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  • Digitaler Safe Space für Philosophiestudentinnen*

    Ein Projekt von Philosophiestudentinnen der Universität Bielefeld, das geschlechtergerechtere digitale Formate in der akademischen Philosophie exploriert.

    Graublau
    © Cesar Couto_Unsplash
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Online-Workshop am 28. Oktober 2022, 11:00-16:15 Uhr

*Eingeladen sind alle Personen, die sich als Frau* identifizieren.

Stairs
Unsplash: Gattotere

Ein exploratives Projekt über die Verschränkung von ‚Geschlecht‘ und digitalen Formaten in der akademischen Philosophie

Die Kanäle, die für philosophische (Lehr-)Veranstaltungen genutzt werden, haben sich mit Beginn der Coronapandemie verändert. Die Potenziale von Videokonferenztools wurden zuvor nicht genutzt. Dabei ermöglichen sie, um ein Beispiel zu nennen, über-universitäre Lehr-Kooperationen, die relativ barrierearm sind. Zudem engagieren sich verschiedene Initiativen dafür, dass internationale Konferenzen in der Philosophie zukünftig u. a. mit Blick auf ökologische Folgen, Barrierefreiheit und Inklusion grundsätzlich digital ausgerichtet werden. Digitale Austauschformate werden auch in Zukunft für die akademische Philosophie relevant sein.

Frauen* sind in der akademischen Philosophie nach wie vor eine statistisch unterrepräsentierte Gruppe, insbesondere mit Blick auf höhere akademische Statusgruppen. Die Gründe, die dafür in Anschlag gebracht werden, sind vielfältig.  Neben ‚Geschlecht‘ sind diverse weitere Kategorien relevant. Diese intersektionale Perspektive ermöglicht es, Mehrfachdiskriminierungen und Überlappungen verschiedener Kategorien zu berücksichtigen. Im Zuge unseres Workshops für Studentinnen* explorieren wir, inwieweit ein Digitaler Safe Space für Philosophiestudentinnen* notwendig ist, bereits existiert und wie dieser konkret ausgestaltet sein sollte.  Den Projekttitel verstehen wir als Platzhalter, den wir im Rahmen des Workshops gemeinsam diskutieren, füllen, leeren, umwerfen, verwerfen …

Dafür zentrieren wir nach zwei fachlichen Inputs studentische Erfahrungen mithilfe von autobiografischer Schreibarbeit. Ziel des Workshops ist, konkrete studentische Impulse für geschlechtergerechtere digitale Formate in der Philosophie zu erarbeiten und diese in einer Handreichung zur Verfügung zu stellen. Die Handreichung wird voraussichtlich auf dieser Website veröffentlicht werden und soll als Ressource für geschlechtergerechtere digitale Formate in der Philosophie dienen. Die Ergebnisse des Workshops sind die inhaltliche Grundlage der Handreichung. Adressat*innen der Handreichung sind alle in der akademischen Philosophie tätigen Personen.


Workshop

Online-Workshop am 28. Oktober 2022

Wer: Eingeladen sind Philosophiestudentinnen* aus dem gesamten deutschsprachigen Raum; die Anzahl der Plätze ist auf 30 begrenzt.
Wo: Online via Zoom, die Daten werden kurz vor Beginn des Workshops via E-Mail versendet.
Wann: Am 28. Oktober 2022 von 11:00 - 16:15 Uhr, Anmeldung bis zum 18. Oktober 2022 per E-Mail.

Der Workshop besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil führen zwei kurze thematische Inputs mit anschließender Diskussion in das Thema ein. Der erste geschlechtersoziologische Input von Dr.’in Sandra Beaufays (Universität Duisburg-Essen) beschäftigt sich mit „„Frauen in der Wissenschaft“ - ein Dauerbrenner und seine perspektivischen Verschiebungen“. Im zweiten philosophischen Input von Dr.’in Anna Welpinghus (Universität Bielefeld) geht es um die Frage „Wie hat sich die akademische Philosophie durch feministischen Aktivismus verändert? Eine Bestandsaufnahme“. Anschließend machen wir eine Mittagspause, die zum Teil gemeinsam verbracht werden kann.

