlungsfelder:
Darüber hinaus wurde diskutiert, inwiefern bestehende Strukturen der medizinischen Versorgung sowie der Aus- und Fortbildung Menschen mit Behinderungen systematisch mitdenken – oder unbeabsichtigt ausschließen. Vorbildhafte Projekte an verschiedenen Standorten in Deutschland zeigen bereits vielversprechende Ansätze, die künftig stärker vernetzt und weiterentwickelt werden sollen.
Ansprechpersonen
Prof. Dr.-Ing. Britta Wrede (Sprecherin)
Prof. Dr. med. Claudia Hornberg (Sprecherin)
Prof. Dr. med. Tanja Sappok (Sprecherin)
Prof. Dr.-Ing. Anna-Lisa Vollmer (Sprecherin)
E-Mail: aiim@uni-bielefeld.de