AG 3 - Schultheorie mit dem Schwerpunkt Grund- und Förderschulen

Das Forschungsprofil der AG3 richtet sich auf die Grundschulpädagogik und die integrierte Sonderpädagogik. Dabei wird eine inklusive Pädagogik unter Berücksichtigung eines weiten Inklusionsbegriffs vertreten, der unterschiedliche Differenzlinien einbezieht. Die leitende Orientierung bietet dabei die Frage, unter welchen (vor allem schulischen) Bedingungen entwicklungsförderliche Bedingungen für alle Kinder entstehen oder eingeschränkt werden. Dabei werden unterschiedliche Aspekte von Heterogenität und Benachteiligung sowie ihre Bearbeitung durch Personen und Institutionen, insbesondere die Grund- und Förderschule, berücksichtigt. Hierzu gehören vor allem die Aspekte Armut und soziokulturelle Benachteiligung, Ethnie, Mehrsprachigkeit, Gender und sonderpädagogischer Förderbedarf mit einem Fokus auf die Förderschwerpunkte Lernen und emotional-soziale Entwicklung, die am stärksten mit sozialer Ungleichheit assoziiert sind.

Die fragende und forschende Auseinandersetzung mit der Welt gilt als konstitutives
Merkmal und zentrale Zieldimension der Grundschulpädagogik.
Der Sammelband eröffnet ausgehend von einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem
Forschen und dem Fragenstellen Perspektiven auf deren Bedeutung für den Grundschulunterricht.
Empirisch im Zentrum stehen vier Fallporträts von Kindern, die ihre individuellen,
fragenorientierten Forschungsprozesse in unterschiedlicher Weise gestalten. Die aus der
beobachtenden Begleitung dieser Prozesse im Unterricht gewonnenen Erkenntnisse werden
in den Beiträgen des Bandes theoretisch eingeordnet, forschungsmethodisch reflektiert
und im Hinblick auf schulische und unterrichtliche Implikationen sowie auf weiterführende
Perspektiven der Schulentwicklung, Inklusionspädagogik und Lehrkräfteprofessionalisierung
diskutiert.
Der Band verbindet Theorie, Empirie und Praxis und richtet sich an Wissenschaft,
Lehrer:innenbildung und Schulpraxis.

Ende November 2025 traf sich die Forschungsgruppe um das Projekt „Didaktik der Vielfalt. Erforschung, Entwicklung und Transfer diversitätssensibler Unterrichtskonzepte“ (DiVa) zum Auftakttreffen. Am 12. und 13.02.26 folgte nun bereits das zweite Projekttreffen mit den Forschenden des Verbundes der Universitäten Bielefeld und Mainz sowie dem Praxisteam der Laborschule.
Das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderte Projekt untersucht, wie das fachliche und emotional-soziale Lernen im etablierten Unterrichtskonzept „Didaktik der Vielfalt“ (von der Groeben, 2013, 2014) im 5. Und 6. Jahrgang inklusiver Gesamt- und Sekundarschulen lernwirksam und diversitätssensibel gefördert wird. Im qualitativen Teilprojekt werden konkrete Maßnahmen zur Unterrichtsgestaltung videografiert und dokumentarisch analysiert, zudem werden die Sichtweisen der Lehrkräfte und Schüler:innen auf den Unterricht rekonstruiert. Im quantitativen Teilprojekt erfolgen Kompetenztestungen und eine Befragung der Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern und Schulleitungen, um die fachliche und die emotional-soziale Entwicklung der Schüler:innen zu untersuchen.
Der Design-Based-Research-Ansatz (DBR) sorgt für einen regen Austausch unter Fachwissenschaftler:innen (Mathe/Deutsch), Praxispartner:innen, Sonderpädagog:innen und Erziehungswissenschaftler:innen und somit für Ergebnisse, die bestmöglich alle Perspektiven integrieren.
Hier geht’s zur offiziellen Website:
https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/forschung/projekte/diva/index.xml