Im zweiten Teil des Workshops setzen wir uns autobiografisch schreibend mit unseren bisherigen Erfahrungen im Digitalen innerhalb der akademischen Philosophie auseinander. Dieser Teil des Workshops wird von Isabel Morgenstern (Berlin) geleitet. Im Zuge dieser Phase erarbeiten wir gemeinsam, wie geschlechtergerechtere digitale Formate in der Philosophie gelingen können, inwiefern sie notwendig sind und wie sie konkret ausgestaltet sein müssen. Im Zentrum dieser Phase stehen Latenzen, die vielfach unausgesprochen bleiben. Abschließend kommen wir noch einmal kurz zum gemeinsamen Austausch zusammen.

Am 17. Oktober 2022 findet um 15:00 Uhr ein optionales und unverbindliches Vortreffen statt, in dem wir uns kennenlernen und Fragen zum Workshop besprochen werden können.

Am 12. Dezember 2022 findet ab 14:00 Uhr ein optionales Nachtreffen statt, in dem wir die erste Fassung der Handreichung diskutieren werden.

  • Zeitplan
    Zeitplan Digitaler Safe Space für Philosophiestudentinnen*

Es ist uns wichtig, verschiedene Perspektiven auf das Thema sichtbar zu machen. Eingeladen sind alle Personen, die sich als Frau* identifizieren und im deutschsprachigen Raum Philosophie studieren.
Den Zoom-Raum möchten wir möglichst barrierearm gestalten. Bei Bedarf bemühen wir uns, alle Handouts oder Folien vorab elektronisch zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns über weitere Ideen und Vorschläge, die uns helfen, das Projekt inklusiver und barriereärmer zu gestalten. Bitte zögert nicht, euch mit solchen Anliegen über die E-Mail-Adresse an die Veranstalterinnen zu wenden. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

Bitte schreibt uns, um euch zum Workshop anzumelden, bis zum 18. Oktober eine E-Mail an philosophie-safespace@uni-bielefeld.de mit folgenden Angaben: 
- Vor- und Nachname
- Universität (für die Platzvergabe erforderlich)
- Teilnahme am Vortreffen? (17. Oktober 2022, 15:00 Uhr)

​​Alle Teilnehmerinnen* stimmen dem Verhaltenskodex zu und verpflichten sich diesem.
Es stehen insgesamt 30 Plätze zur Verfügung. Sollten mehr Anmeldungen eingehen, werden wir unter den eingegangenen Anmeldungen auslosen. Wir bitten um Anmeldung bis zum 18. Oktober 2022.
Alle Daten, die uns übermittelt werden, werden zum 1. Januar 2023 gelöscht.
Wir freuen uns auf euch!



Über Uns

Wir – Janina Bergemann, Sophia Hohmann und Marie Wegener – studieren Philosophie an der Universität Bielefeld und haben uns in einem selbstorganisierten Seminar zum Thema Transformative Experience kennengelernt.

​​Im Zuge des Seminars haben wir uns immer wieder auch über Frauen* in der akademischen Philosophie und unsere individuellen Erfahrungen in der akademischen Philosophie ausgetauscht. Um die Gleichstellung der Geschlechter in der akademischen Philosophie auch im Digitalen zu thematisieren, ist es uns wichtig, von vornherein studentische Perspektiven in dieses Vorhaben einzubringen. Ein Stipendium des Stifterverbands hat es uns ermöglicht, unser Workshopkonzept dafür zu entwickeln.

Die Gleichstellungskommission der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld fördert unseren Workshop. SWIP Germany e. V. fördert die Entwicklung der Handreichung. Für die finanzielle Förderung und den anhaltenden Austausch mit Michaela Rehm, Ariane Schneck, Almut Kristine von Wedelstaedt und Anna Welpinghus möchten wir uns ganz herzlich bedanken.


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