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  • Forschung

    AG 10 - Migrationspädagogik und Rassismuskritik

    Campus der Universität Bielefeld
    © Universität Bielefeld

Wissen über Rassismus. Zeitgeschichte im Spiegel biographischen (Erfahrungs-)Wissens rassistisch diskreditierbarer Menschen in Ost- und Westdeutschland (WueRD)

Laufzeit: Januar 2023 bis Dezember 2026

Projektleitung: Prof. Dr. Paul Mecheril

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Yasmina Gandouz-Touati, Shadi Kooroshy, Liesa Rühlmann

Studentische Mitarbeiter*innen: Leon Nicolaysen, Jessica N’Guessan

Finanzierung: BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung

Fördersumme: 668.792 €

Kontakt: paul.mecheril@uni-bielefeld.de


Projektbeschreibung

In dem Forschungsprojekt werden mit Blick auf die letzten 40 Jahre historische Dynamiken, Diskurse und Formen von Rassismus in Deutschland sowie seine Nachwirkungen in die Gegenwart untersucht.

Anhand von biographisch-narrativen Interviews und Gruppendiskussionen mit rassismuserfahrenen Personen sowie einer Kontextualisierung der Angaben mithilfe zeitgeschichtlicher Dokumente werden Erfahrungen und kollektiv geteilte Wissensbestände von Schwarzen Menschen, People of Color, Sinti:zze und Romn:ja und sich als migrantisch bezeichnenden Menschen untersucht und als Wissen über Rassismus in Deutschland analysiert. Durch zeitgeschichtliche Kontextualisierungen und einem qualitativ interpretativen Vorgehen im Sinne der Grounded Theory wird das nach wie vor gesellschaftlich wie wissenschaftlich marginalisierte Wissen rassistisch diskreditierbarer Subjekte rekonstruiert und die Artikulationen so aufeinander zu bezogen, dass Differenzierungen, Gemeinsamkeiten sowie divergierende Diagnosen und mögliche Widersprüchlichkeiten innerhalb rassismuserfahrener Gruppen und ihren Intersektionen mit Geschlecht, Klasse und sozialräumliche Verortung (Ost- und Westdeutschland) sichtbar werden.

Das Projekt verfolgt damit erstens das Ziel der Erhebung, Analyse und Rekonstruktion von erfahrungsbezogenem Wissen über Rassismus. Zweitens werden Formen, Bedingungen und Konsequenzen von an Rassekonstruktionen anschließenden Humandifferenzierungen als Beitrag zur Zeitgeschichte Ost- und Westdeutschlands sondiert. Drittens verfolgt das Projekt in enger Kooperation mit zwei Praxispartnerinnen – RAA Sachsen e.V. und IDA-NRW – aus Ost- und Westdeutschland einen Transfer der Ergebnisse in Bildungsformate und -materialien sowie eine interaktive, digitale und öffentlich zugängliche Ausstellungsplattform. So entsteht ein Panorama gesellschaftlicher Ereignisse und Wissensbestände in Ost- und Westdeutschland, das die deutsche Zeitgeschichte aus rassismuskritischer Perspektive darstellt.


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