Im neuen Verbundprojekt AdamS, das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) mit insgesamt 1,1 Millionen Euro gefördert wird, erforschen Wissenschaftler*innen der Universitäten Bielefeld, Paderborn und zu Köln gemeinsam mit erfahrenen Grundschullehrkräften und Fachleiter*innen die Frage, wie Lehrkräfte ihren Unterricht trotz einer hohen Diversität in der Klasse so gestalten können, dass sie den individuellen Lernbedürfnissen aller Schüler*innen bestmöglich gerecht werden können.
Im Rahmen einer sog. „Research-Practice-Partnership“ zwischen Wissenschaft und Praxisvertreter*innen sollen anhand von Unterrichtsvideographien aus dem Sachunterricht adaptive Handlungsstrategien identifiziert und konkretisiert werden, die sich als besonders gewinnbringend für die Gestaltung eines inklusiven Unterrichts erweisen. Ziel des Projekts ist es, auf Grundlage dieser Ergebnisse eine Adaptionsmatrix für den Sachunterricht zu entwickeln und diese anschließend an mehreren Grundschulen im Raum Ostwestfalen-Lippe mit dem Ziel zu erproben, bessere Lernergebnisse sowohl im kognitiven als auch im sozial-emotionalen Bereich zu erreichen als in einer Vergleichsgruppe.
Verlinkung zur offiziellen Pressemitteilung:

Juli 2025: In der vergangenen Woche haben wir nach rund zwei Jahren die Datenerhebung unseres Projekts abgeschlossen. Insgesamt 120 Klassen aus den Kreisen Bielefeld, Herford, Gütersloh, Lippe, Minden-Lübbecke, Paderborn und Steinfurt haben an unserem FragS-Projekt teilgenommen.
Wir danken allen Teilnehmenden für die spannenden Einblicke und das Vertrauen!
Der Arbeitsschwerpunkte der AG 3 liegen im Bereich der Schultheorie, schwerpunktmäßig in der Schultheorie von Grund- und Förderschulen.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Auseinandersetzung mit
Zentrales Interesse der Arbeit ist, den Blick der Schultheorie zu erweitern, Schule als Schule für alle Kinder zu gestalten und die universitäre Lehrerausbildung zu reformieren.
Von der AG wurde der Studiengang der Integrierten Sonderpädagogik maßgeblich entwickelt und initiiert, der zum WS 2002/2003 - damals noch als Modellversuch - gestartet ist.
Mittlerweile ist der Studiengang der Integrierten Sonderpädagogik in der Breite der Fakultät für Erziehungswissenschaft verankert und stellt nach wie vor ein Reformvorhaben der Universität Bielefeld dar, bei dem die curriculare, institutionelle und disziplinäre Verschränkung von Sonderpädagogik und allgemeiner Erziehungswissenschaft den Ausgangspunkt bildet. Die Studierenden erwerben am Ende des Studiums einen doppelten Abschluss und die vollständige Qualifikation für ein allgemeines Lehramt und für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung (begrenzt auf die Förderschwerpunkte Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung). Der Studiengang wird im Rahmen einer Absolventenstudie regelmäßig evaluiert (siehe Forschungsprojekte).
