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  • Digitaler Safe Space für Philosophiestudentinnen*

    Ein Projekt von Philosophiestudentinnen der Universität Bielefeld, das geschlechtergerechtere digitale Formate in der akademischen Philosophie exploriert.

    Graublau
    © Cesar Couto_Unsplash
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Aktuelles

Die erste Version unserer Handreichung wurde an alle am Projekt beteiligten Personen versandt.

Kontakt

Wir freuen uns über Interesse an unserem Projekt. Die wip-Version der Handreichung versenden wir gerne schon jetzt an Interessent*innen. Wir sind unter dieser E-Mail-Adresse zu erreichen: philosophie-safespace@uni-bielefeld.de.

Stairs
Unsplash: Gattotere

Ein exploratives Projekt über die Verschränkung von ‚Geschlecht‘ und digitalen Formaten in der akademischen Philosophie

Die Kanäle, die für philosophische (Lehr-)Veranstaltungen genutzt werden, haben sich mit Beginn der Coronapandemie verändert. Die Potenziale von Videokonferenztools wurden zuvor nicht genutzt. Dabei ermöglichen sie, um ein Beispiel zu nennen, über-universitäre Lehr-Kooperationen, die relativ barrierearm sind. Zudem engagieren sich verschiedene Initiativen dafür, dass internationale Konferenzen in der Philosophie zukünftig u. a. mit Blick auf ökologische Folgen, Barrierefreiheit und Inklusion grundsätzlich digital ausgerichtet werden. Digitale Austauschformate werden auch in Zukunft für die akademische Philosophie relevant sein.

Frauen* sind in der akademischen Philosophie nach wie vor eine statistisch unterrepräsentierte Gruppe, insbesondere mit Blick auf höhere akademische Statusgruppen. Die Gründe, die dafür in Anschlag gebracht werden, sind vielfältig.  Neben ‚Geschlecht‘ sind diverse weitere Kategorien relevant. Diese intersektionale Perspektive ermöglicht es, Mehrfachdiskriminierungen und Überlappungen verschiedener Kategorien zu berücksichtigen. Im Zuge unseres Workshops für Studentinnen* explorieren wir, inwieweit ein Digitaler Safe Space für Philosophiestudentinnen* notwendig ist, bereits existiert und wie dieser konkret ausgestaltet sein sollte.  Den Projekttitel verstehen wir als Platzhalter, den wir im Rahmen des Workshops gemeinsam diskutieren, füllen, leeren, umwerfen, verwerfen …

Dafür zentrieren wir nach zwei fachlichen Inputs studentische Erfahrungen mithilfe von autobiografischer Schreibarbeit. Ziel des Workshops ist, konkrete studentische Impulse für geschlechtergerechtere digitale Formate in der Philosophie zu erarbeiten und diese in einer Handreichung zur Verfügung zu stellen. Die Handreichung wird voraussichtlich auf dieser Website veröffentlicht werden und soll als Ressource für geschlechtergerechtere digitale Formate in der Philosophie dienen. Die Ergebnisse des Workshops sind die inhaltliche Grundlage der Handreichung. Adressat*innen der Handreichung sind alle in der akademischen Philosophie tätigen Personen.


Veranstaltungen

Der Workshop bestand aus zwei Teilen: Im ersten Teil führten zwei kurze thematische Inputs mit anschließender Diskussion in das Thema ein. Der erste geschlechtersoziologische Input von Dr.’in Sandra Beaufaÿs (Universität Duisburg-Essen) beschäftigte sich mit „'Frauen in der Wissenschaft' - ein Dauerbrenner und seine perspektivischen Verschiebungen“. Im zweiten philosophischen Input von Dr.’in Anna Welpinghus (Universität Bielefeld) ging es um die Frage „Wie hat sich die akademische Philosophie durch feministischen Aktivismus verändert? Eine Bestandsaufnahme“. Anschließend machten wir eine Mittagspause, die zum Teil gemeinsam verbracht werden konnte.

Im zweiten Teil des Workshops setzten wir uns autobiografisch schreibend mit unseren bisherigen Erfahrungen im Digitalen innerhalb der akademischen Philosophie auseinander. Dieser Teil des Workshops wurde von Isabel Morgenstern (Berlin) geleitet. Im Zuge dieser Phase erarbeiteten wir gemeinsam, wie geschlechtergerechtere digitale Formate in der Philosophie gelingen können, inwiefern sie notwendig sind und wie sie konkret ausgestaltet sein müssen. Im Zentrum dieser Phase standen Latenzen, die vielfach unausgesprochen bleiben. Abschließend kamen wir noch einmal kurz zum gemeinsamen Austausch zusammen.

Es ist uns wichtig, verschiedene Perspektiven auf das Thema sichtbar zu machen. Eingeladen waren alle Personen, die sich als Frau* identifizieren und im deutschsprachigen Raum Philosophie studieren.

​​Alle am Workshop beteiligten Personen mussten dem Verhaltenskodex zustimmen und sich diesem verpflichten.

Abstracts der beiden Inputs:

Am 12.12.2022 fand unser Nachtreffen statt. Thema des Treffens war die Diskussion der Handlungsempfehlungen, die auf Grundlage des zweiten Teil des Workshops erarbeitet wurden. Die Ergebnisse dieser Diskussion bildeten die Basis für die Erstellung einer ersten Version der Handreichung zu geschlechtergerechteren digitalen Formaten in der akademischen Philosophie.

Die erste Version der Handreichung wurde inzwischen an alle am Projekt beteiligten Personen versandt.



Über uns

Wir – Janina Bergemann, Sophia Hohmann und Marie Wegener – studieren Philosophie an der Universität Bielefeld und haben uns in einem selbstorganisierten Seminar zum Thema Transformative Experience kennengelernt. Janina Bergemann ist auf eigenen Wunsch nach der Durchführung des Workshops aus dem Projekt ausgeschieden.

​​Im Zuge des Seminars haben wir uns immer wieder auch über Frauen* in der akademischen Philosophie und unsere individuellen Erfahrungen in der akademischen Philosophie ausgetauscht. Um die Gleichstellung der Geschlechter in der akademischen Philosophie auch im Digitalen zu thematisieren, ist es uns wichtig, von vornherein studentische Perspektiven in dieses Vorhaben einzubringen. Ein Stipendium des Stifterverbands hat es uns ermöglicht, unser Workshopkonzept dafür zu entwickeln. Außerdem stand uns das Peer Learning der Universität Bielefeld unterstützend zur Seite.

Die Gleichstellungskommission der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld fördert unseren Workshop. SWIP Germany e. V. fördert die Entwicklung der Handreichung. Für die finanzielle Förderung und den anhaltenden Austausch mit Michaela Rehm, Ariane Schneck, Almut Kristine von Wedelstaedt und Anna Welpinghus möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

 


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