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  • Achtung Zensur!

    "Eine Uni - ein Buch": Das Zentrum für Ästhetik gehört 2020 zu den Gewinnern.

    grafisches Bild einer Überwachungskamera
    © Janice Jensen

Eine Uni - ein Buch: "Achtung Zensur!"

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Projektförderung

Logo Eine Uni ein Buch

Das Projekt wird gefördert durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit dem ZEIT Verlag.

Informationen zum Programm finden Sie hier: https://www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch

Discussion goes online!

Einladung an alle zur Diskussion über das sehr lesenswerte Buch von Nikola Roßbach

Nikola Roßbach sitzt mit einem Buch auf einer Parkbank in einer Schneelandschaft
© Nikola Roßbach

Im Programm "Eine Uni – ein Buch" von Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung gehörte das Zentrum für Ästhetik 2020 zu den bundesweit zehn Gewinnern. Ziel des Programms ist es, mit einem selbst gewählten Buch Diskussionsprozesse quer über alle Statusgruppen in den Gewinner-Hochschulen anzuregen. Bielefeld bewarb sich mit dem Titel "Achtung Zensur! Über Meinungsfreiheit und ihre Grenzen" der Kasseler Literaturwissenschaftlerin Nikola Roßbach.

"Achtung Zensur" erschien 2018 bei Ullstein und hat seitdem nichts an Aktualität verloren – ganz im Gegenteil! Corona führt es gerade wieder drastisch vor Augen: Fake News-Erfinder und Verschwörungstheoretiker sind schnell mit dem Zensur-Vorwurf bei der Hand, wenn seriöse Medien es ablehnen, ihre kruden Ansichten zu verbreiten. Und allzu gern wird mit dem Zensurvorwurf belegt, wo es ganz einfach um Kritik geht. "Zensur" ist zum Totschlagargument und zum Kampfbegriff geworden, der inzwischen Konjunktur hat wie seit Menschengedenken nicht mehr. Und je mehr man sich in das Thema hineinarbeitet, umso unüberblickbarer und uferloser wird es. Da kommt Nikola Roßbachs Buch gerade recht. Es verschafft einen fundierten Überblick über die enorme Bandbreite des Phänomens von der Kunstfreiheit über die Kontrolle des Netzes bis zur political correctness (um nur einiges zu nennen). Und das Schöne ist dabei, dass es ganz unakademisch daher kommt, spannend zu lesen ist und zugleich äußerst differenziert argumentiert.

Schnell wird klar: Mit der Feststellung des Grundgesetzes "Eine Zensur findet nicht statt" ist grundsätzliche Klarheit hergestellt, aber im Einzelnen beginnt das Problem erst. Denn bei Zensur oder dem, was dafür gehalten wird, geht es immer um Grenzziehungen, etwa zwischen Meinungsfreiheit und Beleidigung oder der Freiheit im Netz und berechtigten Urheberinteressen wie im Zusammenhang mit Upload-Filtern. Natürlich spielen dabei auch Wert- und Tabuvorstellungen und die political correctness eine wichtige Rolle – nicht zuletzt in den Wissenschaften. Wo solche Grenzen zu ziehen sind und wie stark sich subtilere Formen der Zensur ausbreiten können, entscheidet über die Offenheit einer Gesellschaft und im Zweifel auch über die Stabilität einer Demokratie. "Zensur" - das ist ein schillernder Begriff, der sich weniger in Schwarz-Weiß-Schemata einordnen lässt, als viele das erwarten dürften, und seine Definition ist ein dynamischer, unabschließbarer Prozess, dem sich die Gesellschaft permanent zu stellen hat.


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Moodle-Link

Der Moodle-Lernraum ist ab 15. Januar freigeschaltet.

Hier klicken zum Lernraum.

Um ihn zu "betreten", benötigen Beschäftigte ihre BIS-Anmeldedaten, Studierende ihre Matrikelnummer und das BITS-Passwort.

Moodle-Lernraum

In der UB stehen zahlreiche Exemplare von "Achtung Zensur!" zur Ausleihe bereit.

Und wir haben einen Moodle-Lernraum eingerichtet, mit dessen Hilfe wir das Buch uniweit mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen – z. T. auch im Live-Chat diskutieren und kommentieren lassen wollen: Sicher kontrovers, mit hoffentlich vielen spannenden Inputs und selbstverständlich immer fair!


Expertengespräche

Alle Informationen zu den Expertengesprächen zum Schwerpunkthema "Zensur", unter anderem mit der Autorin Nikola Roßbach, finden Sie hier.


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