Die Lernwerkstatt
Die Lernwerkstatt ist ein Ort „Forschenden Lernens“, an dem Studierende, Lehramtsanwärter/innen und Lehrkräften aus Grund- und Förderschulen veränderte Lernerfahrungen vermittelt werden können. Die Lernwerkstatt bietet tägliche Öffnungszeiten an (Zeiten siehe homepage) sowie ein vielfältiges Workshopangebot. Eine Grundidee der Lernwerkstättenbewegung ist, „... dass Erwachsene selbst anders lernen müssen – aktiv, forschend, entdeckend, kreativ, offen –, um mit Kindern auf andere Weise Schule machen zu können“ (Karin Ernst 1993, 18).
Wir verstehen uns als Teil von Lehrerbildungsreform und bieten die Verbindung theoriebezogener Ausbildung mit Schulpraxis, die Vernetzung von Universität mit Schulen und Studienseminaren sowie ein Kommunikations- und Kooperationszentrum für Studierende mit dem Berufswunsch Lehrerin und Lehrer und alle, die an der Lehrerbildung beteiligt sind und / oder in Schulen tätig sind.
Die Lernwerkstatt, die aus der Lehrmittelsammlung der Arbeitsgruppe 3 hervorgegangen ist, ist seit 1992 eine Dauereinrichtung der Fakultät. Sie befindet sich im Raum T0-218 im Hauptgebäude. Wir freuen uns über Ihren Besuch!
Das Projekt "Inklusive Landkarte"
Das Projekt "Inklusive Landkarte" ist in Kooperation mit der BiSEd entstanden:
Die "Inklusive Landkarte" listet inklusiv arbeitende Schulen in der Region Bielefeld auf und verortet diese mit einem Ortspunkt.
Ziel ist es, Transparenz über die verschiedenen Institutionen herzustellen. Dadurch wird ein Überblick für Eltern, Schulen, Studierende und weiteren Interessierten geschaffen und die Vernetzung der Schulen untereinander unterstützt.
Sie können die Seiten der "Inklusiven Landkarte" auch nutzen, um Informationen zu dem Index für Inklusion zu erhalten
Das Projekt "Schule für alle"
Im Projekt "Schule für alle" werden Grundschulkinder, die sich in erschwerten Lebenslagen befinden, von Studierenden der Bildungswissenschaften für die Dauer eines Jahres im Rahmen einer Patenschaft individuell gefördert und unterstützt. Die pädagogische Arbeit umfasst etwa 2-3 Stunden pro Woche und erfolgt in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern der beteiligten Grundschulen, ggfs. mit weiteren außerschulischen Experten. Das Projekt ist im Fallstudienmodul bzw. im Modul „Berufsfeldbezogene Praxisstudie Diagnose und Förderung“ im BA-Studium Bildungswissenschaften curricular verankert.
Die Arbeitsgruppe pflegt im Rahmen dieser Reformprojekte und über sie hinaus eine enge Kooperation mit Institutionen der Region, insbesondere mit
Innerhalb der Universität kooperieren die Mitglieder der Arbeitsgruppe mit Vertretern verschiedener Fakultäten ( Psychologie, Linguistik und Literaturwissenschaft, Mathematik, Sport etc. in interdisziplinärer Hinsicht sowie mit der Bielefeld School of Education (BiSEd).

Prof. Dr. Birgit Lütje-Klose
Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt schulische Inklusion und sonderpädagogische Professionalität

Prof. Dr. Susanne Miller
Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Grundschulpädagogik

Dr. Joana Ernst
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Rieke Großerüschkamp
Wissenschaftliche Mitarbeiterin


Tanja Ilic
Lehrerin im Hochschuldienst






Dr. Mona Stets
Akademische Rätin
Leitung der Lernwerkstatt



Prof. Dr. Dagmar Hänsel
Professorin (em.);
Lehrbeauftragte im WiSe 2025/26





Dr. Sandra Grüter
Dr. Sandra Grüter war bis 2025 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld beschäftigt und ist inzwischen an der Universität zu Köln tätig. Sie ist weiterhin assoziiertes Mitglied der Fakultät für Erziehungswissenschaft in der Rolle als Teilprojektleitung im BMBFSFJ-Projekt DiVa www.uni-bielefeld.de/diva. Sie übernimmt keine Betreuungen von Abschlussarbeiten mehr. Für anderweitige Anfragen nutzen Sie gerne sandra.grueter@uni-koeln.de

Andrea Ilina-Georgescu
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im ESyS Bremen Projekt „Evaluation des Modellprojekts „Systemische Schulassistenz in Bremen“

Dr. Andreas Kloth
Dr. Andreas Kloth ist Lehrer für sonderpädagogische Förderung und war von 2020-2025 als Lehrer im Hochschuldienst an die Universität Bielefeld abgeordnet. Er ist als Lehrbeauftragter im Studiengang der integrierten Sonderpädagogik für die Fakultät tätig.

Ramona Schwarz
Frau Ramona Schwarz ist nicht mehr an der Universität Bielefeld tätig.

Juliane Sellenriek
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Schwerpunkte der Lehre liegen im Bereich schulpädagogischer Themen mit Bezug zur Grundschule, aber auch zur Frage sonderpädagogischer Förderung sowie des gemeinsamen Lernens in inklusiven Kontexten. So bilden Fragen zur Didaktik der Primarstufe, pädagogischer Diagnostik und individueller Förderung, eines produktiven Umgangs mit Heterogenität sowie Anforderungen an professionelles Lehrerhandeln wesentliche inhaltliche Bezugspunkte in der Lehre. Diese Inhaltsfelder finden dabei sowohl Eingang in den Studiengang des Bachelor / Bildungswissenschaften wie auch dem Studiengang zum Master of Education.
Die AG 3 ist im Bereich des Studiengangs Bachelor / Bildungswissenschaften schwerpunktmäßig für das Schwerpunktfach Grundschule sowie für die Studienanteile der integrierten Sonderpädagogik (G+ISP) zuständig.
Spezifisch liegt die (Mit-)Verantwortlichkeit für folgende Module des Bachelorstudiengangs Bildungswissenschaften bei der AG 3 und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern:
• Modul 25-BiWi1_a Einführungsmodul BiWi (Grundschule)
• Modul 25-ISP1Grundfragen der Sonderpädagogik u. inklusiven Pädagogik
Ein weiterer Schwerpunkt der Lehre liegt im Bereich des Moduls
25-BiWi11 Berufsfeldbezogene Praxisstudie Diagnose und Förderung.
Hierbei werden sowohl die zentralen Inhaltsbereiche Diagnose, Leistungsbewertung sowie individuelle Förderung und unterrichtliche Differenzierung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AG3 abgedeckt, als auch die Praxisphase der Studierenden für das Grundschullehramt begleitet und betreut.
Der seit dem Wintersemester 2014/15 neu eingerichtete Masterstudiengang Bildungswissenschaften mit dem Schwerpunktfach Grundschule wird ebenfalls durch AG 3 maßgeblich inhaltlich ausgestaltet. Neben der Fortführung und Vertiefung der Inhalte aus dem Bachelorstudium, bildet das neu geschaffene Praxissemester das wesentliche Kernelement dieses Studiengangs. Im Sinne forschenden Lernens erfolgt eine enge Begleitung der Studierenden im Rahmen der angebotenen Vorbereitungs- und anschließenden Nachbereitungsseminare.
• Modul 25-BiWi8-VRPS Vorbereitung und Reflexion des Praxissemesters
Die Durchführung des Praxissemesters erfolgt dabei in enger Kooperation zwischen dem Bielefelder Zentrum für schulpraktische Lehrerbildung (ZfsL), den entsprechenden Praktikumsschulen sowie den Lehrenden der AG 3 sowie den jeweiligen Beteiligten der Fachdidaktik.
Darüberhinaus werden die folgende Module des Masterstudienganges teilweise oder überwiegend durch die AG 3 inhaltlich (mit-)verantwortet:
• Modul 25-BiWi12 Differenz und Heterogenität
• Modul 25-BiWi13 Pädagogik des Elementar- und Primarbereichs
• Modul 25-ISP2 Differenz und Heterogenität
Weitere Informationen zum Praxissemester erhalten Sie hier
Federführend erfolgte durch die AG 3 die Etablierung und beständige Fortentwicklung der integrierten sonderpädagogischen Studiengänge zur Befähigung für ein allgemeines und ein sonderpädagogische Lehramt im Rahmen des konsekutiven Studienmodells. So befindet sich die Organisation des ersten integrierten Masterstudienganges HRGe+ISP im nun auslaufenden Studienmodell von 2002 verknüpft mit dem Profil „Umgang mit Heterogenität“ in Verantwortung unserer AG. Weiterhin werden die Studienanteile im zweiten Masterstudiengang G-ISP bzw. HRGe+ISP durch die AG 3 und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (mit-)verantwortet. Hierbei wird der Studiengang der integrierten Sonderpädagogik wie auch generell die Befähigung aller Lehrämter für eine zukünftige Tätigkeit in inklusiven schulischen Kontexten als Querschnittsaufgabe der gesamten Fakultät für Erziehungswissenschaft gesehen.
Die enge Verzahnung allgemein schulpädagogischer und sonderpädagogischer Studieninhalte im Sinne eines „collaborative models“ (vgl. Lütje-Klose, Miller & Ziegler 2014) soll dabei schon zu diesem frühen Zeitpunkt zukünftigen Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrern in inklusiven schulischen Arbeitsfeldern gerecht werden. Gleichzeitig sollte so das Gemeinsame in der Lehrbildung aller Lehrämter, als wesentlicher Erfolgsfaktor professioneller LehrerInnen-Kooperation, von Anfang an grundgelegt und so im Bewusstsein wie auch dem zukünftigen Handeln verankert werden. Wesentliche Schnittmengen werden etwa durch die Integration der Inhaltsfelder Diagnose und Förderung bzw. Differenz und Heterogenität in die Studiengänge für ein allgemeines Lehramt geschaffen.
Der neue Masterstudiengang Erziehungswissenschaft Integrierte Sonderpädagogik mit dem Berufsziel Lehramt für sonderpädagogische Förderung mit den Profil Grundschule und dem Profil Haupt- Real- Gesamtschule beinhaltet folgende Module:
• Modul 25-ISP3: Diagnostik und Förderplanung
• Modul 25-ISP4: Erziehen und Unterrichten unter Berücksichtigung erschwerter Lernsituationen
• Modul 25-ISP5: Inklusion und Exklusion
• Modul 25-ISP6: Kooperation, Profession und Beratung
• Modul 25-ISP7: Förderung im Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung
Über die Personensuche erhalten Sie auf den Seiten der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hinweise zu Arbeitsschwerpunkten und Prüfungsberechtigungen.
Um Ihnen den Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit zu erleichtern, haben wir für Sie wichtige Informationen im Überblick zusammengestellt:
Formelle Hinweise zu den einzelnen Studiengängen finden Sie im Prüfungsamt.

„Didaktik der Vielfalt. Erforschung, Entwicklung und Transfer diversitätssensibler Unterrichtskonzepte“ (DiVa)
Projektlaufzeit: 01.10.2025-31.9.2028
Transferphase: bis 30.9.2029
Verbundkoordination: Prof. Dr. Birgit Lütje-Klose und Dr. Maren Oldenburg
Teilprojektleitung: Dr. Sandra Grüter, Prof. Dr. Anja Hackbarth, Prof. Dr. Miriam Lüken, Prof. Dr. Anja Müller
Projekthomepage: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/forschung/projekte/diva/index.xml

Projektlaufzeit: 10/2025 bis 09/2028
Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Miller
Folgende Standorte sind am Projekt beteiligt:
Universität Bielefeld: Dr. Alessa Schuldt
Universität zu Köln (Verbundkoordination): Prof. Dr. René Schroeder, Dr. Anne Reh, Jil Ruckgaber
Universität Paderborn: Prof. Dr. Eva Blumberg, Prof. Dr. Brigitte Kottmann, Max Thevißen, Annika Ruholl
Förderungkennzeichen: 01JV2401B

Projektlaufzeit: 09/2023-09/2026
Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Miller
Projektmitarbeit: Joana Ernst, Rebecca Hummel, Corinna Massek, Dr. Anne Reh, Dr. René Schroeder, Mona Stets
Projektbeteiligte am Standort Kiel: Prof. Dr. Thilo Kleickmann (Kooperationspartner)
Weitere(r) Projektbeteiligte(r): Prof. (em.) Dr. Helmut Niegemann (Kooperationspartner)
Förderung: Deutsche Förderungsgemeinschaft (DFG-Projektnummer 517826327)
Das Projekt "Schule für alle" stellt seit 1994 ein Reformprojekt der AG 3 dar.
Studierende übernehmen im Projekt die einjährige Begleitung eines Grundschulkindes, was ihnen als Praxisphase im Studium angerechnet und durch eine schriftliche Arbeit theoretisch vertieft wird.
Damit werden drei Ziele verfolgt:
Erstens die Unterstützung der Grundschule, eine Schule für alle Kinder zu sein, zweitens die konkrete Förderung des Kindes, das u.U. von Bildungsbenachteiligung betroffen und von Exklusion bedroht sein kann sowie drittens die Verbesserung der Lehrer*innenausbildung durch eine intensive Theorie-Praxis-Reflexion, die zudem wissenschaftlich begleitet wird. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt im Rahmen von Bi-Professional.
Der Studiengang Integrierte Sonderpädagogik wird im Rahmen einer Absolventenstudie regelmäßig evaluiert: Im Herbst 2011 und 2013 wurden die Absolvent/innen, deren Masterabschluss jeweils mindestens ein Jahr zurücklag, mittels einer Online-Befragung angeschrieben. Die Befragung verfolgt drei Ziele: erstens den Verbleib und die weiteren beruflichen Anschlüsse und Einmündungen zu erheben, zweitens etwas über ihre Haltungen und Einstellungen bzw. Beliefs zu inhaltlichen Aspekten wie beispielsweise zu Begriffen der Integrations-/ Inklusionsdebatte oder bildungspolitischen Diskursen zu erfahren, und drittens gemäß der Konstruktion des Studiengangs zu einem Abgleich zwischen den Aussagen der Absolvent/innen und den Intentionen und der Konzeption des Studiengangs zu gelangen, um diese Aspekte bei ggfs. notwendigen Modifikationen des Studiengangs zu berücksichtigen. Die Absolventenstudie wird von Prof.in Dr. Susanne Miller und Dr.in Brigitte Kottmann durchgeführt, eine Fortführung – auch durch Interviewstudien – ist geplant.
Freitag, 24.04.2026 | 8:45 - 10:45 Uhr | Dr. Tanja Pollmeier
Im Workshop zum Thema Fetal Alcohol Spectrum Disorders (FASD) wird eine erste Auseinandersetzung mit diesem zunehmend bedeutsamen Thema angeboten. Es werden Definitionen, Diagnostikverfahren sowie Ursachen von FASD, also der Einfluss des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft und die damit verbundenen Risikofaktoren betrachtet. Anschließend liegt der Fokus auf den Folgen und Beeinträchtigungen, die Kinder mit FASD in verschiedenen Entwicklungsbereichen erfahren können. Im Kontext von Schule werden die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen dieser Kinder beleuchtet, um ein besseres Verständnis für ihre Situation zu entwickeln.
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Entwicklung eines Verständnisses für die Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen, die mit den Folgen einer Suchterkrankung eines Elternteils leben müssen.
Freitag, 24.04.2026 | 11.45 - 14.00 Uhr | Dr. Tanja Pollmeier
Dieser Workshop widmet sich dem Thema "Kinder suchtkranker Eltern" am Beispiel von Alkoholismus. Ziel ist es, ein Verständnis für die Herausforderungen zu entwickeln, mit denen Kinder in diesen Familienkonstellationen konfrontiert sind, sowie erste Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte aufzuzeigen. Wir beschäftigen uns mit Definitionen von Abhängigkeit sowie Dynamiken des Suchtprozesses. Anschließend gibt ein Film die Gelegenheit, Einblicke in das Leben eines Kindes und einer Jugendlichen aus einer alkoholkranken Familie und den emotionalen sowie sozialen Herausforderungen zu nehmen. Diese werden im weiteren Verlauf anhand unterschiedlicher Übungen thematisiert. Erste Ideen für das pädagogische Handeln werden gemeinsam erarbeitet. Der Workshop bietet einen Raum für Austausch und Reflexion, um die Thematik umfassend zu beleuchten.
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Umgang mit Heterogenität in der Praxis
Montag, 27.04.2026 | 14:00 - 16:00 Uhr | Maike Hofmeister | Ort: Grundschule Am Wiehen, Minden
Das Seminar
Der Workshop richtet sich an Referendar*innen, Student*innen, Quer- und Seiteneinsteiger*innen & Berufsanfänger*innen, die Interesse an einem abwechslungsreichen Praxisworkshop mit AHA-Momenten und an einer forschenden Lernatmosphäre haben.
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Mittwoch, 29.04.2026 | 14.00 - 17.00 Uhr | Henrike von Linprun & Verena Wohnhas
Exekutive Funktonen haben beim Schuleintritt und während der gesamten Lernzeit einen hohen Stellenwert. Sie beeinflussen u. a. die Konzentrationsleistung und die Selbstregulationsleistung von Kindern und Jugendlichen. Exekutiven Funktionen lassen sich im Unterricht unkompliziert spielerisch fördern. In unserem Workshop lernt ihr Grundlagen über exekutive Funktionen und deren Auswirkungen auf das Lernen kennen. Gleichzeitig probiert ihr viel praktisch aus und lernt dabei die vielfältigen (spielerischen) Fördermöglichkeiten für den Entwicklungsbereich der exekutiven Funktionen kennen.
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Wie kann durch künstlerische Übungen spielerisch mit Kindern ein Basis-Vokabular einer Sprache erlernt werden?
Mittwoch, 06.05.2026 | 15.00 - 18.00 Uhr | Janice Jensen
In diesem Workshop stellt die Künstlerin, Grafikerin und Illustratorin Janice Jensen verschiedene Methoden vor, mit denen sie im Rahmen eines Kunst- und Bastelangebots in einer Zentralen Unterbringungseinrichtung für Geflüchtete, mit den dort wohnenden Kindern (bis 12 Jahre) Deutsch gelernt hat.
Im Fokus lag hier besonders das Erlernen von Wörtern, welche im Alltag nützlich waren, wie zum Beispiel Lebensmittel im Supermarkt oder Wörter zum Beschreiben von Umgebung, wie Straßen usw. Durch Wiederholung und Erweiterung mit selbst gemachten Memories und gemeinsam gezeichneten Bildern wurden Sprache und kreative Aufgaben miteinander verbunden.
Die Künstlerin gibt einen Überblick über ihre eigenen Erfahrungen und entwickelten Handlungsweisen, wenn es darum geht mit Kindern zu arbeiten, für die Deutsch eine Fremdsprache ist, und zeigt, wie Sprachen in Verbindung mit künstlerischen Arbeiten vermittelt werden kann.
In der zweiten Hälfte des Workshops entwickeln die Teilnehmenden eine eigene Aufgabe, welche sich an eine der bereits Vorgestellten anlehnen, oder komplett neu erfunden werden kann und besprechen diese anschließend mit der Dozentin und der Gruppe.
* in Kooperation mit dem LakkBi-Projekt (finanziert durch eine universitätsinterne Förderung); weitere Infos gibt es unter https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/forschung/projekte/lakkbi/
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Freitag, 08.05.2026 | 14.00 - 16.00 Uhr | Lisa-Marie Becker & Emma Miedek
In diesem praxisorientierten Workshop werden die Grundlagen des Linoldrucks Schritt für Schritt erprobt – vom einfachen Entwurf bis zum fertigen Druck. Die Teilnehmenden gestalten eigene Drucke und entdecken, wie sich mit reduzierten Formen und klaren Kontrasten wirkungsvolle Ergebnisse erzielen lassen. Zudem werden Umsetzungsmöglichkeiten im Kunstunterricht gezeigt, inklusive Tipps zu Material, Sicherheit und kindgerechter Durchführung.
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Spannende Phänomene mit den Klasse(n)kisten entdecken
Montag, 11.05.2026 | 17.30 - 19.00 Uhr | Tobias Wächter
Anhand der Klasse(n)kisten des Spectra-Verlags können physikalische Phänomene des naturwissenschaftlichen Unterrichts kindorientiert erarbeitet werden.
Hier geht's zur Anmeldung.
Mittwoch, 27.05.2026 | 14.00 - 16.30 Uhr | Henrike von Linprun
Bereits in der Eingangsstufe der Grundschule ist es wichtig zu erkennen, wieweit Kinder Fähigkeiten zum Lesenlernen erlangen, da sie im Laufe der Schulzeit auf diesen Kompetenzen aufbauen müssen, um kompetente Leser*innen zu werden. Dieser Workshop vermittelt Grundlagen der Lesekompetenz und wie sie unkompliziert in der Eingangsstufe diagnostiziert werden kann. Daneben gibt es praktische Übungen und Material zur Förderung der Lesekompetenz in der Eingangsstufe.
Hier geht's zur Anmeldung.